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Harziger Start für Corona-Schnelltests — 21'926 Neuinfektionen innert drei Tagen

Agenturen/red

2.11.2020

Apotheken und Arztpraxen sind noch nicht alle gerüstet für den Schnelltest. Unterdessen steigen die Infektionszahlen weiter an. Das BAG meldet 21'926 Neuansteckungen binnen drei Tagen. Ab Mittwoch gibt es im Kanton Neuenburg einen Teil-Lockdown. Die Ereignisse  des Tages im Überblick.

Apotheken und Arztpraxen sind noch nicht alle gerüstet für den Corona-Schnelltest, der am Montag grossflächig eingeführt werden sollte. Bei diversen Anbietern werden die Vorarbeiten laut dem Apothekerverband noch bis zu zwei Wochen dauern.

Die für den Test vorgesehenen Leistungserbringer wie Apotheken, Arztpraxen, Spitäler und Testzentren müssten die notwendigen Prozesse, Personalkapazitäten mit entsprechender Ausbildung und Räumlichkeiten mit den vorgeschriebenen Schutzvorkehrungen organisieren, teilte der Zuger Kantonsarzt und Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte (VKS), Rudolf Hauri auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Corona-Schnelltests sind seit heute erhältlich, allerdings nicht überall. Der Test eignet sich laut BAG nicht für Risikopersonen. 
KEYSTONE/ENNIO LEANZA  (Symbolbild)

Es sei davon auszugehen, dass in den ersten Tagen die Schnelltests hauptsächlich in den grösseren Testzentren zum Einsatz kommen. 50'000 Schnelltests stünden täglich zur Verfügung. Bei den Kantonen seien ausreichend Schnelltests eingetroffen, diese werden nun an diejenigen Leistungserbringer verteilt, die Schnelltests anbieten können und wollen.

Der Schweizerische Apothekerverband Pharmasuisse nahm in einer ersten Einschätzung an, dass bis Ende Jahr knapp ein Drittel aller Schweizer Apotheken die Dienstleistung der Schnelltests anbieten werden, also rund 600 der rund 1800 Schweizer Apotheken. Derzeit würden Abklärungen durch die kantonalen Apothekerverbände laufen, wer die Tests anbieten könne, hiess es auf Anfrage.

Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat der Bund vergangene Woche eine erste Lieferung von rund 150'000 Antigen-Schnelltests an die Kantone durchführen lassen, dies in Absprache mit den Kantonen und gemäss ihrer Bevölkerungszahl.

Anhaltend hohe Infektionszahlen

Auch über das Wochenende stieg die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus weiter an. In der Schweiz und in Liechtenstein wurden dem BAG innerhalb von 72 Stunden 21'926 neue Fälle gemeldet. Zudem starben 93 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus, und 497 Personen wurden in ein Spital eingewiesen, wie das BAG am Montag mitteilte.

Eine Woche zuvor waren für das Wochenende 17'440 neue Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2-Virus gemeldet worden, vor zwei Wochen deren 8737 und vor drei Wochen 4068.

Die 14-Tage-Inzidenz (Neuansteckungsrate) pro 100'000 Einwohner stieg auf 1060,7. Der sogenannte R-Wert, die Reproduktionszahl oder die Anzahl Personen, die ein Infizierter weiter ansteckt, lag laut der Science Task Force für die sieben Tage vor dem 23. Oktober bei 1,4 - das war die am Montag aktuellste erhältliche Zahl.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden bisher 2'022'249 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19. Über die vergangenen zwei Wochen gesehen, fiel das Resultat bei 24,8 Prozent der Tests positiv aus.

Teil-Lockdown in Neuenburg

Auch der Kanton Neuenburg verschärft seine Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus: ab Mittwoch 23 Uhr müssen Bars, Restaurants und Museen schliessen, kulturelle Veranstaltungen werden untersagt. Mit Ausnahme von Begräbnissen sind auch religiöse Aktivitäten betroffen.

Diese Massnahmen bleiben bis 22. November in Kraft, wie es am Montag aus dem Staatsrat hiess. Sie gelten auch für Kinos, Konzertsäle und Theater. Man arbeite an einer finanziellen Abfederung für die Betroffenen.

Wegen mehrerer Coronavirus-Fälle verfügte der Kanton Nidwalden die Schliessung der Mittelschule für zwei Wochen. Die Schülerinnen und Schüler des Kollegiums St. Fidelis in Stans würden Fernunterricht erhalten, teilte die Bildungsdirektion am Montag mit.


Die  Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Gesundheitsbehörde in Frankreich meldet 52'518 neu erfasste Ansteckungen und über 400 Tote binnen 24 Stunden.
  • Europa muss sich nach Einschätzung des französischen Wissenschaftsrats auf weitere Corona-Infektionswellen einstellen.
  • In Neuenburg sind ab Mittwoch, 4. November, um 23 Uhr, Gastronomiebetriebe geschlossen. Auch Kinos, Theater, Fitnesscenter, Museen und dergleichen dürfen dann nicht mehr öffnen.
  • In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innert 72 Stunden 21'926 neue Coronavirus-Ansteckungen bei insgesamt 88'863 Tests gemeldet worden.
  • In Genf und Jura gilt ab heute angesichts der angespannten Situation im Gesundheitswesen der Ausnahmezustand. 
  • Ab heute sind in der Schweiz Corona-Schnelltests in Arztpraxen und Apotheken erlaubt. Es dürfte noch ein- bis eineinhalb Wochen dauern, bis die Tests in Apotheken durchgeführt werden können. 
  • Die Zahl der Fälle hat sich in Europa in nur knapp fünf Wochen von fünf auf zehn Millionen verdoppelt.

21.34 Uhr: Wir beenden den Live-Ticker am Montag

21.18 Uhr: Lettlands Regierung erwägt erneuten Corona-Notstand

Lettlands Regierungschef Krisjanis Karins erwägt im Kampf gegen die Corona-Pandemie einen neuerlichen Notstand in dem baltischen EU-Land. Angesichts deutlich steigender Infektionszahlen sei es an der Zeit, wieder über die Ausrufung eines Ausnahmezustands nachzudenken, sagte er am Montag nach einem Treffen der Spitzen der regierenden Fünferkoalition in Riga. Damit könnte die Regierung Massnahmen zur Eindämmung des Virus ergreifen, zu der sie ansonsten gesetzlich nicht befugt sei.

«Wenn die bestehenden Sicherheitsmassnahmen nicht ausreichen, um die Anzahl der Fälle zu verringern, müssen wir schneller vorgehen, um nicht in eine Situation zu geraten, in der das Gesundheitswesen nicht fertig wird [mit der Arbeitsbelastung]», sagte Karins einem Bericht des lettischen Rundfunks zufolge. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hatte die Regierung bereits Mitte März einmal frühzeitig den Notstand ausgerufen, der zum 10. Juni auslief.

Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 6268 bestätigte Coronavirus-Infektionen und 77 Todesfälle. Dabei hatten die täglichen Infektionszahlen zuletzt klar zugenommen — rund 70 Prozent aller Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie wurden im Oktober registriert.

Die Bundesregierung hatte zuletzt erstmals auch Regionen in Lettland auf ihre Risikoliste gesetzt. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC ist die Entwicklung in dem Ostseestaat aktuell aber noch besser als in Deutschland. Doch ist das lettische Gesundheitswesen seit Jahren chronisch unterfinanziert.

20.28 Uhr: 52'518 Neuinfektionen und mehr als 400 Tote in Frankreich

In Frankreich sind binnen 24 Stunden erstmals mehr als 52'500 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Gesundheitsbehörde meldete 52'518 neu erfasste Ansteckungen. Der bisherige Höchstwert lag bei 52'010 gemeldeten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Die Behörden zählten ausserdem mehr als 400 Corona-Todesfälle innerhalb eines Tages in den Krankenhäusern. Das ist, rechnet man die Todesfälle in Altenheimen nicht dazu, der höchste Wert seit dem Frühjahr.

Die Corona-Lage verschlechtert sich in dem Land mit 67 Millionen Einwohnern seit Wochen dramatisch. Seit Freitag gilt bis mindestens Anfang Dezember ein landesweiter Lockdown. Die Menschen dürfen nur noch mit triftigem Grund das Haus verlassen und müssen dabei stets ein entsprechendes Formular bei sich tragen. Mehr als 37'400 Menschen im Land sind bereits im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Rund 20,6 Prozent der Corona-Tests sind nach Angaben von Montag positiv.

Frankreich meldet mit 52'518 Fällen einen Infektionsrekord. Ausserdem starben binnen 24 Stunden mehr als 400 Menschen an Covid-19.
Jean-Francois Badias/AP/dpa (Archivbild)

19.56 Uhr: Taskforce-Mitglied Dorn: «Gesellschaft hat Verantwortung für betroffene Branchen»

Laut Ökonom und Taskforce-Mitglied David Dorn soll die Gesellschaft bereit dafür sein, betroffene Branchen in der Corona-Pandemie zu unterstützen. Diese sagte Dorn gegenüber dem SRF. Demnach brächten etwa Tanzclubs oder Veranstalter «Opfer für die Gesellschaft».

