Bundesratsbericht So viel verdienen die Kaderleute staatsnaher Betriebe

SDA/phi

21.6.2019 - 12:50

Post-CEO Susanne Ruoff gibt im März 2018 eine Pressekonferenz. Die Managerin trat am 8. Juni wegen der Postauto-Affäre zurück.
Post-CEO Susanne Ruoff gibt im März 2018 eine Pressekonferenz. Die Managerin trat am 8. Juni wegen der Postauto-Affäre zurück.
Bild: Keystone

Die Kader staatnaher Betriebe haben 2018 weniger verdient als im Vorjahr. Trotz ihres Rücktritts nach dem Postauto-Skandal könnte Susanne Ruoff am meisten Geld bekommen.

Die Topsaläre bei Betrieben des Bundes sinken weiter. Zum ersten Mal seit langem hat der bestverdienende Spitzenkader, SBB-Chef Andreas Meyer, weniger als eine Million Franken verdient. Er erhielt im vergangenen Jahr 987'442 Franken.

2017 wurden ihm noch 1'007'235 Franken aufs Konto überwiesen, wie der vom Bundesrat veröffentlichte Kaderlohn-Bericht zeigt. Grund für den Rückgang beim Lohn ist die Reduktion der variablen Entschädigung für alle Mitglieder der Konzernleitung auf 40 Prozent. gleichzeitig wurden die Fixgehälter erhöht.

Andere Einkommensliga – die Topverdiener des Sports:

Komplizierter ist die Situation bei der Schweizerischen Post. Dort gab es im vergangenen Jahr einen Wechsel an der Spitze. Ulrich Hurni übernahm nach dem Rücktritt von Susanne Ruoff im Juni 2018 interimistisch die Führung. Diese gab er im April 2019 an Roberto Cirillo ab.

Wie Ruoff SBB-Meyer überholen könnte

Trotzdem erhielt Ruoff 2018 wegen ihrer sechsmonatigen Kündigungsfrist einen Jahres-Fixlohn von 620'000 Franken ausbezahlt. Über die Freigabe der zusätzlichen Boni in Höhe von insgesamt 453'280 Franken wird erst nach Abschluss der Untersuchungen des Bundesamtes für Polizei fedpol zu den Verletzungen des Subventionsrechts im Postauto-Skandal entschieden.

Beim aufgeführten Betrag handelt es sich um das Maximum, welches ausbezahlt werden könnte. Erhält Ruoff diesen, wäre sie im vergangenen Jahr mit einer Entlöhnung von total 1,1 Millionen Franken sogar die Topverdienerin gewesen.

SBB-Chef Andreas Meyer bleibt weiterhin der Topverdiener bei den bundesnahen Betrieben, auch wenn er zum ersten Mal seit langem weniger als eine Million Franken ausbezahlt bekam. 
SBB-Chef Andreas Meyer bleibt weiterhin der Topverdiener bei den bundesnahen Betrieben, auch wenn er zum ersten Mal seit langem weniger als eine Million Franken ausbezahlt bekam. 
Source: KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD

Einfacher ist die Statistik der Postfinance zu lesen. Deren Chef Hansruedi Köng bekam im vergangenen Jahr 828'977 Franken ausbezahlt – Fixlohn und Boni zusammengezählt. Zu den weiteren Topverdienern gehören Ruag-CEO Urs Breitmeier (776'795 Franken) und Suva-Chef Felix Weber (613'375 Franken). Dahinter kommen die Geschäftleiter der Finma, SRG und Skyguide.

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