Überblick Spanien riegelt weitere Städte ab – Auch Trumps Pressesprecherin positiv getestet

Agenturen/red

5.10.2020

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) für Freitag bis Sonntag 1’548 Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG gemäss Mitteilung vom Montag innerhalb der drei Tage 3 Todesfälle und 39 Spital-Einweisungen.

Am vergangenen Montag waren für das Wochenende 782 neue Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2-Virus gemeldet worden und vor zwei Wochen deren 1’095. Seit drei Wochen teilt das BAG die neuen Zahlen zum Coronavirus nur noch von Montag bis Freitag täglich mit. Die täglichen Fallzahlen gäben keine gute Übersicht über die Lage. Besser sei es, die Entwicklung von Woche zu Woche zu betrachten.

Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 55'932 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, wie das BAG am Montag weiter mitteilte. Insgesamt 4’929 Personen mussten wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg auf 1’787.

Verschärfte Regeln in vielen Grossstädten

Wegen der stark steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen hat New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio die Wiedereinführung von Restriktionen in neun Stadtvierteln angekündigt. In Spanien werden nach Madrid und neun Kommunen im Umland zwei weitere spanische Städte im Nordwesten des Landes weitgehend abgeriegelt. Betroffen ist die Provinzhauptstadt León mit 124’000 Einwohnern und die südöstlich gelegene Stadt Palenca mit 78’000 Einwohnern.

Wegen der sehr angespannten Corona-Lage in Paris bleiben in der französischen Hauptstadt Bars ab Dienstag für mindestens zwei Wochen geschlossen. Restaurants könnten geöffnet bleiben, wenn sie sich an verschärfte Hygieneregeln hielten, sagte der Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement am Montag. Clubs und Tanzsäle würden geschlossen, Studentenpartys und jede Art von Festen seien nicht erlaubt. In Paris gilt nun die «maximale Alarmstufe», wie bereits in Marseille.

Das Wichtigste im Überblick

  • Die Coronafälle in Spaniens steigen weiter stark. Nach Madrid werden weitere Städte abgeriegelt.
  • Das BAG hat von Freitag bis Sonntag 1'548 Neuinfektionen bei 25'762 Tests registriert. Das entspricht einer Positivitätsrate von sechs Prozent.
  • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich nach dem Kontakt mit einer infizierten Person in Corona-Quarantäne begeben. Ihr Test ist negativ.
  • Während in Metropolen wie Paris und Madrid die Corona-Regeln wieder verschärft werden, hebt Neuseelands grösste Stadt Auckland alle Einschränkungen auf.
  • Der am Coronavirus erkrankte und in ein Militärspital eingelieferte US-Präsident Donald Trump könnte bereits heute ins Weisse Haus zurückkehren.

22.00 Uhr: Wir beenden den heutigen Live-Ticker 

21.25 Uhr: Trump wird Klinik am Montag verlassen

US-Präsident Donald Trump will noch an diesem Montag (Ortszeit) das Krankenhaus verlassen, wo er wegen Covid-19 behandelt wurde. Er fühle sich sehr gut, schrieb Trump am Montag auf Twitter. Er werde sich von seiner Infektion mit dem Coronavirus weiter im Weissen Haus erholen. «Habt keine Angst vor Covid», twitterte der US-Präsident.

Trumps Leibarzt Sean Conley bestätigte, dass der Präsident das Krankenhaus noch am Montag verlassen werde. Trumps Gesundheitszustand habe sich weiter verbessert, der 74-Jährige erfülle alle medizinischen Kriterien für eine Entlassung aus der Klinik. Der Präsident sei zwar noch «nicht vollkommen über den Berg», sagte Conley. Im Weissen Haus werde es aber 24 Stunden am Tag eine «medizinische Betreuung auf Weltklasse-Niveau» geben.

20.36 Uhr: Neue Corona-Ausbrüche: Einige Schulen in New York müssen schliessen

Nach neuen Coronavirus-Ausbrüchen in New York müssen in neun Bezirken der Millionenmetropole die Schulen wieder schliessen. In diesen Postleitzahlenbezirken kämen derzeit rund 5,5 Prozent der Coronavirus-Tests positiv zurück, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Montag. Alle Schulen in diesen Bezirken müssten deswegen ab Dienstag zumachen. Anders als zuvor von Bürgermeister Bill de Blasio gefordert, dürfen Restaurants, Bars und Läden zunächst aber weiter geöffnet bleiben – mit Maskenpflicht, Hygieneregeln und eingeschränkter Kapazität.

20.18 Uhr: 16’000 Corona-Fälle nicht gemeldet: London lässt Panne untersuchen

Die britische Regierung hat eine Ermittlung zu der technischen Panne eingeleitet, durch die fast 16’000 neue Corona-Fälle nicht gemeldet worden sind. Das Geschehen müsse umfassend untersucht werden und nun sei wichtig, zusammenzuarbeiten, damit so etwas nicht noch einmal passiere, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock. 51 Prozent der durchgegangenen Fälle seien inzwischen kontaktiert worden, sagte er vor Abgeordneten im Unterhaus. Am Wochenende war bekannt geworden, dass 15’841 Virus-Fälle vom 25. September bis zum 2. Oktober nicht in Tabellen erfasst wurden.