Diese wiederum habe «eine Verantwortung, sich um diese Leute zu kümmern.» Dorn erklärte ausserdem, Kurz-Shutdowns seien nicht die Lösung, im Unternehmen aus der Krise zu führen. Demnach habe die Erfahrung gezeigt, dass man sie Situation ohnehin nicht innert zwei Wochen «wieder ins Lot» bringen könne.

19.41 Uhr: Zweite Corona-Welle macht sich in Konjunkturdaten bemerkbar

Die Stimmung in der Schweizer Industrie hat sich im Oktober wieder leicht verschlechtert. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex (PMI) liegt allerdings noch immer im Bereich, der ein Wachstum anzeigt. Im Dienstleistungssektor kam die Erholung dagegen bereits zum Stillstand. Der für die Industrie berechnete Einkaufsmanager-Index (PMI) ging im Berichtsmonat saisonbereinigt um 0,7 Punkte auf 52,3 Punkte zurück, wie die Credit Suisse mitteilte, die den Index zusammen mit dem Branchenverband Procure.ch. berechnet. Es ist der erste Rückgang nach zuvor drei Monaten mit steigenden Werten. Er liegt aber noch immer über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, dies zum dritten Mal in Folge.

Die kurzfristigen Aussichten auf dem Schweizer Arbeitsmarkt haben sich im vierten Quartal 2020 zwar verbessert. Ob sich die Erholung indes in den nächsten Monaten fortsetzen wird bleibt aber unklar, da die neuen Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu einem weiteren Beschäftigungsabbau führen könnten.

19.16 Uhr: Biden über Trump: «Dieser Typ ist eine Schande»

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat die Amerikaner am Tag vor der US-Wahl eindringlich zur Abwahl von Amtsinhaber Donald Trump aufgerufen. «Dieser Typ ist eine Schande», sagte Biden bei einem Auftritt in Cleveland im umkämpften Bundesstaat Ohio mit Blick auf Trumps Umgang mit der Corona-Pandemie, in der Biden dem Präsidenten Versagen vorwirft.



Der ehemalige US-Vizepräsident beklagte die mehr als 230'000 Toten und die hohe Zahl an täglichen Neuinfektionen. «Der erste Schritt, um dieses Virus zu schlagen, ist der Sieg über Donald Trump», sagte Biden. Er werde im Fall seines Sieges am ersten Tag im Amt handeln, um die Pandemie in den Griff zu bekommen.

18.48 Uhr: Experten halten weitere Corona-Wellen für wahrscheinlich

Europa muss sich nach Einschätzung des französischen Wissenschaftsrats auf weitere Corona-Infektionswellen einstellen. Das Beratergremium der französischen Regierung rechnet laut einem neuen Bericht mit «mehreren aufeinanderfolgenden Wellen» im Winter und Frühling. «Uns stehen also viele Monate mit einer äusserst schwierigen Situation bevor», warnten die Wissenschaftler, die die Regierung von Präsident Emmanuel Macron in der Corona-Krise beraten und auch den neuen landesweiten Lockdown empfohlen hatten.

Trotz der bisher verhängten Massnahmen werde es voraussichtlich nicht gelingen, weitere Infektionswellen zu verhindern, erklärte der Wissenschaftsrat. Dies gelte unter Berücksichtigung aller Parameter wie der Witterung, der Teststrategie und der Nachverfolgung von Infektionen. Daher sei es erforderlich, sich bis zur Zulassung erster Impfstoffe und Medikamente auf das «Management aufeinanderfolgender Wellen» einzustellen.

Macron hatte in der vergangenen Woche einen neuen landesweiten Lockdown verhängt, der bis zum 1. Dezember gelten soll. Seit Freitag ist das öffentliche Leben in Frankreich wieder auf ein Minimum zurückgefahren. Restaurants, Bars und die meisten Geschäfte sind geschlossen. Kitas und Schulen bleiben zwar geöffnet, ansonsten dürfen die Franzosen aber nur noch maximal eine Stunde pro Tag vor die Tür — und das auch nur im Umkreis von einem Kilometer um ihre Wohnung.

18.34 Uhr: Bulgarien muss Polizeibusse zum Transport von Corona-Patienten einsetzen

Die bulgarische Polizei muss angesichts der steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen beim Transport von Infizierten in die Krankenhäuser aushelfen. Die Polizei-Transporter, von denen sechs mit einem Team von Rettungssanitätern besetzt sind, sollen die 25 öffentlichen Krankenwagen in der Hauptstadt Sofia unterstützen, wie Gesundheitsminister Kostadin Angelow am Montag ankündigte.

Zusätzlich sollen bis Ende der Woche 17 neue Krankenwagen zur Verfügung stehen, fügte der Minister hinzu. Er stehe unter anderem mit einem Taxiunternehmen für den Krankentransport in Verhandlungen.

Angesichts der steigenden Patientenzahlen forderte das Gesundheitsministerium auch private Einrichtungen auf, sich für die Versorgung von Covid-19-Patienten zu öffnen. «Private Krankenhäuser, die den Ministerialerlass nicht anwenden, der sie verpflichtet, zehn Prozent ihrer Betten für Covid-19-Patienten bereitzustellen, werden nicht mehr von der Krankenkasse finanziert», warnte Angelow.

Am Samstag hatte der Tod eines 33-jährigen Mannes, der nach Angaben seiner Angehörigen stundenlang auf einen Krankenwagen gewartet hatte, eine Welle der Kritik in den Online-Netzwerken ausgelöst. «Die Ärzte sind erschöpft», sagte die Sprecherin des Rettungsdienstes von Sofia, Katia Soungarska. «Wir müssen alle Ressourcen gegen die Pandemie mobilisieren», fügte sie hinzu. Mehrere Krankenhäuser sehen sich inzwischen gezwungen, auf Medizinstudenten zurückzugreifen, da zahlreiche Ärzte und Pfleger sich mit dem Coronavirus infiziert haben.

Bulgarien, das die erste Welle des Virus im Frühjahr gut unter Kontrolle hatte, verzeichnet derzeit einen sprunghaften Anstieg der Neuinfektionen. In den vergangenen sieben Tagen erhöhte sich die Zahl der Infektionen um rund 80 Prozent auf insgesamt 54'000. Experten gehen allerdings davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch höher sind, da in Bulgarien nur wenige Corona-Tests vorgenommen werden.

18.21 Uhr: Slowakei testet zwei Drittel der Bevölkerung — Über 38'000 in Quarantäne

Bei einem landesweiten Massentest sind am Wochenende zwei Drittel der slowakischen Bevölkerung auf das neuartige Coronavirus getestet worden. In gut einem Prozent der Fälle wurde eine Infektion mit dem Virus festgestellt, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Das sind bei einer Gesamtzahl von 3,6 Millionen Getesteten 38'359 Infizierte. Die Slowakei hat 5,4 Millionen Einwohner.

«Wir haben einen grossen Sprung nach vorn gemacht», sagte Regierungschef Igor Matovic. Er warnte die Bürger jedoch davor, sich in falscher Sicherheit zu wiegen. «In Wirklichkeit könnten bis zu zwei Prozent unserer Einwohner infiziert sein. Das ist keineswegs eine gute Situation», fügte Matovic hinzu.

Eine weitere Runde von Tests ist für das kommende Wochenende geplant. Die Teilnahme ist nicht verpflichtend, aber jeder, der bei einer Polizeikontrolle kein negatives Testergebnis vorweisen kann, riskiert eine hohe Geldstrafe. Alle positiv getesteten Bürger müssen sich zehn Tage lang in Quarantäne begeben.

Die Slowakei will eines der ersten Länder der Welt sein, das seine gesamte Bevölkerung testet. Kleinere Länder wie Luxemburg haben dies bereits getan, ebenso einige chinesische Städte wie Wuhan, wo das Virus vermutlich ausgebrochen ist.

Das Programm ist jedoch umstritten, weil es Experten zufolge schlecht geplant wurde. Die slowakische Hausärztevereinigung kritisierte etwa, die hohe Konzentration von Menschen an den Teststellen stehe «im Widerspruch zu den Empfehlungen der Experten für Infektionskrankheiten».

Die Slowakei hatte in den vergangenen Wochen einen starken Anstieg der Coronavirus-Fälle verzeichnet, liegt jedoch noch immer unter dem EU-Durchschnitt. Am Montag wurden 1883 Neuinfektionen registriert, damit erhöht sich die Gesamtzahl der Fälle auf 61'829. 219 Infizierte starben bislang.

18.02 Uhr: Theater digital: Inszenierungen im Fernsehen und online

Theaterfans müssen während des Teil-Lockdowns im November nicht komplett auf Aufführungen verzichten. Der Sender 3sat zeigt in den kommenden Wochen unter anderem zwei Inszenierungen vom Berliner Theatertreffen 2020, wie eine Sprecherin mitteilte.

