Wenn das Päckli im Laden plötzlich um die Hälfte teurer ist

gbi

19.6.2019 - 11:01

Das Porto für Pakete kann sich je nach Aufgabeort deutlich unterscheiden.
Bild: Keystone/Peter Schneider

Post-Kunden können Pakete auch im Laden aufgeben. Das Porto kostet dann unter Umständen aber deutlich mehr. Die Begründung überrascht.

Anfang Mai haben die Post und die Migros einen neuen Service eingeführt. In rund 300 Filialen des Detailhändlers können Kunden seither Pakete verschicken und abholen

Eine Hörerin der Sendung «Espresso» von Radio SRF hat kürzlich von diesem Angebot Gebrauch gemacht und an einem dieser sogenannten Service-Points ein Paket aufgegeben. Das Porto kostete sie elf Franken. Später stellte sie fest: Am Postschalter hätte sie dieselbe Sendung nur sieben Franken gekostet. 

Die Post bestätigte gegenüber dem Radiomagazin, dass es für Pakete zwei unterschiedliche Tarife gebe. Einmal wird dieser nach Gewicht und Volumen berechnet – das ist in Postfilialen und Postagenturen der Fall. Beim zweiten Tarif ist nur das Volumen eines Pakets entscheidend. Diese Regelung gilt bei den Paketautomaten der Post und bei den sogenannten Service-Punkten – wie in den Migros-Läden oder in Bäckereien. 

Der Grund für die unterschidelichen Tarife lägen in der Infrastruktur, sagte Post-Sprecherin Masha Foursova: «Oft lassen es die Platzverhältnisse bei unseren Partnern nicht zu, eine Paketwaage aufzustellen.» Deshalb zähle dort nur die Grösse des Pakets. Migros und Post empfehlen, beim Personal nachzufragen, wenn man beim Aufgeben an einem Service-Point nicht sicher ist, welcher Tarif gilt. Bis 2020 will die Post ihr Netz auf 4'200 Aufgabepunkte ausbauen.

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