Die britische Gesundheitsbehörde sagte dazu, zwar seien die positiv getesteten Patienten über ihren Zustand informiert worden. Man habe aber ihre Kontakte nicht zurückverfolgt. Der Fehler könnte zu einer weiteren Ausbreitung des Virus beigetragen haben. Die «technische Panne» ist möglicherweise durch eine Begrenzung von Datenmengen im Excel-Programm entstanden, das die Regierung für die Tests und Rückverfolgung nutzt.

20.08 Uhr: Regens Coronavirus-positiv - Fernunterricht am Priesterseminar

Der Leiter des Priesterseminars St. Luzi in Chur ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Regens Martin Rohrer ist deshalb in Quarantäne. Am Priesterseminar stellte man präventiv bis auf weiteres auf Fernunterricht um. Bistumssprecher Gisueppe Gracia bestätigte am Montagabend Angaben des Online-Portals kath.ch.

Der Test des Regens erfolgte am vergangenen Freitag, teilte Gracia weiter mit. Nach einem Essen mit Rohrer begaben sich drei Professoren der theologischen Hochschule des Bistums Chur in präventive Selbst-Isolation.

19.18 Uhr: Europol: Cyberkriminelle nutzen Corona-Pandemie für ihre Zwecke

Cyberkriminelle nutzen nach Angaben von Europol gezielt die Corona-Pandemie für ihre Zwecke aus. Insbesondere Firmen, die mehr als zuvor auf mobiles Arbeiten und Home Office setzten, seien in ihrem Visier, erklärte die EU-Polizeibehörde in einem am Montag veröffentlichten Bericht zu Bedrohungen durch organisiertes Verbrechen im Internet.

Darin werden alle Aspekte der Cyberkriminalität behandelt. Vor allem «viele Personen und Unternehmen, die vor der (Pandemie-)Krise online nicht so aktiv waren, sind ein lukratives Ziel geworden», heißt es in der Gefahreneinschätzung. Cyberkriminelle seien schnell in der Lage, Schwachstellen in der Internetkommunikation auszunutzen.

18.43 Uhr: Ab Dienstag gilt im deutschen Bundestag Maskenpflicht

Im Deutschen Bundestag gilt von Dienstag an eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

«Der Bundestagspräsident hat sich entschieden, eine allgemeine Maskenpflicht im Parlament anzuordnen, weil die Entwicklung der Sars-CoV2-Pandemie weiterhin sehr ernst zu nehmen ist», teilte die Parlamentsverwaltung am Montag in Berlin mit. Die Anordnung sei zunächst bis zum 17. Januar befristet.



18.21 Uhr: Weitere spanische Städte werden wegen Corona abgeriegelt

Wegen stark steigender Corona-Zahlen werden nach Madrid und neun Kommunen im Umland zwei weitere spanische Städte im Nordwesten des Landes weitgehend abgeriegelt. Betroffen ist die Provinzhauptstadt León mit 124’000 Einwohnern und die südöstlich gelegene Stadt Palenca mit 78’000 Einwohnern. Die Massnahmen in der autonomen Region Kastilien und in León würden am Dienstag für zunächst 14 Tage in Kraft treten, berichteten spanische Medien am Montag unter Berufung auf die regionale Gesundheitsministerin Verónica Casado. Die Bürger dürften zwar ihre Wohnungen verlassen, die Stadtgrenzen aber nur aus triftigem Grund überqueren.

In beiden Städten lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen bei über 500. Das ist ein sehr hoher Wert, in Deutschland liegt er auf sieben Tage gerechnet bei nur 15,3. Ab der Marke von 500 müssen in Spanien Städte mit mehr als 100’000 Einwohnern die Bewegungsfreiheit der Bürger einschränken, wenn zugleich mehr als zehn Prozent aller Corona-Test positiv ausfallen und mehr als 35 Prozent der Betten auf Intensivstationen mit Covid-19-Patienten belegt sind. Kleinere Städte sollten ähnlich verfahren.

17.47 Uhr: Zahl der positiven Coronatests in Zürich steigt an

Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich hat am Montag 342 neue laborbestätigte Covid-19-Fälle seit Freitag gemeldet. Der Anstieg ist auf mehrere Cluster zurückzuführen.



17.43 Uhr: Trumps Pressesprecherin positiv auf Corona getestet

Knapp vier Tage nach US-Präsident Donald Trump ist die Sprecherin des Weissen Hauses, Kayleigh McEnany, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie werde sich nach ihrem Testergebnis vom Montagmorgen in Quarantäne begeben, hiess es in einer von McEnany auf Twitter verbreiteten Mitteilung. Nach dem Ergebnis von Montag habe sie keine Symptome, schrieb McEnany weiter

Vier Tage nach Donald Trump wurde auch di Pressesprecherin des Weissen Hauses positiv auf das Coronavirus getestet: Kayleigh McEnany begibt sich nun in Quarantäne, schrieb sie auf Twitter.
Vier Tage nach Donald Trump wurde auch di Pressesprecherin des Weissen Hauses positiv auf das Coronavirus getestet: Kayleigh McEnany begibt sich nun in Quarantäne, schrieb sie auf Twitter.
EPA/Yuri Gripas / POOL

17.20 Uhr: Italien plant landesweite Maskenpflicht – auch im Freien

Italiens Regierung plant nach Medienangaben zum Corona-Schutz die Einführung einer nationalen Maskenpflicht auch im Freien. Nach Berichten vom Montag sollte die vorgesehene Verschärfung der Regeln in Kürze von der Regierung in Rom veröffentlicht werden. Die Pflicht, in dem Mittelmeerland ausser Haus überall und zu jeder Zeit einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, könnte demnach schon ab Mittwoch gelten.