So ist am Samstag (7.11.) «Der Menschenfeind» in der Regie von Anne Lenk vom Deutschen Theater Berlin zu sehen, am 14. November folgt Alexander Giesches Inszenierung «Der Mensch erscheint im Holozän» vom Schauspielhaus Zürich. Die Inszenierung nach der Erzählung von Max Frisch ist Anfang Oktober in Wien mit dem renommierten Nestroy-Preis 2020 als Beste Aufführung im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet worden.

Auch die «Hamlet»-Inszenierung von Johan Simons am Schauspielhaus Bochum mit Sandra Hüller in der Hauptrolle ist ab dem 7. November für einen Monat in der 3sat-Mediathek abrufbar. Auf den Homepages verschiedener Theater seien zudem weitere Aufzeichnungen von Stücken der vergangenen Jahre zu sehen, die der Sender den Theatern zur Verfügung gestellt hat.

Eine Übersicht bietet zudem etwa das Portal nachtkritik.de, das einen Online-Spielplan veröffentlicht.

17.16 Uhr: Swiss-Flugbegleiterinnen unterstützten Zürcher Contact-Tracing

Das stark geforderte Contact-Tracing-Team des Kantons Zürich hat Unterstützung von unerwarteter Seite erhalten: Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Swiss helfen laut dem Kanton nun aus.

Der Zürcher Gesundheitsdirektion bedankte sich am Montagabend auf dem Kurznachrichtendienst Twitter für die «unkomplizierte» Unterstützung der Fluggesellschaft.

Die Anzahl der für das Contact-Tracing tätigen Mitarbeiter musste im Kanton Zürich in den vergangenen Wochen aufgrund der stark steigenden Corona-Fallzahlen bereits mehrfach erhöht werden.

17.11 Uhr: Spaniens Regierung lehnt Ausgangssperren ab

Die spanische Regierung hat die Forderung der Region Asturien nach Verhängung einer Ausgangssperre zur Eindämmung der rasant steigenden Zahl der Corona-Infektionen als unnötig abgelehnt. Gesundheitsminister Salvador Illa betonte am Montag, derzeit seien Ausgangsbeschränkungen rund um die Uhr wie während des monatelangen Lockdowns im Frühjahr nicht vorgesehen, wie die Zeitungen «El País» und «La Vanguardia» berichteten. Zunächst solle die Wirkung der bereits zur Einschränkung sozialer Kontakte ergriffenen Massnahmen abgewartet werden, habe Illa hinzugefügt. Dazu gehören in vielen Regionen nächtliche Ausgangssperren.

Der Regional-Regierungschef Asturiens, Adrián Barbón, hatte die Forderung nach einer neuen Ausgangssperre mit dem drohenden Kollaps des Gesundheitssystems in der im Norden des Landes gelegenen Region begründet. Eine derart einschneidende Massnahme überschreitet jedoch die Kompetenz einer Regionalregierung. Auch die spanische Nordafrika-Exklave Melilla hatte schon um die Möglichkeit gebeten, eine Ausgangssperre zu verhängen.

Wegen der landesweit stark steigenden Infektionszahlen hatte Ministerpräsident Pedro Sánchez erst vor einer Woche – gut vier Monate nach Ende eines ersten, mehr als dreimonatigen Corona-Notstandes – erneut den Alarmzustand ausgerufen. Das ist die dritthöchste Notstandsstufe Spaniens. Dieses Dekret der Regierung galt aber nur für zwei Wochen. Das Parlament stimmte dann am Donnerstag einer Verlängerung bis zum 9. Juni zu. Nur die im Kampf gegen Corona zuletzt erfolgreichen Kanaren sind davon ausgenommen.

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez. Foto: Pablo Blazquez Dominguez/POOL Getty/dpa
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat vor einer Woche erneut den Corona-Notstand ausgerufen. 
Bild: Keystone/POOL Getty/Pablo Blazquez Dominguez

Illa hatte am Freitag betont, dass der Alarmzustand in der vom Parlament verabschiedeten Form Ausgangssperren, bei denen die Menschen nur noch aus triftigem Grund die eigene Wohnung verlassen dürfen, nicht erlaube. Dafür würde es im Notfall der Zustimmung des Parlaments bedürfen.

Spanien ist eines der von der Corona-Krise am schwersten getroffenen Länder Westeuropas. 13 der 17 autonomen Gemeinschaften, die in etwa deutschen Bundesländern entsprechen, haben ihr Territorium für zunächst bis zu zwei Wochen abgeriegelt. Vielerorts gelten nächtliche Ausgangssperren und andere Einschränkungen.

16.59 Uhr: Berner Spitäler und Kliniken sollen Besuche wieder einschränken

Aufgrund der Coronasituation empfiehlt der Kanton Bern Spitälern und Kliniken, die Besuche wieder einzuschränken. Die bernische Gesundheitsdirektion hat die Eskalationsstufe erhöht und die Ampel von grün auf gelb gestellt.

Es ist dies die zweite von insgesamt vier Stufen. Aufgrund der neuen Eskalationsstufe wird auch die für Covid-19 Patienten reservierte Mindestzahl an Spitalbetten mit Beatmungsgeräten von 33 auf 55 erhöht.

Spitäler und Kliniken sollen aufgrund der Coronalage die Besuche einschränken. (Themenbild)
Bild: Keystone/Alessandro Della Valle

In einzelnen Regionen des Kantons Bern reichen die Kapazitäten in Spitälern und Kliniken derzeit nicht mehr aus, wie die bernische Gesundheitsdirektion am Montag mitteilte. Die betroffenen Patienten könnten jedoch in anderen Regionen betreut werden, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Gesundheitsdirektion empfiehlt den Spitälern und Kliniken, dass Patientinnen und Patienten nur einmal am Tag durch eine Person für eine Stunde besucht werden dürfen. Die Spitaldirektionen können für einzelne Patientengruppen in sachlich begründeten Fällen generell oder im Einzelfall Ausnahmen bewilligen.

16.47 Uhr: Neuenburg verhängt Lockdown

Auch Neuenburg verschärft seine Massnahmen gegen die Corona-Pandemie: In dem Kanton sind ab Mittwoch, 4. November, um 23 Uhr, Gastronomiebetriebe geschlossen, und auch Kinos, Theater, Fitnesscenter, Museen und dergleichen dürfen ab dann nicht mehr öffnen.

Für Veranstaltungen gilt die Obergrenze von fünf Personen, Ausnahmen gibt es für Beerdigungen, wenn die Anwesenden sitzen, sowie für politische Anlässe. Diese Massnahmen bleiben bis am 22. November in Kraft, wie es am Montag aus dem Staatsrat hiess. Man arbeite an einer finanziellen Abfederung für die Betroffenen, hiess es weiter.

16.37 Uhr: Genfer Staatsrat Maudet positiv auf Coronavirus getestet

Der Genfer Staatsrat Pierre Maudet ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Maudet, der vergangene Woche seinen Rücktritt angekündigt hat, ist bereits das dritte positiv getestete Mitglied der Genfer Kantonsregierung.

Der parteilose Maudet bestätigte in seinem neusten Newsletter vom Montag eine Meldung der Zeitungen "Le Temps" und "Tribune de Genève. Er habe das positive Testresultat am Sonntag erhalten. Vor ihm waren bereits die Staatsräte Antonio Hodgers und Nathalie Fontanet positiv getestet worden.

Der Genfer Staatsrat Pierre Maudet sprach an der Medienkonferenz von wiederholten Angriffen auf seine Person. Man habe immer wieder versucht, ihn beiseite zu stellen. (Archivbild)
Der Genfer Staatsrat Pierre Maudet wurde positiv auf Covid-19 getestet. (Archivbild)
Bild: Keystone/Salvvatore Di Nolfi

Der parteilose Magistrat hatte vergangene Woche seinen Rücktritt angekündigt. Er will im Amt bleiben, bis ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin den Eid abgelegt hat – und kündigte an, für seine eigene Nachfolge zu kandidieren.

Unmittelbar vor dieser Ankündigung hatte der bereits früher teilweise entmachtete Maudet seinen letzten Verantwortungsbereich verloren. Die Kantonsregierung entzog dem früheren FDP-Politiker das Departement für Wirtschaftsförderung provisorisch. Grund war ein externer Bericht über die Führung des Departements.

16.25 Uhr: Ärzte informieren Coronavirus-Infizierte direkt mit Covidcodes

Mit dem Coronavirus Infizierte können ab sofort direkt von Ärztinnen und Ärzten informiert werden, die selber testen oder testen lassen. Die Mediziner können neu selber Covidcodes generieren und diese per Telefon, SMS oder E-Mail an Patienten weitergeben. Dadurch können andere SwissCovid-App-Nutzer schneller gewarnt werden.

Die Ärztevereinigung FMH hat zusammen mit dem Computersicherheitsdienst HIN AG die entsprechenden technischen Möglichkeiten geschaffen, wie sie in einer Mitteilung von Montag schreibt. Für die Praxisärztinnen und Praxisärzte ist die Erzeugung und Weitergabe der Covidcodes freiwillig.

