2262 Neuinfektionen in drei Tagen +++ Über 60 Prozent vollständig geimpft

Agenturen/red

11.10.2021

Die Zahl der Neuinfektionen sinkt weiter: Das BAG meldete 2262 neue Corona-Fälle innert 72 Stunden. Unterdessen erhielten nunmehr über 60 Prozent der Bevölkerung die zweite Impfdosis. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Agenturen/red

11.10.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 2262 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG acht neue Todesfälle und 38 Spitaleintritte.

Vor einer Woche waren innerhalb von 72 Stunden 2629 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem waren es sieben neue Todesfälle und 41 Spitaleintritte gewesen.

Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 159,3 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 1. Oktober bei 0,89.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 72,6 Prozent. 16,7 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Insgesamt wurden bis Sonntagabend 10'268'050 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Bis Montag wurden 10'711'332 Dosen verabreicht.

Personen, die andere zur Corona-Impfung motivieren, sollen keinen 50-Franken-Gutschein erhalten, findet der Zürcher Regierungsrat mit Blick in die Zukunft. (Symbolbild)
Über 60 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer sind nun vollständig geimpft.
KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ (Symbolbild)

Mehr als 60 Prozent vollständig geimpft

60,5 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft - womit der Sprung über die 60-Prozent-Hürde gemacht ist, wie aus den BAG-Zahlen vom Montag weiter hervorgeht. Allerdings weist die Schweiz auch damit noch immer eine der tiefsten Impfquoten in ganz Europa auf. Bislang wurden 6'561'117 Zertifikate für vollständig Geimpfte ausgestellt.

In den 72 Stunden vor Montag wurden dem BAG 99'573 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 11'212'163 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, wie das BAG weiter mitteilte. Insgesamt gab es 850'679 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus.

33'120 Personen mussten bisher wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung belief sich auf 10'751.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung befanden sich nach Angaben des BAG 8434 Menschen in Isolation und 5932 Menschen in Quarantäne.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das BAG meldet vom Wochenende 2262 Neuinfektionen bei 99'573 Tests. Innert 72 Stunden starben acht Personen an Covid-19, 38 wurden hospitalisiert.
  • Der Antikörper-Cocktail ZD7442 des Pharmaunternehmens Astrazeneca soll die Risiken für schwere Covid-Verläufe und Todesfälle laut einer Studie um 50 Prozent senken. 
  • Tanja Stadler, Chefin der wissenschaftlichen Taskforce des Bundes, ist offen für die Debatte rund um die Frage, ob künftig auf das Coronavirus getestete Personen von Freiheiten profitieren sollen oder ob diese nur noch für geimpfte und genesene Personen gelten sollen.
  • Ab heute sind in der Schweiz Corona-Tests für asymptomatische Personen kostenpflichtig, ausser für unter 16-Jährige und Erstgeimpfte.
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  • 21.28 Uhr
    Tausende Brasilianer pilgern zu Fest für Schutzpatronin für Gesundheit

    Mehr als 15'000 Brasilianer sind in den vergangenen Tagen in Richtung des brasilianischen Wallfahrtsortes Aparecida gepilgert. Dies berichtete das Nachrichtenportal «G1» unter Berufung auf die Verwaltung der Bundesstrasse «Presidente Dutra», die durch Teile der Bundesstaaten Rio de Janeiro und São Paulo führt, am Montag. Der 12. Oktober ist in Brasilien Feiertag zu Ehren der Schutzheiligen des Landes.

    Viele Pilger sind dem Bericht zufolge unterwegs, um entweder für eine überstandene Covid-19-Erkrankung zu danken oder um Schutz bei einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus zu bitten. Brasilien hatte am Freitag die Marke von 600'000 Toten seit Beginn der Pandemie überschritten. Elf Menschen wurden laut «G1» bei Unfällen mit Pilgern auf der Dutra-Bundesstrasse an- oder überfahren, vier von ihnen starben.