Einzelne Gebiete, zuletzt die Region Latium, hatten solche Vorsichtsmassnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie schon erlassen. Bisher müssen die Schutzmasken national hauptsächlich in geschlossenen Räumen wie Läden und Büros sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln aufgezogen werden.

In Italien sollen Masken auch im Freien obligatorisch werden.
In Italien sollen Masken auch im Freien obligatorisch werden.
Cecilia Fabiano/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Aussenminister Luigi Di Maio postete auf Facebook ein Foto von Militärlastern, die im Frühjahr Särge von Opfern aus Bergamo abtransportiert hatten. Er schrieb: «Das Virus kehrt zurück, aber wir sind stärker, wir haben es bereits bewiesen. (...) Benutzen wir also die Masken und halten die Anti-Covid-Regeln ein.» Es hatte Kritik gegeben, dass eine nationale Maskenpflicht übertrieben sei. Die Politik solle besser mit lokalen Massnahmen auf unterschiedliche Infektionszahlen reagieren.

16.35 Uhr: Mitarbeiter von Österreichs Kanzler positiv getestet

Ein Mitarbeiter von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Regierungschef sowie Vizekanzler Werner Kogler seien am vergangenen Mittwoch das letzte Mal mit dem Mitarbeiter in Kontakt gewesen, teilte das Kanzleramt am Montag mit.

Der betroffene Mitarbeiter sei am vergangenen Dienstagabend noch negativ getestet worden. Bis zum Vorliegen ihres eigenen Testergebnisses hätten Kurz und Kogler alle Termine abgesagt. Das Ergebnis wird am späten Montagabend erwartet. Als Vorsichtsmassnahme würden nun auch alle Kollegen aus dem Umfeld des Mitarbeiters umgehend getestet. Davon betroffen seien rund 20 Menschen.

15.25 Uhr: Zehntel der Welt könnte Infektion gehabt haben

Jeder zehnte Mensch auf der Welt könnte sich laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben. «Unsere derzeit besten Schätzungen ergeben, dass etwa zehn Prozent der Weltbevölkerung bereits mit diesem Virus infiziert gewesen sein könnten», sagte WHO-Experte Mike Ryan am Montag in Genf. Das würde einer Dunkelziffer von mehr als 700 Millionen unerkannten Infektionen zusätzlich zu den bislang rund 35 Millionen nachgewiesenen Fällen entsprechen.

Der Anteil der bereits Infizierten schwanke je nach Land, zwischen Stadt- und Landbevölkerung und auch nach sozialen Gruppen, sagte Ryan. Selbst bei einer derart hohen Dunkelziffer sei der überwältigende Grossteil der Menschen weltweit immer noch dem Risiko einer Covid-19-Erkrankung ausgesetzt, betonte er. Inwiefern Menschen nach einer überstandenen Infektion mit Sars-CoV-2 gegen den Erreger zumindest eine Zeit lang immun sind, ist bislang nicht abschliessend geklärt.

Menschen in einer Einkaufsstrasse: Laut der WHO könnte weltweit könnte sich bereits jede zehnte Person weltweit mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert haben. (Symbolbild)
Menschen in einer Einkaufsstrasse: Laut der WHO könnte weltweit könnte sich bereits jede zehnte Person weltweit mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert haben. (Symbolbild)
Bild: Keystone

15.05 Uhr: Trump geht auf Twitter in die Vollen

Der mit Corona infizierte US-Präsident Donald Trump hat seine Aktivität auf Twitter wieder hochgefahren. Am frühen Montagmorgen setzte er innerhalb von einer Stunde insgesamt 18 Tweets ab, 16 davon innerhalb einer halben Stunde.

Seine Nachrichten waren zum Grossteil in Grossbuchstaben verfasst und beinhalteten Aufrufe zur Wahl am 3. November und Argumente, die dabei seiner Ansicht nach für ihn sprechen. Trump schrieb zum Beispiel: «Recht & Ordnung. Wählen!» oder «Stärkstes Militär aller Zeiten. Wählen!» Nach Bekanntwerden seiner Infektion mit dem Coronavirus am Freitag hat Trump vergleichsweise wenig getwittert. Er sendete aber täglich eine Videobotschaft über seine wichtigste Kommunikationsplattform. Die US-Präsidentenwahl findet am 3. November statt – in vier Wochen.

14.10 Uhr: Von der Leyen in Quarantäne – Test negativ

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist bis Dienstagabend in Corona-Quarantäne. Sie sei darüber informiert worden, dass sie am vergangenen Dienstag bei einem Termin mit einer Person war, die am Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, schrieb von der Leyen am Montag auf Twitter.

Ein Corona-Test am Montag ergab jedoch bei von der Leyen keine Hinweise auf eine Infektion, wie ihr Sprecher Eric Mamer mitteilte. Dennoch werde sich von der Leyen bis Dienstagabend selbst isolieren. Sie folge den belgischen Regeln, die eine siebentägige Quarantäne nach einem problematischen Kontakt vorsehen. Von der Leyen gehe es gut, sie habe keinerlei Symptome und arbeite normal, sagte Mamer.

