Antikörper-Cocktail von Roche wirkt +++ An Zürcher Schulen gilt wieder Maskenpflicht

Agenturen/dor

24.9.2021

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24.9.2021

Laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität liegt die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz bei bislang insgesamt 833’385 Personen. 11’042 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 verstorben. Weltweit stieg die Zahl der Infizierten auf 230’846’434, die Zahl der Toten auf 4’732’554.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erstmals ein Medikament als Vorbeugung gegen eine schwere Covid-19-Erkrankung bei infizierten Risikopatienten empfohlen. Einer der Hersteller ist der Basler Pharmakonzern Roche.

Bei über 10,3 Millionen in der Schweiz verabreichten Impfdosen gegen das Coronavirus sind bis zum vergangenen Dienstag 7571 unerwünschte Nebenwirkungen gemeldet worden. Zwei Drittel davon waren nicht schwerwiegend.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der Bundesrat hat seine Vorschläge für die Covid-Gratistests vorgestellt: Wer erst eine Impfung und noch kein Zertifikat hat, muss bis Ende November nichts für Tests bezahlen. Für alle anderen soll ab dem 11. Oktober Schluss sein mit Gratistests.
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldet am Freitag 1502 neue Coronavirus-Fälle, 15 neue Todesfälle sowie 59 Spitaleinweisungen. 54,57 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.
  • Der Kanton Zürich erlässt eine Zertifikatspflicht für Besucher*innen in Spitälern und Altersheimen sowie eine Zertifikats- oder Testpflicht für Mitarbeitende.
  • Ab 4. Oktober gilt im Kanton Zürich zudem wieder eine generelle Maskenpflicht an Schulen der Sekundarstufe II.
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  • 21.10 Uhr
    Antikörper-Cocktail von Roche senkt Risiko für schweren Krankheitsverlauf deutlich

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erstmals ein Medikament als Vorbeugung gegen eine schwere Covid-19-Erkrankung bei infizierten Risikopatienten empfohlen. Hergestellt wird es von der US-Firma Regeneron und dem Basler Pharmakonzern Roche. Das Medikament wird bereits seit August in der Schweiz eingesetzt, zum Beispiel am Universitätsspital Zürich. Der Infektiologe Nicolas Müller hat gute Erfahrungen damit gemacht, wie er dem «SRF» im Interview berichtet. Die Patienten hätten das Medikament sehr gut vertragen, es habe wenige Nebenwirkungen gegeben. Er schränkt allerdings ein: «Das Medikament nützt im späten Verlauf nichts mehr. Man muss es wirklich früh geben.»

  • 18.20 Uhr
    Biden ruft Berechtigte in USA zu Corona-Auffrischungsimpfungen auf

    Nach der Zulassung von Corona-Auffrischungsimpfungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen in den USA hat Präsident Joe Biden dringend dazu aufgerufen, das Angebot zu nutzen. Biden appellierte am Freitag bei einer Ansprache im Weissen Haus an die Berechtigten, sich eine dritte Impfung geben zu lassen, sobald sie an der Reihe seien. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte Corona-Auffrischungs-impfungen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer für ältere Menschen und Risikogruppen wenige Tage zuvor zugelassen.

  • 17.57 Uhr
    Zürich führt Maskenpflicht an Gymnasien und Berufsschulen wieder ein

    Der Kanton Zürich führt ab 4. Oktober wieder eine generelle Maskenpflicht an Schulen der Sekundarstufe II ein. Davon beroffen sind auch Schüler*innen. Im Bereich der Volksschule gilt diese Pflicht für Lehr- und Betreuungspersonen sowie für das Schulpersonal. Das teilte die Bildungsdirektion heute mit. Ausnahmen könne es für Personen geben, die über ein gültiges Covid-Zertifikat verfügen. 

  • 16.43 Uhr
    Kantone warten mit Stellungnahme ab

    Wie sich die Kantone zum Vorschlag der Bundesrates zur Verlängerung der kostenlosen Corona-Tests stellen, wird sich in der Konsultation zeigen. Die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und - direktoren (GDK) wollte sich zunächst nicht dazu äussern. Die Kantone haben bis nächsten Dienstag Zeit für eine Stellungnahme.