    Im vergangenen Jahr fanden die Messen in der riesigen Basilika «Nossa Senhora Aparecida» wegen der Corona-Pandemie hinter verschlossenen Türen statt, nur wenige Gläubige durften teilnehmen. Angesichts der fortgeschrittenen Impfkampagne soll nun mit Schutz- und Hygienemassnahmen wieder ein grösseres Publikum zugelassen sein. Auf rund 18'000 Quadratmetern Fläche bietet die Basilika 45'000 Sitz- und 25'000 Stehplätze. Sie gilt damit nach dem Petersdom im Vatikan als zweitgrösste Basilika der Welt.

    Aparecida hat gerade einmal rund 35'000 Einwohner. 1717 sollen dort Fischer eine knapp 40 Zentimeter hohe Marienstatue im Wasser entdeckt haben, die aus dem Dorf den bedeutendsten Wallfahrtsort Brasiliens und eine der grössten Pilgerstätten der Welt machte. Die Madonnenfigur soll den Fischern nämlich sofort volle Netze beschert und später weitere Wunder bewirkt haben.

    Die schwarze Madonna mit Diamantenkrone und bodenlangem blauen Umhang ist in Brasilien praktisch in jedem Haushalt, in jeder Autowerkstatt, in Bussen oder im Büro zu sehen. Aparecida ist mit europäischen Wallfahrtsorten wie Lourdes oder Fátima vergleichbar.

  • 21.11 Uhr
    Zahl der Corona-Tests im Sinkflug

    Seit heute Montag sind Corona-Tests in der Schweiz nicht mehr gratis. Erwartungsgemäss wirkt sich das auch auf die Zahl der durchgeführten Tests aus, wie der SRF unter Berufung auf Apotheken, Testzentren und Walk-In-Tester berichtet. Demnach seien die Terminanfragen entsprechend gesunken.

    So berichtet etwa der Mitinhaber zweier Testzentren in der Innerschweiz von einer Halbierung der durchgeführten Tests. Ähnliche Entwicklung auch in den Apotheken: In Bahnhofapotheke in Langenthal etwa habe man den Testbetrieb bereits nach 45 Minuten eingestellt — statt der üblichen 150 seien nur 50 Personen erschienen. 

  • 20.56 Uhr
    Frankreich mit Schwung aus der Coronakrise

    Die französische Regierung hat ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr uf 6,25 Prozent angehoben. «Das Wachstum ist stark, solide und dynamisch», sagte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire in der Nationalversammlung. «Wir werden im Dezember 2021 wieder dasselbe Niveau der Aktivität wie vor der Krise haben», fügte er mit Blick auf die Corona-Krise hinzu.

    Die Abgeordneten beraten seit Montag den Haushalt 2022. Im kommenden Jahr werde das Defizit nicht die fünf Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) überschreiten, erklärte Le Maire. Im derzeitigen Haushaltsentwurf ist ein Defizit von 4,8 Prozent des BIP eingeplant, aber Präsident Emmanuel Macron will am Dienstag milliardenschwere Wirtschaftshilfen ankündigen, die im Haushalt noch nicht enthalten sind.

    Le Maire verwies auch auf die finanzielle Hilfe des Staates angesichts der hohen Energiepreise: etwa 600 Millionen Euro für den so genannten Energiescheck für benachteiligte Haushalte und fünf Milliarden Euro für Steuererleichterungen bei der Stromversorgung.

  • 20.17 Uhr
    Ungeimpfter Bolsonaro ärgert sich über verpasstes Fussballspiel

    Der ungeimpfte brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist nach eigenen Angaben aufgrund von Corona-Beschränkungen am Besuch eines Fussballspiels gehindert worden. Er habe in der Stadt Santos ein Meisterschaftsspiel besuchen wollen, habe dies aber wegen seines Impfstatus unterlassen, sagte Bolsonaro. «Warum ein Impf-Pass? Ich wollte jetzt (das Spiel von) Santos sehen und sie sagten, ich müsste geimpft sein. Wieso sollte das so sein?», sagte Bolsonaro vor Journalisten nahe Santos.

    Der brasilianische Senat untersucht derzeit den Umgang Bolsonaros mit der Pandemie. Nach Daten des Gesundheitsministeriums sind in dem Land mehr als 600'000 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gestorben.

