AHV-Pläne Reiche Rentner reagieren

kru

21.5.2019

Senioren am Bahnhofsplatz von Zermatt. (Symbolbild)
Senioren am Bahnhofsplatz von Zermatt. (Symbolbild)
Keystone

Geht es nach den Jungen Grünliberalen, soll vermögenden Senioren die AHV gestrichen werden. Diese Pläne stossen bei vielen reichen Rentnern auf Widerstand.

Um die AHV zu sanieren, wollen die Jungen Grünliberalen reichen Rentnern die Leistungen streichen. Wie der «Blick» berichtet, halten zahlreiche vermögende Senioren nicht viel von diesen Plänen. Oswald Grübel etwa, früherer Chef von UBS und CS, sagt, es handele sich lediglich um eine «Reichensteuer», die der AHV langfristig schade.

Der Thurgauer Immobilienunternehmer und frühere FDP-Nationalrat Hermann Hess bezeichnet den JGLP-Vorschlag als «psychologisch ungeschickt» und ineffizient. Auch SP-Nationalrätin Verena Kiener Nellen kann sich mit dem Vorschlag nicht anfreunden: «Wir dürfen die Solidarität zwischen den Bevölkerungsgruppen nicht durch irgendwelche Ausgrenzungskriterien untergraben», sagt sie.

Zustimmung findet die Idee der Jungen Grünliberalen beim Rockmusiker Chris von Rohr und beim Unternehmer Hausi Leutenegger. «Superreiche sollten keine AHV-Rente erhalten», sagt Leutenegger. Und von Rohr schwebt ein Sonderbeitrag vor, den Superreiche leisten sollten, damit arme Rentner «wenigstens nicht noch ihre karge AHV versteuern müssen.»

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