    Die GDK verwies jedoch auf den ursprünglichen Vorschlag des Bundesrates, die Teststrategie auf den 1. Oktober anzupassen. Diesen Vorschlag hätten «die Kantone in der Konsultation mit einer Zweidrittelmehrheit unterstützt», hiess es am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

    Nachdem sich alle impfwilligen Personen hätten impfen lassen können, sei es nicht mehr «Aufgabe der Allgemeinheit, die Testkosten für Personen zu übernehmen, die nicht geimpft oder nicht genesen sind». Impfen sei nachhaltiger, billiger und einfacher als mehr testen, teilte die GDK mit.

  • 15.54 Uhr
    7500 Fälle von Nebenwirkungen

    Bei über 10,3 Millionen in der Schweiz verabreichten Impfdosen gegen das Coronavirus sind bis zum vergangenen Dienstag 7571 unerwünschte Nebenwirkungen gemeldet worden. Zwei Drittel davon waren nicht schwerwiegend.

    Die von Nebenwirkungen Betroffenen waren im Durchschnitt 54,4 Jahre alt, wobei 16,4 Prozent 75 Jahre oder älter waren, wie die Arzneimittelbehörde Swissmedic am Freitag mitteilte. Betroffen waren demzufolge mehrheitlich Frauen.

    In den als schwerwiegend eingestuften Fällen lag das mittlere Alter bei 57,1 Jahren. In 145 der schwerwiegenden Fälle seien Personen in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung gestorben.

    Trotz einer zeitlichen Nähe gebe es aber «in keinem Fall konkrete Hinweise, dass die Impfung die Ursache für den Todesfall war», hiess es weiter. Hier lag das Durchschnittsalter bei 80,1 Jahren.

  • 15.10 Uhr
    Bolsonaro stellt Quarantäne infrage

    Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat die ihm auferlegte Quarantäne nach dem positiven Corona-Test seines Gesundheitsministers während einer Dienstreise in New York infrage gestellt. Er habe deswegen bei der Gesundheitsüberwachungsbehörde Anvisa nachgefragt, sagte Bolsonaro in einer Übertragung in sozialen Medien am Donnerstagabend (Ortszeit).

    Bolsonaro befindet sich nach der Rückkehr aus den USA laut brasilianischen Medienberichten derzeit für fünf Tage in Isolation im Regierungspalast in der Hauptstadt Brasília. Danach wolle er einen neuen Test machen. Die Anvisa, die etwa Corona-Impfstoffe in Brasilien zulässt, hatte Bolsonaro und Mitgliedern der brasilianischen Delegation, die Kontakt mit Gesundheitsminister Marcelo Queiroga hatten, 14 Tage Quarantäne empfohlen.

    Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro steht unter Druck.
    Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro befindet sich in Isolation.
    Bild: Eraldo Peres/AP/dpa
  • 14.20 Uhr
    Norwegen streicht die meisten Massnahmen

    Norwegen hebt fast alle in der Pandemie erhobenen Corona-Beschränkungen auf. Am Samstag um 16 Uhr werden die allermeisten Massnahmen innerhalb des Landes beendet, wie die scheidende Ministerpräsidentin Erna Solberg am Freitag auf einer Pressekonferenz in Oslo bekannt gab.

    Unter anderem gilt künftig nicht mehr die Ein-Meter-Abstandsregel, auch die Teilnehmerbeschränkungen bei Veranstaltungen und Zusammenkünften fallen weg. Einzig die Anforderung, im Falle einer Corona-Erkrankung in Isolation zu gehen, bleibt bestehen. Auch die Einreisebeschränkungen werden schrittweise aufgehoben.

    «Jetzt ist die Zeit gekommen. Jetzt werden wir zu einem normalen Alltag zurückkehren», sagte Solberg nach mehr als eineinhalb Jahren mit Beschränkungen. Die Infektionszahlen gingen zurück, die Einlieferungen von Corona-Patienten ins Spital ebenfalls. Die Pandemie sei jedoch nicht vorbei. Es sei deshalb wichtig, dass sich die Menschen gegen Corona impfen lassen. Nach Angaben des nationalen Gesundheitsinstituts FHI sind in dem Land mit 5,4 Millionen Einwohnern fast 84 Prozent aller Erwachsenen vollständig geimpft.

  • Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg lockert zum Ende ihrer Amtszeit.
    Bild: Keystone
  • 14.17 Uhr
    Bundesrat verlängert Frist für Gratistests – vorerst

    Der Bund soll die Testkosten für Personen, die erst einmal geimpft sind, bis Ende November übernehmen. Diesen Vorschlag hat der Bundesrat in die Konsultation geschickt. Am 1. Oktober will der Bundesrat darüber entscheiden.

    Um Zeit für diese Konsultation zu haben, werden die Kosten für die Tests für alle Personen bis am 10. Oktober vom Bund übernommen – und nicht nur bis am 1. Oktober, wie ursprünglich vorgesehen.

    Mehr dazu liest du im Live-Ticker zur Bundesratsmedienkonferenz.

    Gesundheitsminister Alain Berset stellt die neuesten Corona-Beschlüsse des Bundesrats vor den Medien.
    Screenshot Youtube
  • 13.30 Uhr
    BAG meldet 1502 neue Fälle und 15 Tote

    Aktuelle Corona-Zahlen: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldet 1502 Neuinfektionen, 15 Tote und 59 Hospitalisierungen.

    Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 10. September bei 0,82.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 75,1 Prozent. 23,9 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    Insgesamt wurden bis vorgestern Abend 9'860'100 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Damit wurden 10'312'971 Dosen verabreicht. 54,57 Prozent der Bevölkerung sind bereits vollständig geimpft. Bislang wurden 6'129'834 Zertifikate für vollständig Geimpfte ausgestellt.

  • 12.10 Uhr
    Zürich erlässt Zertifikatspflicht für Besucher*innen in Spitälern und Altersheimen

    In den Spitälern und in Alters- und Pflegeheimen in Zürich gilt künftig die Zertifikatspflicht. Der Regierungsrat will Patient*innen und Bewohner*innen so besser vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen. Da für sie der soziale Austausch bei Besuchen sehr wichtig sei, komme ein erneutes Besuchsverbot nicht mehr infrage.

    Um die besonders gefährdeten Personen in den Gesundheitsinstitutionen vor einer Infektion zu schützen, führt Zürich per 4. Oktober die Zertifikatspflicht für Besucher*innen sowie die Zertifikats- oder Testpflicht für Mitarbeitende ein. Dies teilte der Regierungsrat am Freitag mit.

    Angestellte in Gesundheitsinstitutionen müssen neu also entweder über ein gültiges Zertifikat oder ein gültiges negatives Testergebnis verfügen. Die Tests müssen zudem neu zweimal pro Woche durchgeführt werden. Seit April war der Test nur einmal pro Woche Pflicht. Die Spitex war zudem bisher von der Pflicht ausgenommen.

    Die Institutionen können ihren Angestellten entweder Einzeltests anbieten oder an den Pool-Tests von «Together we test» teilnehmen. Die neuen Regeln gelten vorerst bis zum 24. Januar 2022.

  • 11.55 Uhr
    Corona-Tests belasten Budget des Bundes

    Die Massnahmen zur Bewältigung der Pandemie und zur Unterstützung der Wirtschaft erhöhen die Ausgaben des Bundes um weitere 1,6 Milliarden Franken. Ein Grossteil davon werde durch die Kosten der Corona-Tests verursacht, teilte der Bundesrat am Freitag mit. Die Landesregierung hat eine entsprechende Nachmeldung zum Voranschlag 2022 verabschiedet.

    Die budgetierten Gesamtausgaben des Bundes für das Jahr 2022 liegen damit bei 79,6 Milliarden Franken. Das führt zu einem ordentlichen Defizit von 950 Millionen Franken. Bisher rechnete der Bundesrat noch mit einem Überschuss von 620 Millionen. Die Schuldenbremse könne aber weiterhin eingehalten werden, hiess es.

    Ob die Corona-Tests weiterhin gratis bleiben sollen, darüber wurde bislang noch nichts bekannt. Erwartet wird, dass sich der Bundesrat im Verlauf des Tages dazu äussern wird.