    Santos teilte mit, Bolsonaro habe nicht darum gebeten, dem Spiel beizuwohnen, in dem Santos Gremio mit 1-0 schlug. Die Behörden haben den Fussballclubs erlaubt, die Stadien bei Meisterschaftsspielen bis zu 30 Prozent ihrer Kapazität zu füllen. Die Regeln sehen vor, dass alle Zuschauer geimpft und auf das Coronavirus getestet sind.

  • 19.26 Uhr
    Lufthansa zahlt Teil der deutschen Staatshilfen zurück

    Die Lufthansa hat nach ihrer Kapitalerhöhung wie geplant einen Teil der milliardenschweren Staatshilfen Deutschlands zurückgezahlt. Dies betreffe den beanspruchten Teil der ersten stillen Einlage des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) von 1,5 Milliarden Euro (rund 1,6 Milliarden Franken), teilte der Konzern mit. Bis Jahresende will die Muttergesellschaft der Swiss auch die zweite stille Einlage über eine Milliarde Euro zurückzahlen und den nicht genutzten Teil der ersten Einlage kündigen.

    Der deutsche Staat hatte die Lufthansa mithilfe des WSF in der Corona-Krise vor dem wirtschaftlichen Aus bewahrt, nachdem das Fluggeschäft fast vollständig zusammengebrochen war. Zusammen mit Österreich, Belgien und der Schweiz — wo die Konzerntöchter Austrian Airlines, Brussels Airlines und Swiss ihren Sitz haben — stellte die Bundesrepublik dafür neun Milliarden Euro (rund 9,65 Milliarden Franken) bereit. Sie wurden von Lufthansa nie komplett in Anspruch genommen.

    Passagiermaschinen der Lufthansa stehen auf dem Rollfeld des Flughafens Frankfurt.
    Lufthansa zahlt einen Teil der Staatshilfen zurück.
    Boris Roessler/dpa

    Einen Kredit der Staatsbank KfW hatte der Konzern bereits früher zurückgezahlt. Mit der Ausgabe neuer Aktien sammelte die Lufthansa nun brutto 2,16 Milliarden Euro (2,32 Milliarden Franken) ein, um weitere Hilfen ablösen zu können.

  • 18.53 Uhr
    Lettland erklärt Gesundheitsnotstand

    Wegen einer starken Zunahme der Corona-Infektionen hat Lettland einen dreimonatigen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Nach den neuen Regeln dürfen öffentliche Gebäude nur noch mit Schutzmaske betreten werden, alle Angestellten des öffentlichen Dienstes müssen bis zum 15. November geimpft sein. Zuletzt wurden unter den 1,9 Millionen Einwohnern der Balten-Republik täglich mehr als eintausend Neuinfektionen registriert.

    Wer nicht geimpft ist, darf in Lettland künftig keinen Supermarkt mehr betreten. Nur Geschäfte des täglichen Bedarfs dürfen am Wochenende öffnen. Alle Letten sind aufgerufen, im Home Office zu arbeiten. Regierungschef Krisjans Karins schrieb auf Twitter, er fordere seine Landsleute auf, sich «nicht zu versammeln, nicht zu besuchen und Ihre Kontakte zu beschränken».

    Nur 48 Prozent der Letten sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das ist eine der niedrigsten Impfquoten in Europa, nur in Bulgarien, Rumänien und Kroatien ist die Impfquote noch niedriger.

  • 18.12 Uhr
    Thailand öffnet ab 1. November Grenzen für geimpfte Flugreisende aus dem Ausland

    Thailand öffnet seine Grenzen ab dem 1. November für vollständig geimpfte Flugreisende aus dem Ausland. Zugelassen werden zunächst Touristen aus zehn Staaten, die als Niedrigrisikoländer gelten, wie Regierungschef Prayut Chan-O-Cha am Montag erläuterte. Dazu zählen neben Deutschland unter anderem die USA, China, Grossbritannien und Singapur. Im Dezember soll die Regelung dann auf weitere Länder ausgeweitet werden.

    Bedingung sei, dass die Betroffenen bei ihrer Ankunft einen negativen PCR-Test vorweisen und sich nach der Einreise nochmals testen lassen, sagte Prayut. «Danach können sie so frei wie Thailänder reisen».

