Einkaufstourismus Corona-Shutdown beschert Schweizer Detailhändlern sattes Plus

tgab

27.6.2020

Einkaufen in den Nachbarländern ist für Schweizer wieder möglich. Während der Grenzschliessungen profitierten die heimischen Detailhändler massiv.
Einkaufen in den Nachbarländern ist für Schweizer wieder möglich. Während der Grenzschliessungen profitierten die heimischen Detailhändler massiv.
Bild: KEYSTONE

Wegen dem wochenlangen Lockdown konnten die Schweizer nicht zum Shoppen in die Nachbarländer fahren. Sie gaben das Geld stattdessen im eigenen Land aus. Wieviel beziffert nun eine Untersuchung.

Nachdem die Grenzen zu Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich als Bestandteil der Corona-Eindämmungsmassnahmen 13 Wochen lang geschlossen waren, blieb den Schweizern nichts anderes übrig, als im eigenen Land einzukaufen. Den hiesigen Geschäften kam das zugute – und das nicht zu knapp.

Forscher der Universitäten St. Gallen und Lausanne haben in Zusammenarbeit mit Datenspezialisten bei SIX BBS und Novalytica die Summe nun beziffert: Satte 600 Millionen Schweizer Franken spülte die Coronakrise den heimischen Händlern zusätzlich in die Kassen. Ohne den Lockdown aufgrund der grassierenden Pandemie wäre wohl ein Grossteil dieser Summe zu Händlern in den angrenzenden Ländern geflossen.



Vor allem die Detailhändler in den grenznahen Kantonen konnten sich laut Analyse über deutlich steigenden Profit freuen: Im Thurgau um 24, in Basel-Land um 22 und in Schaffhausen um 21 Prozent. «Wir müssen jetzt sehen, wie sich diese Zahlen ab Mitte Juni entwickeln», so die Autoren der Studie gegenüber «Blick».

Dagegen mussten die grenznahen Regionen im Ausland herbe Verluste hinnehmen. Laut den Wissenschaftlern belaufen sich die Einbussen auf bis zu 83 Prozent. Diese drastischen Verluste könnten aber schon bald der Vergangenheit angehören. Schliesslich ist für die Schweizer seit dem 15. Juni das Einkaufen bei den Nachbarn wieder erlaubt.



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