In Ergänzung zum Contact Tracing der kantonalen Behörden steht der Bevölkerung die SwissCovid App des Bundes zur Verfügung. Wird eine Person, welche die SwissCovid App heruntergeladen hat, positiv auf auf das Coronavirus (SARS-CoV-2) getestet, kann sie unter Verwendung eines Freischaltcodes (Covidcode) eine Warnung an diejenigen Nutzerinnen und Nutzer der SwissCovid App freigeben, mit denen sie während der möglicherweise ansteckenden Zeit körperlich in Kontakt stand.

Zur Weitergabe der Warnung an weitere App-Benutzer wird ein Freischaltcode, der sogenannte Covidcode, benötigt. Diesen erhalten positiv-getestete Personen in der Regel von den kantonalen Behörden.

16.11 Uhr: 157 neue Fälle und zwei Todesopfer in Baselland

Die Zahl der Neuinfektionen mit Coronavirus steigt im Kanton Basel-Landschaft weiter an. Am Montag wurden 157 neue Ansteckungen vermeldet gegenüber 147 am Vortag. Zudem mussten zwei weitere Todesopfer registriert werden.

Damit sind in Baselland bis am Montag insgesamt 43 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung verstorben, wie die Statistik auf der Website des Kantons aufzeigt. Positiv auf das Coronavirus getestet worden sind im Baselbiet bisher insgesamt 3093 Menschen.

Beatmungsgeräte sind wieder gefragt: Im Kanton Baselland mussten am Montag vier Covid-19-Patienten beatmet werden.
Bild: Keystone/Georgios Kefalas

In Isolation befanden sich am Montag 1105 Personen, 179 mehr als am Vortag. Die Zahl der Personen in Quarantäne stieg um 43 auf 952. In Spitalpflege befanden sich am Montag 33 Covid-19-Patienten gegenüber 34 Sonntag. Auf der Intensivstation lagen unverändert fünf Personen, von denen vier beatmet werden mussten.

Erstmals seit der ersten Corona-Welle standen im Weiteren am Montag im Baselbiet laut dem Kantonalen Krisenstabs wieder Zivilschützer im Einsatz. Vier bis höchstens zwölf Angehörige der Zivilschutzkompanie Birs mit Betreuer-Funktion unterstützen das Alterszentrum «Im Brüel» in Aesch, in welchem derzeit ein corona-bedingter Personalengpass herrscht.

16.03 Uhr: Corona-Ausbreitung in Tschechien verlangsamt

Im besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Tschechien zeichnet sich eine allmähliche Entspannung ab. Wie das Nachrichtenportal Novinky.cz am Montag unter Berufung auf Angaben des Gesundheitsministeriums berichtete, fiel die sogenannte Reproduktionszahl am Sonntag erstmals seit Herbstanfang wieder auf 1.

Die Reproduktionszahl gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter durchschnittlich ansteckt. Ein Wert über 1 bedeutet also eine Zunahme, ein Wert unter 1 einen Rückgang der Pandemie-Ausbreitung. Schon in den vergangenen drei Wochen hatten die tschechischen Gesundheitsbehörden ein kontinuierliches Sinken der Reproduktionszahl beobachtet, die noch am 9. Oktober bei 1,5 gelegen hatte.

Das tschechische Gesundheitsministerium sieht in der Verlangsamung der Corona-Ausbreitung einen Erfolg der strengen Gegenmassnahmen. Erst am Freitag stimmte das Parlament in Prag einer Verlängerung des geltenden Corona-Notstands bis zum 20. November zu. Innenminister Jan Hamacek schloss am Sonntag eine Verlängerung bis Weihnachten nicht aus. Unter anderem gilt in Tschechien eine nächtliche Ausgangssperre. Schulen, Restaurants sowie die meisten Geschäfte sind geschlossen.

Am Montag wurden in Tschechien nach offiziellen Angaben 180'797 Menschen als aktive Infektionsfälle gezählt. Seit Ausbruch der Pandemie bestätigte das Gesundheitsministerium 3429 Corona-Tote. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner in Tschechien binnen 14 Tagen am Montag bei 1575,2.

15.50 Uhr: Brexit-Partei wird Anti-Lockdown-Partei

15.40 Uhr: Wo bleibt die Queen während des Lockdowns?

Wie schon im Frühjahr sind die Queen und ihr Ehemann Prinz Philip nach Schloss Windsor gefahren, um den zweiten Teil-Lockdown dort gemeinsam zu verbringen. Das Paar sei am Montag vom ostenglischen Sandringham nach Windsor gereist, teilte der Buckingham-Palast  mit.

Wegen ihres hohen Alters gehören Queen Elizabeth (94) und der Herzog von Edinburgh (99) zur besonders gefährdeten Corona-Risikogruppe. Prinz Philip, der keine royalen Termine mehr wahrnimmt, verbringt normalerweise seine Zeit in Sandringham. Die Queen hatte ihn am Wochenende dort besucht.

Ab Donnerstag gilt in England ein verschärfter Teil-Lockdown. Auch den Frühjahrs-Corona-Lockdown hatte das Paar in Windsor verbracht - umgeben von einer sogenannten reduzierten «Bubble» von Angestellten, für die strenge Schutzvorkehrungen galten. Berichten zufolge soll sich Prinz William – wie auch sein Vater Prinz Charles – im Frühjahr mit dem Coronavirus infiziert haben.

15.30 Uhr: Nidwalder Schule muss schliessen

Im Kanton Nidwalden wird die Mittelschule wegen mehreren Coronafällen für zwei Wochen geschlossen. Die Schülerinnen und Schüler des Kollegiums St. Fidelis in Stans NW würden Fernunterricht erhalten, teilte die Bildungsdirektion mit.Gemäss dem Communiqué wurden in den letzten Tagen acht Personen, fünf aus der Schüler- und drei aus der Lehrerschaft, positiv auf das Coronavirus getestet.

Die Fälle traten in mehreren Klassen auf. Da die Infektionsketten nicht eindeutig nachvollziehbar seien, sei das Kollegium am Montagmittag geschlossen worden, hiess es. Die Bildungsdirektion betonte, dass es sich um eine vorsorgliche Massnahme für die Dauer von zwei Wochen handle. Sie sei in Absprache mit dem Kantonsarzt und der Gesundheits- und Sozialdirektion beschlossen worden.

Für die nicht erkrankten Schüler und Lehrer wurde keine Quarantäne angeordnet. Es wurde ihnen aber empfohlen, Kontakte mit anderen Personen so weit wie möglich zu meiden, und bei Symptomen zu Hause zu bleiben und sich beim Arzt zu melden. Für die Schüler- und Lehrerschaft kehrt mit der Schulschliessung die Situation zurück, die während des Lockdowns geherrscht hat: der Schulbetrieb wird im Fernunterricht weitergeführt.

Die Infrastruktur und die Erfahrung seien vorhanden, hiess es dazu in der Mitteilung der Bildungsdirektion. Es sei eine einschneidende Massnahme, die aber helfen solle, die Infektionsketten zu unterbrechen. Am Ziel, den Präsenzunterricht an den Nidwaldner Schulen solange wie möglich aufrecht zu erhalten, werde im Moment festgehalten.

Im Kanton Nidwalden hat die Zahl der positiv getesteten Personen vom Freitag- bis Sonntagabend von 462 auf 504 zugenommen. 8 Personen befanden sich am Sonntag in Spitalpflege, 2 davon auf der Intensivstation.

15.15 Uhr: Schwyz hält an strengeren Regeln fest

Im Kanton Schwyz bleiben private Veranstaltungen von mehr als 30 Personen untersagt. Der Regierungsrat hat entschieden, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie an den kantonalen Massnahmen, die über die des Bundes hinausgehen, festzuhalten, und die maximale Veranstaltungszahl somit nicht auf 50 anzuheben. Schwyz hatte auf Montag, 26. Oktober angesichts der hohen Fallzahlen die Schraube angezogen.

Am 28. Oktober gab der Bundesrat neue Massnahmen für die ganze Schweiz bekannt, die aber teilweise weniger einschränkend sind als die des Kantons Schwyz. Der Regierungsrat habe am Freitag an einer ausserordentlichen Sitzung beschlossen, an den kantonalen Massnahmen festzuhalten, teilte die Staatskanzlei am Montag mit.

Er wolle zunächst prüfen, wie sich die kantonalen Massnahmen auf die Entwicklung der Fallzahlen auswirken würden. Die Gesundheitsdirektoren der Zentralschweiz hatten vom Bundesrat vergeblich gefordert, die Veranstaltungsgrösse auf 30 Personen zu beschränken. Neben Schwyz hat bislang aber einzig Obwalden diese härtere Gangart beschlossen.