    Derzeit müssen geimpfte Touristen mindestens sieben Tage in einem Hotel in Quarantäne bleiben. Eine Ausnahme bietet die Insel Phuket, wo Urlauber sich frei bewegen dürfen und nach einer Woche in andere Regionen weiterreisen können.

    Prayut räumte ein, dass die Entscheidung zu einem Anstieg der Corona-Infektionen führen könnte. Doch sei es wichtig, den Menschen in Thailand wieder eine wirtschaftliche Perspektive zu geben.

    Die Corona-Pandemie hat dem für die thailändische Wirtschaft bedeutenden Tourismus-Sektor schwer zugesetzt. Er erwirtschaftet normalerweise fast 20 Prozent des thailändischen Bruttoinlandsproduktes. Im vergangenen Jahr verlor das südostasiatische Königreich wegen der ausbleibenden Urlauber aus dem Ausland rund 50 Milliarden Dollar an Einnahmen.

    Thailand verzeichnete bislang insgesamt mehr als 1,7 Millionen Corona-Infektionsfälle und über 17'700 Tote.

  • 17:05 Uhr
    WHO-Beirat empfiehlt dritte Impfdosis für Immungeschwächte

    Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollen laut einem internationalen Expertengremium eine dritte Dosis des Corona-Impfstoffs erhalten.

    Damit könne sichergestellt werden, dass sie vor einer Infektion in etwa so gut geschützt seien wie Menschen mit intaktem Immunsystem, die zwei Dosen erhalten haben, berichteten die Fachleute in Genf. Sie gehören zum unabhängigen Beirat für Immunisierungsfragen (SAGE) der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die dritte Dosis solle zwischen ein und drei Monaten nach der ursprünglichen Impfung verabreicht werden.

    Das SAGE-Team betonte, dass es bei ihrer Empfehlung nicht um eine dritte Impfung für die allgemeine Bevölkerung gehe. Vielmehr hat die WHO Regierungen, die viel Impfstoff haben, aufgerufen, von solchen Angeboten abzusehen. Sie sollten ihre Dosen stattdessen an Länder abgeben, die bislang noch nicht genügend Impfstoff haben, um die Bedürftigsten zu schützen.

    In rund 50 Ländern vor allen in Afrika sind weniger als zehn Prozent der Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Es werde inzwischen genügend Impfstoff produziert, damit bis Ende des Jahres 40 Prozent der Menschen in allen Ländern der Welt geimpft werden können. Problem sei die ungleiche Verteilung. Das müsse dringend gelöst werden.

    Wie lang hält der Schutz der Corona-Impfung an? Neue Daten zeigen, dass der Schutz vor schweren Krankheitsverläufen auch ein halbes Jahr nach der Impfung noch sehr hoch ist.
    Die WHO empfiehlt Immungeschwächten eine dritte Impfdosis.
    Oliver Berg/dpa/Symbolbild
  • 16.32 Uhr
    Ärmere Länder verpassen Erholung von der Corona-Krise

    Ärmere Länder profitieren nach Ansicht der Weltbank kaum von der wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Krise. Der Aufschwung sei «dramatisch ungleich», und Entwicklungsländer stünden weiter vor grossen Herausforderungen, mahnte Weltbank-Präsident David Malpass zu Beginn der gemeinsamen Jahrestagung der Organisation mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF).

    Weil den ärmeren Ländern Impfstoffe und der finanzielle Spielraum zur Unterstützung der Konjunktur fehlten, wachse die Ungleichheit zwischen Ländergruppen, erklärte Malpass. «Das Pro-Kopf-Einkommen in Industrieländern soll 2021 um fast 5 Prozent wachsen, aber nur 0,5 Prozent in den armen Ländern.»

    Für viele Entwicklungsländer werde es Jahre dauern, bis das Einkommensniveau wieder auf den Wert von vor der Pandemie steigen werde. Die Pandemie habe zu einer «tragischen Umkehr» des Trends für Entwicklungsländer und der Verringerung der Armut geführt, sagte der Weltbank-Präsident weiter.