    Der Kanton Bern begrüsst die neue Regelung des Bundes zur Finanzierung von Corona-Tests.
    Die Corona-Tests kosten – bisher trägt die Ausgaben dafür aber der Bund.
    Bild: Keystone
  • 11 Uhr
    Amnesty International macht reichen Ländern Vorwürfe

    Amnesty International wirft reichen Ländern und Pharmafirmen im Zusammenhang mit der Impfstoffbeschaffung Menschenrechtsverletzungen vor. Dass reiche Länder Corona-Impfstoffe auf Lager hielten, während Millionen Menschen in ärmeren Ländern dringend auf eine Impfchance warteten, sei inakzeptabel, sagte Generalsekretärin Agnes Callamard am Freitag bei einem Briefing der Journalistenvereinigung ACANU in Genf.

    Sie kritisierte namentlich die Pharmafirmen Biontech, Pfizer, Moderna und Johnson und Johnson. Sie warf ihnen vor, aus Gier und Profitgründen die Impfstoffe extra knapp zu halten, um hohe Preise erzielen zu können. Callamard rief die Firmen auf, sie sollten auf Patente verzichten und mehr Firmen die Herstellung der Impfstoffe ermöglichen. Sie sollten zudem mindestens die Hälfte ihrer Produktion zu Herstellungskosten an ärmere Länder abgeben. Von Regierungen verlangte sie, ihre Vorräte umgehend an ärmere Länder weiterzureichen.

    Nach Erhebungen des Datenanalyse-Unternehmens Airfinity läuft die Haltbarkeit von mehr als 100 Millionen Corona-Impfdosen weltweit Ende des Jahres ab. Wenn sie nicht dringend umverteilt würden, werde der Impfstoff vergeudet. Mehr als 40 Prozent dieser Impfdosen seien in der EU, wie das Unternehmen Anfang der Woche berichtete.

  • 10.39 Uhr
    Kanton Uri eröffnet neues Testcenter in Altdorf

    Der Kanton Uri öffnet am Samstag in Altdorf ein neues Testcenter, das durch eine externe Firma betrieben wird. Es soll bis Ende Oktober jeweils freitags und samstags in Betrieb sein. Das Testcenter befindet sich im Zeughaus auf dem Unterlehn in Altdorf, wie der Urner Sonderstab Covid-19 am Freitag mitteilte.

    Tests werden nur an asymptomatischen Personen durchgeführt. Angeboten werden die derzeit noch kostenlosen Antigen-Schnelltests und kostenpflichtige PCR-Tests. Ein Voranmeldung ist nicht nötig, Getestete erhalten ein Zertifikat per Mail.

    Zudem empfiehlt der Kanton den Schulen im Hinblick auf die Herbstferien, den Schüler*innen je ein Testkit mit nach Hause zu geben. So könnten die Tests bereits ein paar Tage vor Schulbeginn wieder durchgeführt werden.

  • 10.02 Uhr
    Junge Leute kündigen ihre Fitness-Abos

    Viele Betreiber*innen von Fitness-Centern verlieren derzeit Kunden – vor allem solche mit jüngerer Kundschaft. Wie SRF berichtet, rechnet etwa ein Center in Wettingen mit 20 bis 30 Prozent Umsatzrückgang. Rund die Hälfte der Kund*innen sei nicht geimpft, viele würden wegen der Zertifikatspflicht nun kündigen oder ihr Abo pausieren.

    Der Verband der Schweizer Fitness- und Gesundheitscenter fordert, dass der Bund die finanziellen Ausfälle entschädigen soll. Noch hängig ist eine Klage gegen den Bund, mit der Schadenersatz für die aus Sicht der Branche ungerechtfertigten Schliessungen im Zeitraum März 2020 und Dezember 2020 bis März 2021 gefordert wird.

    Der Verband fordert ausserdem, dass der Bundesrat die Zertifikatspflicht für Fitness-Center überdenkt. Er rechnet auch damit, dass kleine Center vermehrt von grossen Ketten aufgekauft werden.