13.21 Uhr: Pariser Bars schliessen für zwei Wochen

Wegen der sehr angespannten Corona-Lage in Paris bleiben in der französischen Hauptstadt Bars ab Dienstag für mindestens zwei Wochen geschlossen. Restaurants könnten geöffnet bleiben, wenn sie sich an verschärfte Hygieneregeln hielten, sagte der Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement am Montag. Clubs und Tanzsäle würden geschlossen, Studentenpartys und jede Art von Festen seien nicht erlaubt. In Paris gilt nun die «maximale Alarmstufe», wie bereits in Marseille.

«Die Epidemie schreitet zu schnell voran. Wir müssen jetzt auf die Bremse treten, bevor das Gesundheitssystem überfordert wird», mahnte Lallement. Mehr als 250 von 100'000 Menschen haben sich in Paris in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus infiziert. Auch unter den über 65-Jährigen ist die Zahl besorgniserregend hoch. Gesundheitsminister Olivier Véran hatte Ende vergangener Woche bereits angedeutet, dass für die französische Hauptstadt strengere Massnahmen in Kraft treten würden.

«Die Massnahmen werden für die nächsten zwei Wochen getroffen», sagte Lallement. Am Ende dieses Zeitraums werde man die Lage neu bewerten. Turnhallen oder Schwimmbäder würden nun ebenfalls geschlossen, Fitnessclubs blieben zu. Kulturelle Einrichtungen wie Theater, Kinos und Museen könnten geöffnet bleiben, wenn sie sich strikt an die bereits bestehenden Gesundheitsvorschriften hielten. Der Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen und der Konsum von Alkohol auf der Strasse bleiben ab 22 Uhr verboten.

Ein gut gefülltes Regal – aber keine Besucher: So sieht es ab morgen in den Bars der französischen Hauptstadt Paris aus. (Symbolbild)
Ein gut gefülltes Regal – aber keine Besucher: So sieht es ab morgen in den Bars der französischen Hauptstadt Paris aus. (Symbolbild)
Bild: Keystone

12.19 Uhr: 1'548 neue Ansteckungen von Freitag bis Sonntag

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) für Freitag bis Sonntag 1'548 Coronavirus-Ansteckungen bei 25'762 Tests gemeldet worden. Das entspricht einer Positivitätsrate von sechs Prozent. Zudem wurden innerhalb der drei Tage drei Todesfälle und 39 Spital-Einweisungen registriert.

Am vergangenen Montag waren für das Wochenende 782 neue Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2-Virus gemeldet worden und vor zwei Wochen deren 1'095. Seit drei Wochen teilt das BAG die neuen Zahlen zum Coronavirus nur noch von Montag bis Freitag täglich mit. Die täglichen Fallzahlen gäben keine gute Übersicht über die Lage. Besser sei es, die Entwicklung von Woche zu Woche zu betrachten.

Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 55'932 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, wie das BAG am Montag weiter mitteilte. Insgesamt 4'929 Personen mussten wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg auf 1'787.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden bisher 1'417'260 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19. Gegenüber Freitag wurden dem BAG 25'762 neue Tests gemeldet. Bei 4,6 Prozent aller Tests fiel das Resultat über die vergangenen Monate gesehen positiv aus. Für die vergangenen zwei Wochen betrug die Positivitätsrate 4,5 Prozent.

12.15 Uhr: Luxus-Quarantäne in Thailand

Thailand will in den kommenden Wochen erstmals seit März wieder Touristen ins Land lassen – allerdings nur Langzeiturlauber, die gleich mehrere Monate im Land bleiben.

Verpflichtend ist nach der Ankunft eine zweiwöchige Corona-Quarantäne, die manche Hotels den ausländischen Besuchern so angenehm wie möglich gestalten wollen. Im «The Senses Resort» auf der Insel Phuket seien etwa 16 Villen für die Quarantäne-Gäste vorbereitet worden, samt Infinity Pool, Gourmet-Abendessen und zwei Mal täglichem Fiebermessen, wie die Zeitung «Bangkok Post» am Montag berichtete.

Zunächst sollen rund 300 Touristen aus China und Skandinavien einreisen. Sie bekommen ein Langzeit-Visum für 90 Tage, das zwei Mal verlängert werden kann. Nach der Quarantäne dürfen sie frei im Land herumreisen. 

Thailand will wieder Langzeiturlauber aus dem Ausland empfangen. Die verpflichtende Corona-Quarantäne wollen manche Hotels so angenehm wie möglich gestalten. Foto: Norbert Drews/dpa
Thailand will wieder Langzeiturlauber aus dem Ausland empfangen. Die verpflichtende Corona-Quarantäne wollen manche Hotels so angenehm wie möglich gestalten. Foto: Norbert Drews/dpa

11.30 Uhr: New Yorker Vierteln droht erneuter Lockdown

Wegen der stark steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen hat New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio die Wiedereinführung von Restriktionen in neun Stadtvierteln angekündigt. «Heute ist leider kein Tag zum Feiern», sagte de Blasio am Sonntag. Er werde beim Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, die Schliessung aller nicht dringend notwendiger Geschäfte und aller Schulen in den betroffenen Gegenden beantragen.

New York gehörte im Frühling zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Städte weltweit. Fast 24'000 Menschen starben in der Ostküsten-Metropole an den Folgen ihrer Corona-Infektion. Wochenlang galten strenge Ausgangsbeschränkungen.