Das Spital Schwyz am Mittwoch, 14. Oktober 2020. Seit zehn Tagen nimmt die Zahl der Corona-Ansteckungen im inneren Kantonsteil rasant zu, teilte das Spital am Mittwoch mit. Mittlerweile seien 30 bis 40 Prozent der im Corona-Center des Spitals Schwyz gemachten Tests positiv. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Das Spital Schwyz am 14. Oktober 2020. 
Bild: Ke<ystone

Schwyz hatte sich nicht nur bei der Grösse von privaten Veranstaltungen, sondern auch bei der Maskenpflicht für schärfere Massnahmen als der Bund entschieden. So muss im Kanton Schwyz bereits auf der Sekundarstufe I und nicht erst auf der Sekundarstufe II eine Maske getragen werden. Auch an Arbeitsplätzen im Innern müssen im Kanton Schwyz alle eine Maske tragen.

Im Kanton Schwyz sind bislang 1701 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Im Schnitt der letzten sieben Tage gab es täglich 136 neue Ansteckungen. 54 Personen befinden sich im Spital, zwei von ihnen müssen künstlich beatmet werden.

15 Uhr: 440 Tote im Iran

Der Iran hat am Montag einen traurigen Rekord vermelden müssen: 440 Bürger sind innert 24 Stunden an Covid-19 gestorben, berichtet die Nachrichtenagentur «Reuters». Damit erhöhte sich die Opferzahl auf nun 35'738.

Auch imm Iran sind Schulen, Moscheen, Geschäfte und Restaurants seit Anfang Oktober geschlossen. Heute trat ein viertägiges Reiseverbot in Kraft, dass 25 Städte des Landes betrifft.

14.20 Uhr: Merkel warnt vor «akuter Notlage»

13.26 Uhr: Lockdown in Belgien – «Knuffelcontact» erlaubt

Wegen dramatisch gestiegener Corona-Infektionszahlen gelten in Belgien seit Montag neue Regeln zur Pandemiebekämpfung. Die meisten Geschäfte müssen wieder schliessen, Bars und Restaurants sind ohnehin schon zu. Doch auch wenn Abstandhalten das Gebot der Stunde ist, erobert ein Wort über Nähe die Herzen der Menschen ausserhalb des Landes: Die Belgierinnen und Belgier dürfen bis Mitte Dezember weiter einen «Knuffelcontact» zu Hause empfangen, wie die Regierung mitteilte. Dieser Person darf man ganz normal ohne Abstandsregeln begegnen - also sind auch Händeschütteln, Umarmungen, Küsschen und alle anderen physischen Kontakte erlaubt.

Auf niederländisch bedeutet «knuffelen» so viel wie drücken oder schmusen. Im deutschsprachigen Ostbelgien wird deswegen einfach von Kuschelkontakten gesprochen. Auch an Singles wurde gedacht: Sie dürfen noch einen zweiten «Knuffelcontact» haben – allerdings nicht beide gleichzeitig einladen, wie die Regierung betonte. Für viele Nutzerinnen und Nutzer in den Sozialen Medien ist der «Knuffelcontact» schon jetzt das Wort des Jahres.

Belgien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Die Behörden des Elf-Millionen-Einwohner-Landes meldeten zuletzt im Sieben-Tages-Schnitt knapp 15'600 registrierte Fälle pro Tag. Pro 100'000 Einwohner wurden nach EU-Vergleichszahlen binnen 14 Tagen 1735,3 Neuinfektionen gemeldet, in Deutschland waren es im Vergleichszeitraum nur 215,3.

13.01 Uhr: Machu Picchu feierlich wiedereröffnet

Die weltberühmte Inka-Stätte Machu Picchu in Peru ist nach monatelanger Schliessung wegen der Corona-Pandemie wieder für Besucher zugänglich. Das wichtigste Touristenziel des südamerikanischen Andenstaats wurde am Sonntag (Ortszeit) mit einem uralten Ritual feierlich wiedereröffnet. Aus Sicherheitsgründen dürfen nur 675 Besucher pro Tag die Stätte betreten. Das sind lediglich 30 Prozent der Zahl vor der Pandemie.

Die im 15. Jahrhundert erbaute Inkastadt Machu Picchu in den Anden gehört zu den grössten Touristenattraktionen Südamerikas. Sie wurde 1983 in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen. Eigentlich hatte Machu Picchu bereits im Juli wieder öffnen sollen. Insgesamt war die Stätte acht Monate lang geschlossen. Das von Touristen abhängige Peru hat stark unter dem Ausbleiben von Besuchern während der Gesundheitskrise gelitten.

12.28 Uhr: Deutsche Verteidigungsministerin in Quarantäne

Die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat sich nach Bekanntwerden eines Corona-Falls in ihrem privaten Umfeld in Quarantäne begeben. Ein erster Test auf das Virus sei negativ ausgefallen, erklärte ihr Ministerium am Montag. Dennoch begebe sie sich nun «vorsorglich» für sechs Tage in Quarantäne.

Geht auf Nummer sicher: Die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer geht in Quarantäne.
Bild: Keystone

Zu der positiv getesteten Person habe die Ministerin acht Tage zuvor Kontakt gehabt, hiess es in der Erklärung. Mit der sechstägigen Quarantäne wolle sie nun dafür sorgen, dass «insgesamt ein Abstand von 14 Tagen zu dem Kontakt besteht», erklärte das Ministerium. Neben ihrem Ministerinnenamt ist Kramp-Karrenbauer derzeit noch CDU-Vorsitzende.

12.15 Uhr: Berner Fasnacht abgesagt

Die Berner Fasnacht 2021 findet aufgrund der Corona-Pandemie nicht statt. Der organisierende Fasnachtsverein hatte zunächst noch Optionen für eine Fasnacht «light» geprüft. Aufgrund der verschärften Cornona-Massnahmen musste er aber auch diese Pläne verwerfen. Der Entschluss sei «schweren Herzens» gefällt worden, schreibt der Verein in einer Mitteilung vom Montag. Viele Fasnachtsfreunde hätten Ideen geliefert für eine der aktuellen Situation angepasste Fasnacht.

Zur Diskussion standen etwa eine Beizenfasnacht, ein Maskenball, ein Guggekonzert auf dem Münsterplatz, Platzkonzerte oder eine Kinderfasnacht ausserhalb der Altstadt. Solche Szenarien hat der Verein auch mit der Stadt und anderen involvierten Personen besprochen.

Der Berner Fasnachtsbär schläft eine Runde weiter: die Fasnacht 2021 in der Bundesstadt ist aufgrund der Coronasituation abgesagt worden.
Der Berner Fasnachtsbär schläft eine Runde weiter: die Fasnacht 2021 in der Bundesstadt ist aufgrund der Coronasituation abgesagt worden.
Bild: Keystone/Peter Schneider

Doch die Pandemielage im Kanton Bern machte alledem einen Strich durch die Rechnung. Die Berner Fasnachtstradition will eigentlich, dass die Guggen am 11.11. um 11.11 Uhr den Fasnachtsbären in den Winterschlaf im Käfigturm begleiten. Dies ist der Startschuss zur närrischen Zeit. Die eigentliche Fasnacht findet jeweils im Februar/März statt. Dann wird auch der Fasnachtsbär geweckt.

Anders im nächsten Jahr: da wird der Fasnachtsbär einfach eine Runde weiter schlafen. Auf der Homepage des Vereins Bärner Fasnacht ist er am 11. November aber dennoch zu sehen: als Filmstar in einem Video. Die nächste ordentliche Fasnacht soll im Jahr 2022 steigen.

12 Uhr: 21'926 neue Infektionen innert 72 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innert 72 Stunden 21'926 neue Coronavirus-Ansteckungen bei insgesamt 88'863 Tests gemeldet worden. Das entspricht einer Positivitätsrate von 24,7 Prozent. Zudem registrierte das BAG 93 neue Todesfälle und 497 Spitaleinweisungen.

Am vergangenen Montag waren für das Wochenende 17'440 neue Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2-Virus gemeldet worden, vor zwei Wochen deren 8737 und vor drei Wochen 4068. Die 14-Tage-Inzidenz (Neuansteckungsrate) pro 100'000 Einwohner stieg auf 1060,7.

Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 176'177 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, wie das BAG weiter mitteilte. Insgesamt 7476 Personen mussten wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg auf 2130.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden bisher 2'022'249 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19. Über die vergangenen zwei Wochen gesehen, fiel das Resultat bei 24,8 Prozent der Tests positiv aus.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung waren am Montag nach Angaben des BAG 39'883 Personen in Isolation und 31'903 standen unter Quarantäne. Zusätzlich sassen 10'884 Heimkehrerinnen und Heimkehrer aus Risikoländern in Quarantäne.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden innert 72 Stunden knapp 22'000 neue Ansteckungen mit Covid-19 festgestellt. (Symbolbild)
Bild: Keystone

11.52 Uhr: Kosovo verhängt Teil-Lockdown

Die Regierung des Kosovos hat einen teilweisen Lockdown verfügt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Unter anderen müssen seit Montag Gaststätten und Einkaufszentren zwischen 21 und 5 Uhr schliessen. Öffentliche Veranstaltungen, darunter auch Hochzeiten und Demonstrationen, sind untersagt. Menschen, die älter als 65 Jahre sind, dürfen ihr Zuhause nur von 6 bis 10 Uhr sowie von 16 bis 19 Uhr verlassen. Die Massnahmen gelten vorerst für zwei Wochen.