    Ein Mann laesst sein Covid-Zertifikat scannen, aufgenommen am Montag, 13. September 2021, im Fitnesscenter
    Die Zertifikatspflicht gilt auch in Fitness-Centern. (Symbolbild)
    KEYSTONE
  • 8.54 Uhr
    Nidwalden plant neues Testcenter

    Wegen Kapazitätsengpässen bei den Corona-Tests plant der Kanton Nidwalden, ein weiteres Testcenter in Betrieb zu nehmen. Die Vorbereitungen seien im Gange, teilte das Gesundheitsamt am Freitag mit.

    Wer weder geimpft noch von Covid-19 genesen ist, soll sich in Nidwalden neben dem Testcenter beim Spital und den Testmöglichkeiten in Arztpraxen in einem neuen Center auf das Coronavirus testen lassen können. Wegen fehlender Termine bleibe diesen Menschen nämlich derzeit der Zugang zu Innenbereichen oft verwehrt, begründete der Kanton den Schritt.

    Seit Einführung der Zertifikatspflicht habe das Gesundheitsamt in Nidwalden 20 Betriebe und Veranstaltungen kontrolliert. Sanktionen wegen grober Verstösse habe man keine aussprechen müssen. Bemängelt hätten die Kontrolleure in einigen Fällen die Abgrenzung von Aussenbereichen.

    Die Kontrolleure würden versuchen, im Dialog mit den Betriebsverantwortlichen Verbesserungen bei der Umsetzung der Massnahmen zu erzielen. Die Kontrollen würden weitergeführt.

  • 8.11 Uhr
    Glarus und Uri zufrieden mit Tests an Schulen

    Die Glarner Schulen haben erfolgreich mit Corona-Flächentests gestartet, wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt. Drei Viertel aller Volksschüler*innen nähmen daran teil und trügen so dazu bei, dass der Präsenzunterricht für alle gewährleistet werden kann. Die Bereitschaft zur Teilnahme sei allerdings unterschiedlich, teils machten fast alle mit und teils kaum die Hälfte.

    Die Schulen bieten dafür seit zwei Wochen Spucktests an, die gemäss der Mitteilung an einigen Orten «Lamatest» genannt werden. Die Speichelproben werden in Pools zusammengefasst und untersucht. So sollen asymptomatische Fälle frühzeitig entdeckt. 

    Wenn ein Pool-Test positiv ausfällt, macht die ganze Klasse am Folgetag einen Einzel-PCR-Spucktest. Die Schüler*innen besuchen weiterhin den Unterricht, bis die Resultate da sind, allerdings mit Maske. Wird der Test nicht gemacht, müssen die betroffenen Schulkinder ab der 3. Klasse während sieben Tagen eine Schutzmaske tragen. Ausgenommen sind dabei Schülerinnen und Schüler die genesen oder geimpft sind.

    Auch der Kanton Uri ist zufrieden mit den repetitiven Tests an Schulen, heisst es in einer Mitteilung. Mehr als die Hälfte der Schüler*innen machten bei den gepoolten Spucktests mit. So konnten die Massnahmen bei einem positiven Ergebnis besser ausdifferenziert werden.

    Schulkinder ab der 3. Klasse die im Kanton Glarus nicht an den Schultestungen teilnehmen, müssen bei einem positiven Corona-Fall während sieben Tagen eine Maske tragen. (Symbolbild)
    Schulkinder ab der 3. Klasse die im Kanton Glarus nicht an den Schultestungen teilnehmen, müssen bei einem positiven Corona-Fall während sieben Tagen eine Maske tragen. (Symbolbild)
    KEYSTONE/DPA/NICOLAS ARMER

    Trotzdem lösten die Tests bei den Eltern kontroverse Diskussionen aus. Den einen gingen die Massnahmen zu weit, den anderen hingegen zu wenig weit. Die Behörde hofft, dass sich die Situationen in den Schulen und in der gesamten Gesellschaft dank den bisher ergriffenen Massnahmen bald entspannt.