In mehreren der neun Viertel, in denen die Infektionszahlen nun wieder stark steigen und die allesamt in Brooklyn oder Queens liegen, gibt es grosse jüdisch-orthodoxe Gemeinden. Der jüngste explosionsartige Anstieg bei den Corona-Fällen fiel mit den hohen jüdischen Feiertagen rund um Jom Kippur zusammen.

10.40 Uhr: Auch im August weniger Hotel-Gäste

Die Coronakrise hat der Schweizer Hotelbranche auch in den Sommermonaten stark zugesetzt. Während die Städte zu den grossen Verlieren zählen, entwickelte sich der Tourismus insbesondere in einigen Randregionen des Landes aber prächtig.

Im August gingen die Übernachtungen im Vergleich zum 2019 um 28,1 Prozent auf 3,2 Millionen zurück, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Im Juli hatte das BFS 3,4 Millionen Logiernächte gezählt, im Juni waren es noch 1,4 Millionen gewesen.

Wie die aktuellen Zahlen für den August zeigen, hat sich die positive Dynamik im Verlauf der Sommermonate nicht fortgesetzt – im Gegenteil. Im Juni lag der Rückgang gegenüber dem Vorjahr noch bei 62 Prozent, ehe dieser im Juli auf -26 Prozent eingegrenzt werden konnten. Mit einem Minus vom 28 Prozent konnte der August aber nicht mehr an diesen positiven Trend anknüpfen.

Auch im August blieben viele Betten in Schweizer Hotels leer. (Symbolbild)
Auch im August blieben viele Betten in Schweizer Hotels leer. (Symbolbild)
Bild: Keystone

Mit dem grösseren Gewicht des heimischen Tourismus, verfestigt sich im Monat August ein Bild, das sich bereits in den Vormonaten abgezeichnet hatte. Die grössten Einbussen müssen in den Sommermonaten die städtischen Zentren hinnehmen. So büssten Zürich (-77%), Genf (-75%), Luzern (-66%), Basel (-63%), Bern (-59%) klar überdurchschnittlich ein.

Profitieren konnten im Sommer dagegen einige Randregionen, die bislang nicht so stark im Fokus der touristischen Begehrlichkeiten standen. Im Kanton Graubünden verzeichnete etwa das italienischsprachige Bergell eine Zuwachsrate von beachtlichen 53 Prozent gegenüber dem Vorsommer. Auch die Unterengadiner Gemeinden Scuol, Zernez sowie das Val Müstair konnten deutlich zweistellig zulegen.

Im Tessin schwingt die Region Vallemaggia oben aus, und auch in der jurassischen Region Freiberge lagen die Übernachtungszahlen deutlich über dem Vorjahr. Zu den Gewinnern im Corona-Sommer zählen zudem Gemeinden in den Kantonen Appenzell Innerhoden und Glarus

10.05 Uhr: Trump hat «viel über Covid gelernt»

Durch seine Covid-19-Erkrankung hat US-Präsident Donald Trump nach eigenen Worten «viel» über die Krankheit gelernt. In einem auf Twitter veröffentlichten Video sagte Trump, seine Erkrankung sei für ihn «sehr interessant» und eine «Lehre».

9.12 Uhr: Von der Leyen in Corona-Quarantäne

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich in Corona-Quarantäne begeben. Sie sei darüber informiert worden, dass sie vergangenen Dienstag bei einem Termin mit einer Person war, die am Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, schrieb von der Leyen am Montag auf Twitter.

«Entsprechend der geltenden Regeln werde ich mich deshalb bis morgen früh selbst isolieren», kündigte sie an. Sie sei am Donnerstag mit negativem Ergebnis getestet worden und werde sich heute erneut einem Test unterziehen, schrieb sie weiter.

Von der Leyen hatte nach dem Kontakt mit der inzwischen positiv getesteten Person am Donnerstag und Freitag am Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs teilgenommen. 

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einer Sitzung in Brüssel am 2. Oktober 2020. 
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einer Sitzung in Brüssel am 2. Oktober 2020. 
Bild: Keystone

8.50 Uhr: Festnahmen in Jerusalem

Nach Auseinandersetzungen bei Corona-Kontrollen in Jerusalem hat die israelische Polizei 18 Menschen festgenommen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden Beamte mit Steinen und anderen Gegenständen beworfen.

Zwei Polizisten seien leicht verletzt und Fahrzeuge beschädigt worden. Schwerpunkt des Einsatzes war demnach das vornehmlich von Ultraorthodoxen bewohnte Viertel Mea Schearim.

Auseinandersetzungen bei der Durchsetzung von Corona-Massnahmen hatte es am Sonntagabend auch in Bnei Brak nahe Tel Aviv gegeben. Auslöser war ein Versuch der Polizei, eine Versammlung in einer Synagoge mit Hunderten Ultraorthodoxen aufzulösen. Nach Angaben der Polizei wurden 17 Menschen festgenommen.

8 Uhr: Zahl der Stelleninserate deutlich gesunken

Die Lage am Schweizer Arbeitsmarkt verbessert sich, bleibt aber angespannt: Im dritten Quartal haben Firmen hierzulande gegenüber dem Vorquartal zwar mehr Stellen ausgeschrieben, im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Stelleninserate aber deutlich zurück. Gefragt bleiben weiterhin Angestellte in Gesundheitsberufen.