    Weltbank-Präsident David Malpass mahnte, dass ärmere Länder von der Erholung der Wirtschaft nicht profitierten (Archivbild).
    KEYSTONE/EPA/HOW HWEE YOUNG
  • 15.58 Uhr 
    Kanton Zürich verschärft Regeln für Test-Anbieter 

    Anbieter von Covid-19-Tests im Kanton Zürich dürfen pro verantwortliche Fachperson nicht mehr beliebig viele Teststellen betreiben. Neu gilt laut der Gesundheitsdirektion eine Limite von 10 Teststellen. Personen, die sich an repetitiven Massentests beteiligen, erhalten im Kanton Zürich weiterhin kein Covid-Zertifikat.

    Mit einem aktualisierten Merkblatt erinnert die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich die Betreiber von Covid-Testzentren an die geltenden Anforderungen, wie sie am Montag mitteilte.

    Zudem beschränkt die Gesundheitsdirektion die Anzahl Teststellen, die pro Verantwortliche Fachperson betrieben werden dürfen auf 10. Als Fachpersonen gelten Ärztinnen und Ärzte, Laborleiter sowie Apotheker mit kantonaler Berufsausübungsbewilligung.

    Im Kanton Zürich erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer von repetivien Covid-Tests weiterhin kein Covid-Zertifikat. (Symbolbild)
    Im Kanton Zürich erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer von repetitiven Covid-Tests weiterhin kein Covid-Zertifikat. (Symbolbild)
    KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE
  • 15.15 Uhr 
    Über 60 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft

    Vom 4. Oktober bis 10. Oktober sind in der Schweiz 167'813 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Damit sind 60,5 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag auf seiner Website veröffentlicht hat.

    Insgesamt wurden seit Beginn der Impfkampagne 10'711'332 Impfungen verabreicht. 5'230'500 Personen haben zwei Impfdosen erhalten, bei 250'332 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung vorgenommen. Pro Tag wurden letzte Woche durchschnittlich 23'973 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um ein Prozent.

  • 15 Uhr
    Das BAG meldet 2262 Neuinfektionen und 8 Tote

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 2262 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 99‘573 Tests gemeldet worden. Im gleichen Zeitraum registrierte das BAG acht neue Todesfälle und 38 Spitaleinweisungen.

    Vor einer Woche waren innerhalb von 72 Stunden 2629 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem waren es sieben neue Todesfälle und 41 Spitaleintritte gewesen.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 159,3 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 1. Oktober bei 0,89.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 72,6 Prozent. 16,7 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

    Das RKI registrierte über 3500 Neuinfektionen.
    Das BAG registrierte über das Wochenende 2262 Neuinfektionen. (Symbolbild)
    Bild: dpa
  • 14.11 Uhr
    Verzögerung bei Bekanntgabe der BAG-Zahlen

    Die Bekanntgabe der neuesten Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zu Ansteckungen mit dem Coronavirus verzögert sich an diesem Montag um unbestimmte Zeit. Der Grund ist nach BAG-Angaben eine technische Störung.

  • 13.27 Uhr 
    Merck beantragt US-Zulassung für Covid-Medikament

    Das amerikanische Pharmaunternehmen MSD hat am Montag die Zulassung eines neuen Medikaments gegen Covid-19 in den USA beantragt. Sollte die Zulassungsbehörde FDA den Antrag in den kommenden Wochen bewilligen, wäre es die erste Pille, die zur Behandlung von Covid-19 eingesetzt werden kann – ein potenziell wichtiger Fortschritt im Kampf gegen die Pandemie. Alle derzeit in den USA zugelassenen Covid-19-Therapien erfordern eine Infusion oder Injektion. Der Konzern Merck Sharp & Dohme (MSD) hatte jüngst Erfolge bei der Behandlung von Corona-Patienten mit dem neuen Medikament gemeldet.

  • 12.51 Uhr 
    Uni Zürich bezahlt Tests für Studenten bis Ende Februar

    Die Universität Zürich (UZH) hat entschieden, dass sich Studierende und Mitarbeitende bis Ende Februar 2022 an der Uni weiterhin gratis auf Corona testen lassen können. Negativ Getestete erhalten einen «UZH-Covidpass», der 72 Stunden gültig ist.

