Saab nimmt mit Gripen E nicht an Flugtests teil

SDA/uri

13.6.2019

Der schwedische Hersteller Saab nimmt mit seinem Kampfjet Gripen E nicht an den Kampfflugzeugtests in Payerne teil. Das könnte das Aus für die schwedische Bewerbung bedeuten.

Der Gripen E des schwedischen Herstellers Saab wird nicht an den Flugtests im Hinblick auf die Beschaffung eines neuen Kampfflugzeugs in der Schweiz teilnehmen. Saab folgt damit laut eigenen Angaben einer Empfehlung des Bundesamtes für Rüstung Armasuisse.

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Der Grund dafür sei, dass die Tests nur zur Evaluation von 2019 bereits operationell einsatzbereiten Flugzeugen entwickelt worden seien, heisst es in einer Mitteilung von Saab vom Donnerstag. Die Flugtests sind Teil des Evaluationsverfahrens im Hinblick auf die Beschaffung eines neuen Kampfflugzeugs ab 2025 für acht Milliarden Franken.



Saab-Terminplan nicht auf Schweiz ausgerichtet

Der Gripen E werde Jahre vor der geplanten Auslieferung an die Schweiz in Dienst gestellt werden und alle geforderten Vorgaben erfüllen, hält Saab fest. Der Entwicklungsterminplan von Gripen E sei jedoch nicht auf das Schweizer Vorhaben ausgerichtet, bereits 2019 voll einsatzfähige Flugzeuge zu testen. Saab habe daher beschlossen, nicht an den Schweizer Flugtests in Payerne VD vom 24. bis 28. Juni teilzunehmen.

Wie der «Tages-Anzeiger» indes berichtet, habe Darko Savic, der Programmverantwortliche von Armasuisse für die Kampfjetbeschaffung, bereits Ende Januar in einem Brief angekündigt, dass ein Hersteller vom Wettbewerb ausgeschlossen werde, sobald er eine Testaufgabe nicht erfüllen könne. Das könne laut der Zeitung nun wiederum bedeuten, dass für den Gripen kaum noch Chancen auf eine Anschaffung durch die Schweizer Luftwaffe bestehe.

Gripen wurde bereits einmal abgelehnt

Im Hinblick auf die Beschaffung eines neuen Kampfjets als Ersatz für die F/A-18 werden in der Schweiz das Tarnkappenflugzeug F-35 von Lockheed Martin, die F/A-18 Super Hornet von Boeing, der Rafale des französischen Herstellers Dassault und das Airbus-Flugzeug Eurofighter Flugtests unterzogen.



Angefragt worden für eine Offerte war auch der schwedische Hersteller Saab mit dem Gripen E. Die Beschaffung von 22 Gripen-Kampfjets für 3,1 Milliarden Franken war in einer Volksabstimmung vom 18. Mai 2014 bereits einmal abgelehnt worden.

Bilder aus der Schweiz
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