  • 6.15 Uhr
    Bundesrat entscheidet über Verlängerung von Gratistests

    Bei seiner heutigen Sitzung dürfte der Bundesrat nochmals darüber beraten, ob Tests für asymptomatische Personen tatsächlich ab dem 1. Oktober selbst bezahlt werden müssen. Seit der Ausweitung der Zertifikatspflicht am 13. September wird der Beschluss des Bundesrats von vielen Seiten kritisiert. Von den Parteien verlangen Grüne, SP, Mitte-Partei und SVP, dass die Tests für alle kostenlos bleiben.

    Mit einem Kompromiss wolle Gesundheitsminister Alain Berset den Streit um kostenpflichtige Tests beenden, schreibt der «Blick». Er sei nun für eine zehntägige Gnadenfrist für Ungeimpfte. Die Tests sollen also erst ab dem 10. Oktober kosten – Erstgeimpfte sollen sich jedoch noch bis Ende November gratis testen lassen können. Mit diesem Vorschlag sollen weitere Ungeimpfte die Chance bekommen, sich doch noch impfen zu lassen.

    Die Entscheidung dürfte am Nachmittag bekannt gemacht werden. «blue News» überträgt die Medienkonferenz des Bundesrats live.

    Testcenter an der Premiere vom Circus Knie in Rapperswil am Donnerstag, 29. Juli 2021. (KEYSTONE/Walter Bieri)
    Corona-Testcenter bei der Premiere vom Circus Knie in Rapperswil (ZH). (Archivbild)
    Bild: Keystone/Walter Bieri
  • 5.30 Uhr
    Mehrheit der Deutschen gegen Aufhebung aller Auflagen 

    Die meisten Deutschen sind gegen ein rasches Ende aller Corona-Auflagen. Bei einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur wandten sich 61 Prozent der Befragten gegen eine sofortige Aufhebung aller Beschränkungen. 33 Prozent wären hingegen dafür.

    Dänemark hatte vor Kurzem bei einer Impfquote von 83 Prozent alle Corona-Beschränkungen aufgehoben. «In Deutschland waren zuletzt rund 62 Prozent der Menschen vollständig geimpft», lautete die Frage. «Sollten in Deutschland jetzt alle Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie aufgehoben werden?» 33 Prozent lehnten dies kategorisch ab, 28 Prozent antworteten mit «eher nein». 19 Prozent sind entschieden für eine Aufhebung, 14 Prozent wählten «eher ja». Die stärkste Ablehnung eines sofortigen Endes aller Beschränkungen gab es bei alten Menschen.

    Mittlerweile sind nach Angaben des deutschen Gesundheitsministeriums in Deutschland knapp 64 Prozent der Menschen komplett gegen das Coronavirus geimpft.

  • 5 Uhr
    Zusammenhang zwischen Impfquote und Fallzahlen

    Die Korrelation zwischen dem aktuellen Impfgeschehen und der Impfquote nach Kanton ist einem Bericht der «Neuen Zürcher Zeitung» zufolge sehr hoch. Kantone mit tiefer Impfquote verzeichneten in der vierten Welle mehr Fälle. Statistisch betrachtet könnten knapp 70 Prozent der Unterschiede bei der Inzidenz durch die Impfquote erklärt werden. Ein zusätzliches Prozent vollständig geimpfter Personen reduziere im linearen statistischen Modell die Inzidenz um rund 35 Fälle.

  • 4.15 Uhr
    Deutschen planen weniger Geschäftsreisen

    Trotz fortschreitender Impfkampagne planen die Menschen in Deutschland weniger Geschäftsreisen als vor der Pandemie. Das zeigt eine YouGov-Umfrage im Auftrag der NUMA Group, einem Technologie-Anbieter im Bereich der Kurzzeitvermietung, die dem «RedaktionsNetzwerk Deutschland» vorliegt.

    Nur zehn Prozent der Befragten gaben an, während der Pandemie auf Geschäftsreise gewesen zu sein. Gerade einmal fünf Prozent gaben an, nach der Pandemie wieder erheblich öfter verreisen zu wollen. Dagegen wollen 55 Prozent der Umfrageteilnehmer ihr geschäftliches Reiseverhalten auch nach der Pandemie nicht ändern.