    Die UZH-Medienstelle hat am Montag einen entsprechenden Bericht der «Zürcher Studierendenzeitung» gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigt.

    Mit dem Pass können die Räumlichkeiten der Uni sowie das Polytechnikum der ETH ohne Corona-Impfung betreten werden. Voraussetzung ist ein gültiger Ausweis. Er gilt allerdings nicht für die Mensen, Cafeterias, Sportangebote und Angebote ausserhalb des Lehrplans, wie es im Bericht heisst.

    Zum Einsatz kommen gepoolte PCR-Speicheltests. Dabei wird der Speichel mehrerer Personen miteinander vermischt. Die UZH stützt sich dabei auf das kantonale Testregime «Together We Test». Bei einem negativen Ergebnis wird fünf bis acht Stunden später ein «UZH-Covidpass» ausgestellt. Wie es ab Ende Februar, dem Ende der Prüfungsphase, weitergeht, ist noch offen.

    Die Universität Zürich will ungeimpften Studierenden bis zum Ende der Prüfungsphase, Ende Februar 2022, die Corona-Tests in der Uni bezahlen. (Archivbild)
    Die Universität Zürich will ungeimpften Studierenden bis zum Ende der Prüfungsphase, Ende Februar 2022, die Corona-Tests in der Uni bezahlen. (Archivbild)
    Bild: Keystone
  • 12.20 Uhr 
    Impfungen senken Risiko schwerer Krankheitsverläufe

    Corona-Impfungen schützen laut einer neuen französischen Studie sehr effektiv vor schweren Covid-19-Verläufen – auch im Fall der hoch ansteckenden Delta-Variante. «Geimpfte Menschen haben ein neunmal geringeres Risiko, ins Spital eingeliefert zu werden oder an Covid-19 zu sterben als ungeimpfte», erklärte der Epidemiologe Mahmoud Zureik, Leiter der Wissenschaftsgruppe Epi-Phare, die am Montag die Ergebnisse ihrer Studie veröffentlichte.

    Dafür untersuchten die Wissenschaftler die Daten von 22 Millionen Menschen über 50 Jahren im Zeitraum vom 27. Dezember 2020 bis 20. Juli. Dabei zeigte sich, dass Geimpfte zwei Wochen nach ihrer zweiten Dosis ein 90 Prozent niedrigeres Risiko einer Spitaleinlieferung oder eines tödlichen Krankheitsverlaufs hatten als Ungeimpfte. Untersucht wurde die Wirkung der Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca.

    Die neueste Studie bestätigt ähnliche Erkenntnisse aus den USA, Grossbritannien und Israel. Laut den französischen Wissenschaftlern ist es jedoch die bislang grösste Untersuchung dieser Art. Sie deutet demnach auch darauf hin, dass der Schutz vor schweren Verläufen im Studienzeitraum von fünf Monaten nicht abnahm.

    Für die Delta-Variante wies Epi-Phare eine ähnlich hohe Schutzwirkung nach: Sie lag für Menschen ab 75 Jahren bei 84 Prozent, für Menschen zwischen 50 und 75 Jahren bei 92 Prozent. Im Fall der Delta-Variante sprachen sich die Wissenschaftler jedoch für Folgestudien aus, da die Datenlage sich nur auf einen Monat bezog. Die hochansteckende Virusvariante war erst im Juni in Frankreich aufgetreten.

    Eine junge Frau erhaelt im Impfzentrum von Giubiasco am Dienstag, 29. Juni 2021 ihre Corona-Impfung. Im Tessin werden zurzeit junge Leute in zwei Gruppen fuer unter 16-Jaehrige und ueber 16-Jaehrige geimpft. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)
    Eine junge Frau erhält in einem Schweizer Impfzentrum ihre Corona-Impfung: Laut einer französischen Studie senkt die Immunisierung das Risiko für einen schweren Verlauf um 90 Prozent. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 11.52
    Stadt Zürich verlängert Unterstützung für Gastro-Betriebe

    Der Zürcher Stadtrat hat mehrere bereits bestehende Covid-Unterstützungsmassnahmen bis im März 2022 verlängert. Davon profitieren kann insbesondere die Boulevardgastronomie.