Insgesamt nahmen die Stelleninserate im dritten Quartal in der Deutschschweiz um 15 Prozent ab, wie eine vom Arbeitsvermittler Adecco und der Universität Zürich am Montag veröffentlichte Erhebung zeigt. In der französisch- und italienischsprachigen Schweiz wurden 14 Prozent weniger Stellen ausgeschrieben.

Damit hat sich die Lage am Stelleninseratemarkt verglichen mit dem Vorquartal aber aufgehellt. Im zweiten Quartal brachen die im Adecco Swiss Job Market Index gemessenen Stellenausschreibungen wegen den Unsicherheiten rund um die grassierende Coronapandemie um satte 27 Prozent ein.

Die Lage am Stelleninseratemarkt hat sich zum Vorquartal aufgehellt – ist im Vergleich zum Vorjahr aber deutlich zurückgegangen. (Symbolbild)
Die Lage am Stelleninseratemarkt hat sich zum Vorquartal aufgehellt – ist im Vergleich zum Vorjahr aber deutlich zurückgegangen. (Symbolbild)
Bild: Keystone

7.45 Uhr: Die am stärksten betroffenen Länder

Die Lage am Stelleninseratemarkt hat sich zum Vorquartal aufgehellt – ist im Vergleich zum Vorjahr aber deutlich zurückgegangen. (Symbolbild)
Die Lage am Stelleninseratemarkt hat sich zum Vorquartal aufgehellt – ist im Vergleich zum Vorjahr aber deutlich zurückgegangen. (Symbolbild)
Grafik: dpa

6.40 Uhr: Paris verstärkt ab heute Corona-Massnahmen

Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie sollen am Montag neue Sicherheitsmassnahmen für die stark betroffene Millionenstadt Paris angekündigt werden. Für Frankreichs Hauptstadt und deren unmittelbare Umgebung gelte nun die «maximale Alarmstufe», teilte Arbeitsministerin Elisabeth Borne in der Nacht via Twitter mit. Sie rief Arbeitgeber und Beschäftigte auf, möglichst auf Heimarbeit umzustellen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.

Die neuen Massnahmen könnten die Schliessung von Cafés und Bars auslösen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Amt des französischen Regierungschefs Jean Castex. Restaurants könnten mit verstärkten Corona-Vorsichtsmassnahmen hingegen offen bleiben. In Universitäten solle es neue Beschränkungen für den Zugang zu Hörsälen geben. Gesundheitsminister Olivier Véran hatte bereits Ende der zurückliegenden Woche gesagt, dass sich die Lage in Paris und den Vorstädten zuletzt rapide verschlechtert habe.

Im Kampf gegen die Coronapandemie galt die «maximale Alarmstufe» bisher nur im französischen Überseegebiet Guadeloupe und in Marseille. In der südfranzösischen Hafenstadt mussten Restaurants und Bars bereits schliessen – dagegen gab es massiven Protest. Wie AFP berichtete, sollen im Raum Marseille/Aix-en-Provence Lokale wieder öffnen können.

Restaurant- und Barbesitzer in Lille demonstrieren 29. September 2020 mit Schildern unter denen Parolen wie «Wir sind keine Mörder» zu lesen ist, gegen Frankreichs jüngsten Massnahmen mit denen die Ausbreitung des Coronavirus gebremst werden sollen.
Restaurant- und Barbesitzer in Lille demonstrieren 29. September 2020 mit Schildern unter denen Parolen wie «Wir sind keine Mörder» zu lesen ist, gegen Frankreichs jüngsten Massnahmen mit denen die Ausbreitung des Coronavirus gebremst werden sollen.
Bild: Keystone/AP Photo/Michel Spingler

In Paris müssen Bars bisher um 22 Uhr schliessen, Restaurants dürfen auch länger geöffnet bleiben. Allerdings dürfen sie Alkohol nur im Zusammenhang mit einer Mahlzeit ausschenken. Die neuen Massnahmen sollen am Montag von der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo vorgestellt werden und zunächst 15 Tage gelten, wie AFP berichtete.

Frankreich registrierte im ganzen Land innerhalb von 24 Stunden 12’565 Corona-Neuinfektionen, wie die Behörden am Abend mitteilten. Einen Tag zuvor waren es 16’972 Neuinfektionen gewesen. Frankreich ist von der Coronapandemie schwer getroffen, über 32’000 Menschen starben bisher.

6.35 Uhr: Ems-Chemie macht weniger Umsatz

Die Ems-Gruppe spürt weiterhin die Coronakrise und die schleppende Konjunktur. Der Umsatz nach neun Monaten lag deutlich unter dem Vorjahresniveau, wobei sich immerhin der Abwärtstrend im dritten Quartal etwas verlangsamt hat. Der Umsatz per Ende September 2020 verfehlte das Vorjahresniveau um über 22 Prozent und erreichte 1,30 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Zum Minus hat allerdings auch der starke Franken einen guten Teil beigetragen. In Lokalwährungen sind die Verkäufe in der Berichtsperiode um 17,7 Prozent etwas moderater zurückgegangen.

Im dritten Quartal wurde somit die Talfahrt etwas gebremst. Bei einem Quartalsumsatz von 451 Millionen resultierte ein währungsbereinigtes Minus von 8,7 Prozent, per Mitte Jahr hatte das Umsatzminus in Lokalwährungen noch bei knapp 22 Prozent gelegen.

Die Auftragslage habe sich im dritten Quartal deutlich verbessert, hiess es dazu. Der Umsatz lag entsprechend auch höher als im zweiten Quartal, welches noch von den verschiedenen Schliessungsmassnahmen in Mitleidenschaft gezogen worden war.