Binnen 24 Stunden hatten sich im Kosovo, einem Land mit 1,8 Millionen Einwohnern, zuletzt nachweislich 337 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, wie die Behörden am Sonntag mitteilten. Im selben Zeitraum waren sieben Menschen an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben.

Seit Beginn der Pandemie im März haben sich in dem kleinen Balkanland 20'179 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, das die Krankheit Covid-19 auslösen kann. Bislang wurden 688 Tote gemeldet. Die Zahl der aktiven Fälle gaben die Behörden am Sonntag mit 3880 an, das sind 210,3 pro 100 000 Einwohner.

11.20 Uhr: Mehr als 1,2 Millionen Tote weltweit

Die Zahl der Opfer der Pandemie hat weltweit 1,2 Millionen überschritten, wie Zahlen der Johns Hopkins University zeigen. Das Gros davon hatten mit 230'996 Verstorbenen die USA zu beklagen. Es folgen Brasilien (160'074) und Indien (122'607), Mexiko (91'895) und Grossbritannien (46'807).

Die Zahl der Ansteckungen liegt demnach weltweit bei gut 46,5 Millionen. Die USA liegen hier mit 9'207'364 Fällen vorne. Dahinter kommen Indien (8'229'313), Brasilien (5'545'705), Russland (1'642'665) und Frankreich (1'458'999).

11.10 Uhr: Keine Nachtbusse mehr im Glarnerland

Im Glarnerland verkehren vorläufig keine Nachtbusse mehr. Das Angebot wird auf das kommende Wochenende hin eingestellt.

Die Einstellung erfolgt vorerst unbefristet, wie die Glarner Behörden am Montag mitteilten. Der Grund sind die aktuellen Ausgehbestimmungen des Bundes wegen des Coronavirus. Angeordnet wurde unter anderem eine Sperrstunde ab 23 Uhr.

10.55 Uhr: Israel testet Impfstoff am Menschen

In Israel haben Forscher damit begonnen, einen möglichen Corona-Impfstoff am Menschen zu testen. Wie «The Times of Israel» berichtet, haben ein Patient in Tel Aviv und ein Patient in Jerusalem den Impfstoff namens Brilife bekommen und würden nun 24 Stunden beobachtet.

10.35 Uhr: Österreichs Gesundheitssystem vor Kollaps

Ohne eine Trendwende bei den Corona-Neuinfektionen steuert Österreich nach den Worten des Gesundheitsministers Rudolf Anschober auf eine baldige Überlastung des Gesundheitssystems zu.

Mit einer kritischen Lage wäre dann in der zweiten Novemberhälfte zu rechnen, sagte Anschober am Montag in Wien. Binnen einer Woche sei die Anzahl der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten um 78 Prozent gestiegen. Daher sei es notwendig, dass sich die Bevölkerung strikt an die neuen Massnahmen im teilweisen Lockdown halte.

Diesen Dienstag schliessen die Gastronomie und fast das gesamte Kultur- und Freizeitangebot, landesweit ist das Verlassen der Wohnung zwischen 20 und 6 Uhr nur zu bestimmten Zwecken erlaubt.

Am Montag wurden laut Anschober in Österreich 4135 Neuinfektionen verzeichnet. Das sei zwar deutlich weniger als zuletzt, aber wohl der für das Wochenende typischen geringeren Anzahl der Meldungen geschuldet. Die Regierung rechne in dieser Woche weiterhin mit stark steigenden Zahlen, sagte Anschober. Der Effekt des teilweisen Lockdowns werde sich erst in rund zwei Wochen zeigen.

10.15 Uhr: Trump droht Fauci

US-Präsident Donald Trump hat mit der Entlassung des Virus-Experten Anthony Fauci gedroht. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Opa-locka in Florida äusserte sich Trump in der Nacht zum Montag frustriert darüber, dass der Anstieg der Fälle mit dem Coronavirus in den USA weiterhin viel in den Nachrichten vorkomme. Damit löste er «Fauci entlassen»-Rufe unter Tausenden seiner Anhänger aus.

«Sagt es keinem, aber lasst mich bis etwas nach der Wahl warten», sagte Trump daraufhin. Er schätze ihren «Rat». Seine Aussagen kurz vor der Präsidentschaftswahl am Dienstag dürften dafür sorgen, dass Trumps Umgang mit dem Coronavirus weiter im Mittelpunkt des Wahlkampfs stehen wird. Zuvor war Trump noch nie so direkt gewesen mit einer ernsthaften Andeutung, Fauci entlassen zu wollen.

Fauci ist der ranghöchste US-Experte für ansteckende Krankheiten. Er ist Mitglied der Coronavirus-Taskforce des Weissen Hauses. Trump hatte bislang Bedenken geäussert, dass es politische Konsequenzen hätte, wenn er den beliebten und angesehenen Arzt vor dem Wahltag feuern würde. Fauci hatte am Wochenende den Umgang mit dem Virus und Trump-Äusserungen dazu deutlich kritisiert.

epa08691253 Anthony Fauci, director of National Institute of Allergy and Infectious Diseases at NIH, testifies during a Senate Health, Education, and Labor and Pensions Committee on Capitol Hill, in Washington, DC, USA, 23 September 2020. EPA/Graeme Jennings / POOL
Mal wieder im Visier des US-Präsidenten: Anthony Fauci, Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases, hier Ende September in Washington.
Bild: Keystone

Die USA müssten in den kommenden Wochen wegen eines Anstiegs der Coronavirus-Fälle mit «sehr viel Schmerz» fertig werden, sagte Fauci in einem Interview der Zeitung «The Washington Post». Das Land könne «nicht schlechter aufgestellt sein», um gegen eine Zunahme der Fälle vorzugehen.

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden nehme die Lage «aus einer Perspektive der öffentlichen Gesundheit ernst». Trump «blickt auf sie aus einer anderen Perspektive», sagte Fauci. Dabei würden «die Wirtschaft und die Wiedereröffnung des Landes» betont.

10 Uhr: Schlechte Zahlen für Europa

Die Zahl der Neuansteckungen in Europa hat sich in nur fünf Wochen verdoppelt, meldet die Nachrichtenagentur «Reuters». Am Sonntag wurde die Zahl von zehn Millionen bekannten Corona-Fällen getoppt. Lateinamerika und Asien haben die Marke im September überstiegen.

Europa hat also neun Monate gebraucht, um fünf Millionen Fälle anzuhäufen – und etwas weniger als einen Monat, um diese zu verdoppeln. Obwohl in Europa nur zehn Prozent der Weltbevölkerung leben, gibt es hier 22 Prozent aller Infektionen und 23 Prozent aller Todesopfer weltweit.

9.30 Uhr: Corona im US-Wahlkampf

9.10 Uhr: Berner Fasnacht abgesagt

Die Berner Fasnacht 2021 findet aufgrund der Coronapandemie nicht statt. Der organisierende Fasnachtsverein hatte zunächst noch Optionen für eine Fasnacht «light» geprüft. Aufgrund der verschärften Cornonamassnahmen musste er aber auch diese Pläne verwerfen.

Der Entschluss sei «schweren Herzens» gefällt worden, schreibt der Verein in einer Mitteilung vom Montag. Viele Fasnachtsfreunde hätten Ideen geliefert für eine der aktuellen Situation angepasste Fasnacht.

Zur Diskussion standen etwa eine Beizenfasnacht, ein Maskenball, ein Guggekonzert auf dem Münsterplatz, Platzkonzerte oder eine Kinderfasnacht ausserhalb der Altstadt. Solche Szenarien hat der Verein auch mit der Stadt und anderen involvierten Personen besprochen.

Doch die Pandemielage im Kanton Bern macht alledem einen Strich durch die Rechnung. Die Berner Fasnachtstradition will eigentlich, dass die Guggen am 11.11. umd 11 Uhr 11 den Fasnachtsbären aus seinem Winterschlaf im Käfigturm aufwecken. Dies ist der Startschuss zur närrischen Zeit. Die eigentliche Fasnacht findet jeweils im Februar/März statt.

Anders im nächsten Jahr: da wird der Fasnachtsbär einfach eine Runde weiterschlafen. Auf der Homepage des Vereins Bärner Fasnacht ist er am 11. November aber dennoch zu sehen: als Filmstar in einem Video. Die nächste ordentliche Fasnacht soll im Jahr 2022 steigen.

8.50 Uhr: Diskussionen um Maskenpflicht

In Sachen Maskenpflicht hat die Schweiz offenbar noch Redebedarf: Wann der Gesichtsschutz im Freien getragen werden muss, scheint vielen Bürgern nicht klar zu sein. Das sieht auch Marcel Tanner so, der Mitglied der Corona-Taskforce des Bundes ist.

«Ordnungskräfte müssen so wohl immer wieder mit Passanten diskutieren, ob eine Einkaufsstrasse nun belebt ist oder nicht», sagte Tanner dem «Tages-Anzeiger». In Deutschland oder Frankreich würden Schilder auf belebte Zonen aufmerksam machen, in denen Masken vorgeschrieben seien.