    Gastronomiebetriebe in der Stadt Zürich können ihre Boulevardflächen zu den bisherigen Bedingungen weiterhin kostenlos ausweiten und die Zahl der Plätze vorübergehend um 30 Prozent erhöhen, wie der Zürcher Stadtrat am Montag mitteilte.

    Wie bereits im Winter 2020/21 wird auch das bewilligungsfreie Aufstellen von Witterungsschutzbauten wieder erlaubt. Dabei gelten die üblichen Anforderungen für fliegende Bauten sowie die feuerpolizeilichen Anforderungen.

    Auch der Betrieb von Heizeinrichtungen wird erneut temporär erlaubt - wie bereits im Winter 2020/21 jedoch nur für Anlagen mit erneuerbaren Energieträgern.

    Andere Branchen als die Gastronomie profitieren ebenfalls von der Verlängerung bestehender Massnahmen. Der Stadtrat hat laut Mitteilung entschieden, weiterhin auf die Gebühren für die Benutzung des öffentlichen Grunds zu gewerblichen Sonderzwecken zu verzichten. Auch Bewilligungs- und Kontrollgebühren für bestimmte gewerbliche Tätigkeiten entfallen weiterhin. Dies gilt beispielsweise für Taxibewilligungen, Verkaufsstände und Märkte.

    Die Boulevardgastronomie in der Stadt Zürich kann bis mindestens im März nächsten Jahres von verlängerten Covid-Unterstützungsmassnahmen profitieren. (Symbolbild)
    Die Boulevardgastronomie in der Stadt Zürich kann bis mindestens im März nächsten Jahres von verlängerten Covid-Unterstützungsmassnahmen profitieren. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 11.07 Uhr 
    Antikörper-Cocktail von Astrazeneca wirkt gegen Covid

    Das britisch-schwedische Pharmaunternehmen Astrazeneca hat mit einer experimentellen Antikörper-Kombination in einer Studie positive Ergebnisse im Kampf gegen Covid-19 erzielt. Die Antikörper-Kombination verringere laut einer Mitteilung die Zahl der Schwerkranken und Toten unter Corona-Erkrankten, berichtet das «Hanldelsblatt».

    Bei Patient*innen, die seit sieben Tagen oder kürzer Covid-Symptome zeigen würden und bei denen keine Spitaleinweisung nötig sei, könne mit der Behandlung mit dem Medikament AZD7442 das Risiko auf eine schwere Erkrankung oder sogar den Tod halbiert werden.

    Ein frühzeitiges Eingreifen mit dem Mittel könne das  Fortschreiten der Krankheit deutlich verringern und biete über sechs Monate lang Schutz, sagte der AstraZeneca-Manager Mene Pangalos. Das Pharmaunternehmen habe bereits in den USA eine Notfallgenehmigung für das Medikament beantragt.

    epa08612065 A general view of an analytical chemist at AstraZeneca's headquarters in Sydney, Australia, 19 August 2020. Australian Prime Minister Scott Morrison announced Australians will be among the first in the world to receive a COVID-19 vaccine, if it proves successful, through an agreement between the government and UK-based drug company AstraZeneca. EPA/DAN HIMBRECHTS AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT
    Entwicklung von Medikamenten bei Astrazeneca. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 9.43 Uhr
    Wales verschärft Zertifikat-Regeln

    In Wales gilt für den Besuch von Nachtclubs und Grossveranstaltungen seit Montag die Pflicht zur Vorlage eines Impfpasses oder des Nachweises eines negativen Corona-Tests. Der Bildungsminister des britischen Landesteils, Jeremy Miles, sagte am Montag der BBC, die Regelung werde dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und den Gesundheitsdienst im bevorstehenden Winter zu entlasten. Die Nachweise sind verpflichtend für über 18-Jährige.