Zu schaffen machen dem Unternehmen weiterhin die Bremsspuren in der Autoindustrie, die mehr als 60 Prozent zum Umsatz beisteuert. Die im ersten Halbjahr 2020 auf historische Tiefstwerte gesunkene Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern mit Schliessungen der weltweiten Autowerke habe sich indes im 3. Quartal erholt. Die Lockerung der Covid-Massnahmen und die staatlichen Stützungsprogramme hätten wieder Vertrauen und Zuversicht bei Konsumenten und Unternehmen geschaffen.

Gewinnzahlen gibt Ems zu den ersten neun Monaten jeweils nicht bekannt. Das Betriebsergebnis (EBIT) habe im dritten Quartal das Ergebnis des zweiten deutlich übertroffen, heisst es immerhin. Und dank der «starken Spezialitätenposition und dem frühzeitigen Handeln» habe die EBIT-Marge gehalten werden könnten.

Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Prognosen der Analysten leicht übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 1,29 Milliarden.

Der bisherige Ausblick für 2020 wurde erneut bestätigt. Demnach rechnet die Gruppe mit einem Betriebsergebnis (EBIT) unter Vorjahr. 2019 hatte Ems bei einem Umsatz von 2,15 Milliarden einen EBIT von 624 Millionen Franken erzielt. Neu kündet das Unternehmen auch an, dass die Dividende für das Gesamtjahr 2020 ebenfalls tiefer ausfallen werde als im Vorjahr.

5.58 Uhr: Keine Corona-Restriktionen mehr in Auckland

Während in Metropolen wie Paris und Madrid die Corona-Regeln wieder verschärft werden, hebt Neuseelands grösste Stadt Auckland alle Einschränkungen auf. Nach zehn Tagen ohne Ansteckungen innerhalb des Landes sei das Ende der Restriktionen gerechtfertigt, sagte Regierungschefin Jacinda Ardern am Montag. Von Mittwoch an werde es keine Beschränkungen in der Küstenstadt mit 1,6 Millionen Einwohnern mehr geben.

Nachdem am 12. August erstmals seit dreieinhalb Monaten wieder lokale Infektionen mit dem Virus in dem Pazifikstaat bestätigt worden waren, hatten die Behörden einen Corona-Lockdown verordnet. Seither sind in Auckland etwa Versammlungen mit mehr als 100 Teilnehmern verboten, Gesichtsmasken in öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht und Restaurantgäste zum Sitzenbleiben angehalten.

Premierministerin Ardern warnte ihre Landsleute davor, nach Aufhebung der Restriktionen wieder den Schlendrian einkehren zu lassen und appellierte an die Selbstdisziplin der Menschen. «Das Wiederaufflammen des Virus ist nicht unsere einzige Sorge, die Wiederkehr der Bequemlichkeit gehört auch dazu», sagte sie.

Bislang sind in Neuseeland rund 1'500 Corona-Infektionen und 25 Todesfälle registriert worden. Der Inselstaat gilt als sehr erfolgreich im Kampf gegen das Virus, da die Regierung im März extrem strikte Massnahmen angeordnet hatte. Im Juni erklärte sich das Land für coronafrei und kehrte zu einer relativen Normalität zurück – bis im August der erneute Rückschlag kam.

4.18 Uhr: Corona-Patient Trump – Rückkehr ins Weisse Haus?

Trotz seiner Infektion mit dem Coronavirus hat US-Präsident Donald Trump kurzzeitig das Spital verlassen und sich bei einer Fahrt im gepanzerten Wagen von Anhängern bejubeln lassen. Das Weisse Haus verteidigte die Aktion am Sonntag (Ortszeit) gegen Kritik, wonach der Schutz der anderen Personen in dem Wagen vernachlässigt worden sei. Mit Blick auf die Sicherheit des Präsidenten erklärte der Sprecher des Weissen Hauses, Judd Deere: «Die Bewegung wurde vom medizinischen Team als sicher eingestuft.»

Trumps Corona-Infektion war am Freitag kurz nach Mitternacht US-Ostküstenzeit bekannt geworden. Es ist davon auszugehen, dass er noch ansteckend sein könnte. US-Medienberichten zufolge sass Trump mit zwei Mitarbeitern des Secret Service in dem gepanzerten Wagen, mit dem er an den Fans vor dem Walter-Reed-Militärspitals bei Washington vorbeigefahren wurde. Auf Fotos war zu erkennen, dass der Beifahrer ein Plastikvisier über dem Gesicht, eine Atemschutzmaske und einen medizinischen Schutzanzug zu tragen schien. Trump trug lediglich eine Stoffmaske.

In einer unmittelbar vor dem Ausflug veröffentlichten Videobotschaft auf Twitter hatte Trump gesagt: «Wir bekommen grossartige Berichte von den Ärzten.» Er lobte seine Anhänger vor der Klinik als «grossartige Patrioten» und beschrieb seine Erkrankung als lehrreiche Erfahrung. «Es war eine interessante Reise. Ich habe viel über Covid erfahren.»