Die Berner seien in diesem Punkt disziplinierter als die Zürcher, so die Zeitung. In der Hauptstadt war die Pflicht früher eingeführt worden. «Die grosse Mehrheit hält sich daran», so die Berner Kantonspolizei. «Und wer keine Maske trug, reagierte meist verständnisvoll, wenn wir sie darauf hingewiesen haben.»

8 Uhr: Prinz William litt an Atemnot

Der britische Prinz William hat Medienberichten zufolge eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden. Er sei im April, etwa zur selben Zeit wie sein Vater Prinz Charles, positiv auf das Virus getestet worden, berichtete die «BBC» unter Berufung auf Palastkreise und die Zeitung «The Sun».

Diese berichtete, William habe bei seinen telefonischen und Videoterminen nichts gesagt, weil er keine Sorgen auslösen wollte. Der Kensington-Palast wollte sich am Sonntag nicht dazu äussern, dementierte den Bericht aber auch nicht. Der «Sun» zufolge wurde William von Ärzten des Palastes behandelt und befolgte die Richtlinien zur Isolierung im Anwesen seiner Familie Anmer Hall.

Prinz Charles hatte im März leichte Symptome einer Covid-19-Erkrankung. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach seiner Genesung sagte er, er habe während seiner Erkrankung den Geschmacks- und Geruchssinn verloren.

7.15 Uhr: Trump kritisiert Europa

US-Präsident Donald Trump hat Kritik an den «drakonischen Lockdowns» in Europa geübt und solche Massnahmen für die USA trotz stark steigender Infektionszahlen ausgeschlossen. «Schauen Sie sich an, was in Europa passiert ist», sagte Trump am Sonntagabend bei einem Wahlkampfauftritt in Hickory im Bundesstaat North Carolina. «Die Menschen begehren auf, sie wollen und können das nicht mehr tun.»

Trump fügte hinzu: «Europa hat drakonische Lockdowns verhängt, und trotzdem explodieren ihre Fallzahlen, die Zahl ihrer Toten nimmt stark zu, und ihre Wirtschaften sind – seien wir ehrlich, Sie sehen, was passiert – sie sind in Trümmern.» Er fügte hinzu, natürlich wünschten die USA Europa nur Gutes.

Kritik kann er: US-Präsident Donald Trump.
Bild: Keystone

Der Republikaner warf seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden vor, dass dieser im Fall eines Sieges bei der Präsidentenwahl am Dienstag einen Lockdown in den USA verhängen und «Amerika in einen Gefängnisstaat» verwandeln zu wollen. «Der Biden-Lockdown wird zu unzähligen Toten führen und eine ganze Generation an Träumen auslöschen.» Trump lobte erneut sein Krisenmanagement in der Corona-Pandemie, das eine Mehrheit der Amerikaner seit Monaten negativ bewertet.

Biden hat keinen Lockdown angekündigt, sondern versprochen, auf den Rat der Wissenschaftler zu hören. Er schrieb am Sonntag auf Twitter: «Donald Trump hat den Versuch aufgegeben, das Virus unter Kontrolle zu bringen.» Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) überschritten die USA am Freitag erstmals die Marke von 99'000 registrierten Neuinfektionen.

Mit ihren 330 Millionen Einwohnern sind die Vereinigten Staaten etwa viermal so gross wie Deutschland, hatten am vergangenen Freitag aber rund fünfmal so viele Neuansteckungen. Nach den JHU-Statistiken hat die Pandemie in den USA bisher mehr als 230'000 Menschen das Leben gekostet – mehr als 20-mal so viele wie in der Bundesrepublik.

6.30 Uhr: Zürcher Musikschulen hoffen auf Bundesrat

Die Musikschulen im Kanton Zürich rufen den Bundesrat dazu auf, das Singverbot im Zuge der jüngst verschärften Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus nochmals zu überdenken. Die Musikschulen erfüllten einen pädagogischen Auftrag.

In der Covid-19-Verordnung, die der Bundesrat am 28. Oktober um weitere Massnahmen ergänzt habe, sei festgehalten, dass das Singen im Musikunterricht der obligatorischen Schulen weiterhin zulässig sei, schreibt der Verband Zürcher Musikschulen in einem offenen Brief an den Bundesrat, der am Montag verschickt worden ist.

Leider gehörten die Musikschulen nicht zu den obligatorischen Schulen. Im Kanton Zürich hätten die Musikschulen jedoch schon lange vor den meisten obligatorischen Schulen und lange vor den meisten Gesangvereinen ein tragfähiges Schutzkonzept entwickelt. Dieses Konzept werde seither konsequent umgesetzt.

Die Musikschulen seien in Sachen Musik mindestens ebenso kompetent wie die obligatorische Schule. Sie würden wie diese grösstenteils vom Staat und von den Gemeinden finanziert. «Wir sind gerne bereit, jede weitere sinnvolle Massnahme umzusetzen. Doch bitte, nehmen Sie Abstand vom gegenwärtigen Verdikt. Lassen Sie uns singen», schreiben die Musikschulen in ihrem Brief an den Bundesrat weiter.

Die Musikschulen im Kanton Zürich rufen den Bundesrat in einem offenen Brief dazu auf, das Singverbot für solche Schulen aufzuheben. (Symbolbild)
Bild: Keystone/Gaetan Bally

5.37 Uhr: Über 12'000 neue Fälle in Deutschland gemeldet

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 12'097 neue Positiv-Tests in Deutschland. Insgesamt haben sich 545'027 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion steigt um 49 auf 10’530. Allerdings fallen die Zahlen am Sonntag für gewöhnlich niedriger aus, da die Gesundheitsämter am Wochenende häufig nicht alle Daten übermitteln.

5.25 Uhr: Chinas Wirtschaft auf Zehn-Jahres-Hoch

Die Stimmung in den Chefetagen chinesischer Unternehmen ist so gut wie seit fast zehn Jahren nicht mehr, jetzt wo China das Coronavirus weitgehend im Griff zu haben scheint. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) des Wirtschaftsmagazins «Caixin» für das herstellende Gewerbe stieg im Oktober von 53,0 im Vormonat auf 53,6 Punkte. Das wichtige Konjunkturbarometer erreichte damit den höchsten Stand seit Januar 2011, wie das Blatt am Montag berichtete. Über 50 Punkte zeigt der Index eine Expansion der Industrie an, während darunter von einer Kontraktion auszugehen ist.

In China waren im Dezember die ersten Infektionen mit dem Coronavirus entdeckt worden. Inzwischen hat die zweitgrösste Volkswirtschaft die Pandemie mit strengen Quarantäne-Massnahmen, Massentests, Kontaktverfolgung und Einreisebeschränkungen unter Kontrolle gebracht. Heute werden in der Volksrepublik nur noch vereinzelt kleinere lokale Ausbrüche wie zuletzt in Nordwestchina publik, ansonsten nur wenige importierte Fälle. So haben sich der Alltag und die Wirtschaftstätigkeit normalisieren können.

Das herstellende Gewerbe erholte sich denn auch im Oktober weiter, indem sich sowohl Nachfrage als auch Angebot verbesserten. «Unternehmen sind sehr geneigt, ihre Lager auszubauen», sagte Caixin-Ökonom Wang Zhe. «Die Preise sind stabil. Der Geschäftsbetrieb verbessert sich, und Unternehmer sind zuversichtlich.»

Die neue Welle der Infektionen mit dem Virus in anderen Ländern lässt allerdings die Nachfrage aus dem Ausland nach Produkten «made in China» wieder langsamer wachsen, auch wenn die neuen Exportaufträge im Oktober den dritten Monat in Folge weiter zulegten. «Die Drehungen und Wendungen bei den Infektionen im Ausland bleiben Gegenwind für die Ausfuhren», sagte Wang Zhe.



4.30 Uhr: Schnelltests in Apotheken und Praxen erlaubt

Ab heute sind in der Schweiz Corona-Schnelltests gratis in Apotheken und Arztpraxen erlaubt. Die Antigen-Schnelltests sind zwar fehleranfälliger als die bisherigen PCR-Tests, liefern aber ein Ergebnis innerhalb von 15 bis 20 Minuten. Mit der Einführung will der Bundesrat, dass mehr Menschen getestet werden können.

Wie der «Blick» berichtet, werden die ersten Apotheken die Corona-Schnelltests frühestens in ein- bis eineinhalb Wochen einsetzen können. Zuerst würden die Tests in bestimmten Apotheken in den Kantonen Zürich und Schaffhausen verfügbar sein. Es handele sich um jene sieben Apotheken, die seit Oktober bereits Abstriche für herkömmliche PCR-Tests machen. Doch am Sonntagabend erklärte einer der Apotheker, Lorenz Schmid aus Zürich, der Zeitung, dass man die Schnelltests frühestens in ein- bis eineinhalb Wochen einsetzen könne. Bis Ende Jahr sollen landesweit 600 Apotheken Schnelltests machen können.