  • 3.50 Uhr
    Nike leidet unter Corona-Stopp

    Der US-Sportartikelhersteller Nike wird von der monatelangen Schliessung seiner vietnamesischen Fabriken wegen strikter Corona-Massnahmen gebremst. «Wir haben bereits zehn Wochen Produktion verloren», sagte Finanzchef Matt Friend bei der Vorlage aktueller Quartalszahlen. Für einige der Werke seien zwar bereits Pläne zur Wiedereröffnung abgesegnet worden. Die bisherigen Pandemie-Erfahrungen zeigten aber, dass es mehrere Monate dauern werde, bis die Produktion das gewöhnliche Niveau erreiche.

    Nike produziert in Vietnam laut früheren Angaben rund die Hälfte seiner Schuhe und 30 Prozent der Sportbekleidung. Angesichts der Werkschliessungen sei die Fertigung zum Teil in Werke in China und Indonesien verlagert worden, sagte Friend. Wegen der Überlastung der globalen Lieferketten brauche die fertige Ware aber aktuell 80 Tage, um von Asien nach Nordamerika zu kommen – etwa doppelt so lange wie üblich.

  • 1.31 Uhr
    WHO empfiehlt erstmals vorbeugende Therapie

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erstmals ein Medikament als Vorbeugung gegen eine schwere Covid-19-Erkrankung bei infizierten Risikopatienten empfohlen. Die WHO verweist auf Studien, wonach die Antikörper-Kombination aus Casirivimab und Imdevimab von der US-Firma Regeneron und dem Basler Pharmakonzern Roche deren Überlebenschancen verbessern kann. Die WHO veröffentlichte diese Empfehlung im «British Medical Journal».

    Viele Länder, die selbst keine Risikobewertungen machen können, warten auf solche WHO-Empfehlungen. Auch Hilfsorganisationen setzen in der Regel nur von der WHO empfohlene Mittel ein. Die WHO empfiehlt nun die Gabe der Mittel bei Corona-Patienten mit Vorerkrankungen, die deshalb Gefahr laufen, schwer an Covid-19 zu erkranken und dann auf Intensivstationen behandelt werden müssten. Ebenso sollen bereits schwer Erkrankte damit behandelt werden, die keine Antikörper gegen Covid-19 haben.

    Herausforderung seien die hohen Kosten und die knappe Produktion, so die WHO. Deshalb werde mit Roche über niedrigere Preise, eine mögliche Schenkung und eine faire Verteilung in aller Welt verhandelt. Die WHO setzte sich dafür ein, dass auch anderen Herstellern die Produktion ermöglicht wird, damit billigere Varianten der Mittel auf den Markt kommen.

    Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen berichtete, Regeneron habe bereits in mindestens elf ärmeren Ländern Patentanträge gestellt. Sie forderte das Unternehmen auf, auf die Durchsetzung von Patenten in ärmeren Ländern zu verzichten.

  • 0 Uhr
    US-Gremium empfiehlt Auffrischungsimpfungen für Menschen ab 65

    Ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde CDC hat sich dafür ausgesprochen, Corona-Auffrischungsimpfungen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer für Menschen ab 65 Jahren zu empfehlen. Dafür stimmten die 15 Mitglieder des «Advisory Committee on Immunization Practices» (ACIP) am Donnerstag nach zweitägigen Beratungen einstimmig. Die Empfehlung gilt auch für alle Menschen, die in Alten- und Pflegeheimen leben.

    Zudem sprachen sich die Mitglieder des Gremiums dafür aus, die Auffrischungsimpfungen mindestens sechs Monate nach den ersten beiden Impfungen für Menschen zwischen 50 und 64 Jahren, die Risikogruppen angehören, zu empfehlen. 13 Mitglieder stimmten dafür, zwei dagegen. Ebenfalls stimmten die Mitglieder dafür, Menschen ab 18 Jahren, die Risikogruppen angehören, Auffrischungsimpfungen zu empfehlen – allerdings erst nach vorheriger individueller Risiko- und Nutzenanalyse. Neun Mitglieder stimmten dafür, sechs dagegen. Die CDC muss sich nicht an die nicht bindenden Empfehlungen des ACIP halten, tut dies aber meist.

    Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte Corona-Auffrischungsimpfungen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer für ältere Menschen und Risikogruppen am Mittwochabend genehmigt.