Nachdem der 74-Jährige am Freitagabend (Ortszeit) – keine 24 Stunden nach seinem positiven Coronatest – per Helikopter in das Spital nördlich der US-Hauptstadt gebracht worden war, hatte es widersprüchliche Angaben zu seinem Gesundheitszustand gegeben. Am Sonntag räumten die Ärzte schliesslich ein, dass der Verlauf der Krankheit schwerer war als zunächst dargestellt. Dennoch stellte der Arzt Brian Garibaldi eine baldige Entlassung aus der Klinik in Aussicht. Sollte es Trump weiterhin so gut gehen wie am Sonntag, «hoffen wir, dass wir für eine Entlassung ins Weisse Haus bereits morgen planen können». Die Behandlung könnte dann dort fortgesetzt werden.

3.52 Uhr: Buchumsatz erholt sich – Buchmesse beginnt

Die Coronakrise hat auch die Buchbranche schwer getroffen. 2020 sei «ein herausforderndes Jahr», sagte die Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Karin Schmidt-Friderichs, der Deutschen Presse-Agentur. Vor Beginn der Frankfurter Buchmesse gingen Buchhandlungen und Verlage aber «selbstbewusst und optimistisch in den Jahresendspurt». Wegen der Coronapandemie kann die weltgrösste Bücherschau (14. bis 18. Oktober) nur eingeschränkt stattfinden.

Laut Media Control lag der Buchumsatz bis August 5,8 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Dennoch sieht der Börsenverein einen Hoffnungsstreif am Horizont, denn direkt nach dem Lockdown waren die Zahlen noch schlechter: Von Januar bis Mitte April lag der Umsatz 14,9 Prozent niedriger. Besonders betroffen war der Buchhandel vor Ort: Bis August lag der Umsatz um 10,8 Prozent unter dem des Vorjahres, bis zum Ende des Lockdowns im August waren es sogar minus 21,1 Prozent.

«Seit Wiedereröffnung der Läden ist die Nachfrage nach Büchern jedoch gross, die Umsätze liegen seit Juni jeweils über denen der Vorjahresmonate», sagte Schmidt-Friderichs. «Somit kann der Buchhandel den Umsatzrückstand Monat für Monat verkleinern.» Die Branche hofft nun auf ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft. Die Buchmesse spiele «gerade in diesem Jahr eine wichtige Rolle: Für Buchhandlungen und Verlage ist es jetzt entscheidend, breite Aufmerksamkeit für Bücher und das Lesen zu erreichen».

2.11 Uhr: Nach Trump-Events: Komplexes Contact-Tracing

Wegen der Corona-Infektion von US-Präsident Donald Trump läuft im US-Teilstaat New Jersey eine aufwendige Rückverfolgung seiner Kontakte. Das Weisse Haus habe den Behörden mehr als 200 Namen von Personen mitgeteilt, die an zwei Veranstaltungen des Präsidenten am vergangenen Donnerstag teilgenommen hätten, schrieb das Gesundheitsministerium des Staates am Sonntag auf Twitter. Die Teilnehmer seien kontaktiert worden, um sie auf eine mögliche Ansteckung hinzuweisen. Sie sollten beobachten, ob sie Symptome entwickelten, und sich in Quarantäne begeben, wenn sie engen Kontakt mit dem Präsidenten oder seinen Mitarbeitern hatten, hiess es. Die Kontaktrückverfolgung sei im Gange.

Trump war am Donnerstagnachmittag zu zwei Veranstaltungen mit Unterstützern in Bedminster gereist, nachdem im Weissen Haus bereits das positive Testergebnis von Trumps Beraterin Hope Hicks bekannt geworden war. Laut Medienberichten fand ein Treffen in Trumps Golfclub in Bedminster unter freiem Himmel statt, doch gab es laut Teilnehmern auch ein Treffen im engeren Kreis mit besonders grosszügigen Spendern, das nicht draussen stattfand. Am Freitag kurz nach Mitternacht hatte Trump bekannt gegeben, positiv auf das Coronavirus getestet worden zu sein.



Es ist nicht klar, wann Trump das letzte Mal negativ getestet wurde und wann genau er das erste Mal ein positives Testergebnis erhielt. Seine Sprecherin Kayleigh McEnany machte am Sonntag laut Journalisten im Weissen Haus keine eindeutigen Angaben dazu. Trump ist in den Tagen vor seinem positiven Coronatest viel gereist und war dabei in der Nähe Dutzender Menschen, die sich angesteckt haben könnten.

Trump soll am Donnerstagabend zunächst einen Schnelltest gemacht haben, der positiv ausgefallen sei, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf anonyme Quellen. Er habe von dem Ergebnis bereits zum Zeitpunkt eines Fernsehinterviews gewusst, in dem er lediglich die Infektion einer engen Beraterin bestätigte. Das Ergebnis des Schnelltests habe entsprechend der Vorgaben im Weissen Haus einen weiteren Test veranlasst, der auch positiv ausfiel.

1.44 Uhr: Biden erneut negativ auf Coronavirus getestet 

Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden ist erneut negativ auf das Coronavirus getestet worden. Der Test sei am Sonntag erfolgt, liess Bidens Wahlkampfteam mitteilen. Das bisher letzte bekannte negative Testergebnis Bidens stammt von Freitag.

Biden hatte am Dienstag bei einem TV-Duell vor der Präsidentenwahl auf einer Bühne mit US-Präsident Donald Trump gestanden, der sich mit dem Virus angesteckt hat. Bidens Wahlkampfteam kündigte daraufhin am Samstag an, als Zeichen der Transparenz künftig die Ergebnisse aller Coronatests des 77-Jährigen zu veröffentlichen.

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