Der Bund hat die Tests je nach Bevölkerungszahl an die Kantone geliefert. Die Verzögerung sei darauf zurückzuführen, dass die Kantone die Tests erst noch bewilligen müssten, sagte Schmid dem «Blick». Hinzu komme, dass die Apotheken, die bisher keine PCR-Tests machten, zuerst ihr Personal auf den Nasen-Rachen-Abstrich schulen müssen. Ebenso müssten die Apotheken ihre bestehenden Schutzkonzepte anpassen. Um den Schutz der Kunden und des Personals zu gewähren, werden manche Apotheken offenbar im Freien ein Zelt aufstellen oder leer stehende Räumlichkeiten in der Nähe bereitstellen, wie der Apothekerverband Pharmasuisse mitteilte.

Mit den Schnelltests wächst die Kapazität auf täglich bis zu rund 50'000 Untersuchungen. Die Testergebnisse werden dem Bundesamt für Gesundheit automatisch übermittelt. Empfohlen werden Schnelltests für Menschen mit Symptomen seit weniger als vier Tagen, nicht aber für Risikogruppen.

3.49 Uhr: Ausnahmezustand in Kantonen Genf und Jura

In den Kantonen Genf und Jura gilt ab heute angesichts der angespannten Situation im Gesundheitswesen wegen der Pandemie der Ausnahmezustand. Im Jura müssen bis mindestens am 15. November alle Bars und Restaurants sowie weitere öffentliche Einrichtungen von Museen bis Sportzentren schliessen. Ansammlungen von über fünf Menschen sind untersagt.

Auch im Kanton Genf gelten ab 19:00 Uhr bis mindestens Ende Monat strengere Massnahmen. Restaurants und Bars bleiben geschlossen. Läden, die keine Lebensmittel verkaufen, sowie Kinos, Theater, Fitnesszentren, Schwimmbäder und Kunsteisbahnen bleiben ebenfalls zu. Betroffen sind auch Coiffeure, Schönheits- sowie Spiel- und Erotiksalons.

Masken dabei: Adrien Bron (l.)  Generaldirektor des Genfer Gesundheitsdepartements (DGS), der Genfer Staatsrat Mauro Poggia (M.) und die Genfer Kantonsärztin Aglae Tardin (r.) auf dem Weg zur Medienkonferenz am Sonntag,  auf der sie neue Corona-Massnahmen verkünden.
Bild: Keystone/Martial Trezzini

3.13 Uhr: Deutschland im Teil-Lockdown

Ab heute treten in Deutschland härtere Einschränkungen zur Bekämpfung der Coronapandemie in Kraft. Der gemeinsame Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur noch Menschen aus zwei Hausständen erlaubt, höchstens aber zehn Personen. Das Angebot in der Gastronomie sowie Übernachtungsangebote werden massiv eingeschränkt. Zahlreiche Betriebe und Einrichtungen wie Opern, Theater, Schwimmbäder und Fitnessstudios müssen schliessen. Anders als beim Lockdown im Frühling bleiben Schulen und Kitas offen.



2.54 Uhr: Verschärfte Schutzmassnahmen in Italien

Italiens Regierung plant für Anfang dieser Woche eine erneute Verschärfung der Corona-Schutzmassnahmen. Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen will Ministerpräsident Giuseppe Conte am heutigen Montag im Parlament in Rom eine Erklärung abgeben und anschliessend per Dekret neue Restriktionen erlassen. Vorgesehen sind nach Medienberichten regionale Lockdowns in Virus-Hotspots wie der Lombardei und in Metropolen wie Neapel und Genua. Reisen zwischen den Regionen könnten stark eingeschränkt werden.

2.03 Uhr: WHO-Chef nach Corona-Kontakt in Quarantäne

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, begibt sich nach Kontakt mit einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person in häusliche Quarantäne. «Es geht mir gut und ich habe keine Symptome, aber ich werde mich in den kommenden Tagen selbst unter Quarantäne stellen und von zu Hause aus arbeiten, so wie es die WHO-Richtlinien vorsehen», schrieb Tedros am Sonntag auf Twitter. Es sei extrem wichtig, dass grundsätzlich jeder diesen Richtlinien folge, erklärte er weiter. «So brechen wir die Infektionsketten, unterdrücken das Virus und schützen Gesundheitssysteme.»

Der frühere Gesundheits- und Aussenminister Äthiopiens ist ein Experte für ansteckende Krankheiten und trat sein Amt bei der WHO im Jahr 2017 an. Er äusserte sich auf Twitter nicht dazu, ob er selbst positiv auf das Virus getestet wurde.

2 Uhr: Trump kritisiert «drakonische Lockdowns» in Europa

US-Präsident Donald Trump hat Kritik an den «drakonischen Lockdowns in Europa» geübt und solche Massnahmen für die USA trotz stark steigender Infektionszahlen ausgeschlossen. «Schauen Sie sich an, was in Europa passiert ist», sagte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) bei einem Wahlkampfauftritt in Hickory im Bundesstaat North Carolina. «Die Menschen begehren auf, sie wollen und können das nicht mehr tun.» Trump fügte hinzu: «Europa hat drakonische Lockdowns verhängt, und trotzdem explodieren ihre Fallzahlen, die Zahl ihrer Toten nimmt stark zu, und ihre Wirtschaften sind – seien wir ehrlich, Sie sehen, was passiert – sie sind in Trümmern.» Er fügte hinzu, natürlich wünschten die USA Europa nur Gutes.

Der Republikaner warf seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden vor, im Fall seines Sieges bei der Präsidentenwahl am Dienstag einen Lockdown in den USA verhängen und «Amerika in einen Gefängnisstaat» verwandeln zu wollen. «Der Biden-Lockdown wird zu unzähligen Toten führen und eine ganze Generation an Träumen auslöschen.» Trump lobte erneut sein Krisenmanagement in der Pandemie, das eine Mehrheit der Amerikaner seit Monaten negativ bewertet. Biden hat keinen Lockdown angekündigt, sondern versprochen, auf den Rat der Wissenschaftler zu hören. Er schrieb am Sonntag auf Twitter: «Donald Trump hat den Versuch aufgegeben, das Virus unter Kontrolle zu bringen.»

Nach Daten der Johns Hopkins University (JHU) überschritten die USA am Freitag erstmals die Marke von 99’000 registrierten Neuinfektionen. Mit ihren 330 Millionen Einwohnern sind die Vereinigten Staaten etwa viermal so gross wie Deutschland, hatten am vergangenen Freitag aber rund fünfmal so viele Neuansteckungen. Nach den JHU-Statistiken hat die Pandemie in den USA bisher mehr als 230’000 Menschen das Leben gekostet – mehr als 20-mal so viele wie in der Bundesrepublik.

0.06 Uhr: Farage macht aus Brexit- die Anti-Lockdown-Partei

Der prominente Brexit-Verfechter Nigel Farage will seine Brexit-Partei zur Anti-Lockdown-Partei umkrempeln. Die neue Partei solle künftig den Namen Reform UK tragen, schreibt Farage in einem Beitrag für die Zeitung «The Telegraph».

Die Bewegung stehe für einen «fokussierten Schutz» nur für die in der Coronavirus-Pandemie am stärksten gefährdeten Personen. Farage ist Chef der Brexit-Partei. Der britische Premierminister Boris Johnson hatte am Samstag angesichts steigender Corona-Infektionen erneut einen Lockdown für England angeordnet.

0 Uhr: EU-Staaten sollen zügig Aufbaufonds anschieben

Der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU), rügt die aus seiner Sicht zu langwierigen Gespräche über das milliardenschwere EU-Corona-Aufbaupaket. «Es ist jetzt an den EU-Staaten, dies auf den Weg zu bringen», sagte der CSU-Politiker der «Bild» (Montag). Er forderte die Regierungen in Ungarn, Polen und den Niederlanden auf, ihre Blockadehaltung aufzugeben, «damit die Parlamente der Mitgliedstaaten endlich die Beratungen aufnehmen können». Weiter sagte er: «Wenn die Corona-Hilfen nicht ab Anfang 2021 fliessen können, dann würde der Wiederaufbau nach der Coronakrise verzögert und Vertrauen in die Politik verloren gehen. Das darf nicht passieren.»

Weber betonte, das EU-Parlament habe bereits im September grünes Licht dafür gegeben, dass die EU Kredite für den Wiederaufbaufonds aufnehmen kann. Der EVP-Fraktionschef machte jedoch auch klar, dass «die Unabhängigkeit von Justiz und Medien gewährleistet sein» muss, um Geld aus dem Hilfsfonds zu erhalten.

Für den Fonds will die EU-Kommission Schulden von 312,5 Milliarden Euro aufnehmen, die bis 2058 gemeinschaftlich aus dem EU-Haushalt zurückgezahlt werden sollen. Deutschland wird voraussichtlich gut 50 Milliarden Euro mehr zur Finanzierung beisteuern, als es aus dem Topf erhält. Die Bundesrepublik wäre demnach grösster Nettozahler des Wiederaufbaufonds.

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