    Im Vereinigten Königreich sind alle Landesteile selbst für ihre Gesundheitspolitik verantwortlich. Mit der Massnahme geht die Regierung von Wales weiter als die Zentralregierung in London, die für den grössten Landesteil England zuständig ist. Dort lehnt eine Mehrheit in der regierenden Konservativen Partei die Einführung von Impfpässen bislang ab.

    Das Parlament in Cardiff hatte am vergangenen Dienstag mit hauchdünner Mehrheit für die Einführung gestimmt. Der Pass muss vorgezeigt werden für Discos und Nachtclubs, bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mindestens 500 und im Freien mit mindestens 4000 Teilnehmern sowie grundsätzlich bei Events mit mindestens 10'000 Menschen. Die Regierung will die Fälschung negativer Tests unter Strafe stellen.

  • 8.50 Uhr 
    Impfpflicht für Lehrer und Ärzte in Neuseeland

    Für die meisten der Angestellten im Gesundheitswesen sowie für Lehrer in Neuseeland gilt bald eine Corona-Impfpflicht. Das gab die Regierung am Montag bekannt. Angeordnet wird, dass Ärzte, Apotheker, Gemeindekrankenpfleger und andere Angestellte des Gesundheitswesens bis Dezember vollständig geimpft sind. Lehrer und andere Mitarbeiter des Bildungswesens müssen demnach bis Januar vollständig geimpft sein.

    Der zuständige Minister Chris Hipkins erklärte, viele in den betroffenen Berufen hätten sich bereits impfen lassen, weil sie nichts dem Zufall überlassen könnten – insbesondere, da sie mit kranken Menschen arbeiteten oder mit Kindern, die noch nicht geimpft werden könnten. «Es ist keine leichte Entscheidung», sagte er, doch müssten jene, die mit verwundbaren Gemeinschaften arbeiteten, diesen Extraschritt vornehmen.

  • 7.28 Uhr
    Grossraum Sydney lockert für Geimpfte

    Im australischen Bundesstaat New South Wales mit der Metropole Sydney ist der strikte Corona-Lockdown nach 106 Tagen beendet worden. Die Massnahmen wurden am Montag erheblich gelockert, nachdem in der Vorwoche über 70 Prozent der Bevölkerung ihre zweite Impfdosis erhalten hatten. Landesweit liegt die Impfquote in Australien aktuell bei knapp 62 Prozent. Medien feierten die Lockerungen als «Freedom Day» (Freiheitstag). Allerdings gelten die neuen Freiheiten nur für vollständig Geimpfte.

    Wegen eines von der Delta-Variante ausgelösten Corona-Ausbruchs in der Region durften die Bürger seit Ende Juni nur noch in Ausnahmen ihre Häuser verlassen. Seither wurden Behördenangaben zufolge 63'000 Infektionsfälle und mehr als 430 Tote in Verbindung mit Covid-19 verzeichnet.

  • 6.20 Uhr
    Stadler: Vakzin für unter Zwölfjährige bald verfügbar

    Der Corona-Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren dürfte bald auf den Markt kommen. Die Impfstoffhersteller Pfizer/Biontech habe vorläufige Daten für Fünf- bis Elfjährige vorgelegt, sagte Tanja Stadler, Leiterin der wissenschaftlichen Taskforce, in einem Interview mit dem «Blick». Die Daten dürften bald zur Zulassung eingereicht werden. Das Virus sei für Kinder zwar deutlich weniger gefährlich als für ältere Personen. Dennoch gebe es auch bei Kindern schwere Verläufe und Long Covid. Daher sollten Kinder wie die Eltern die Wahl haben, ob sie sich impfen lassen möchten oder nicht.

    Tanja Stadler, Praesidentin der Nationalen Covid-19 Science Task Force, spricht waehrend einer Medienkonferenz zur aktuellen Situation des Coronavirus, am Dienstag, 17. August 2021 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
    Tanja Stadler, Präsidentin der Nationalen Covid-19 Science Task Force, bei einer Medienkonferenz zur Situation des Coronavirus am 17. August 2021 in Bern.
    Bild: Keystone/Peter Klaunzer
  • 5.45 Uhr
    Kein Zertifikat mit nasalen Schnelltests

    Die nasalen Schnelltests zur Erkennung einer Covid-19-Infektion, die derzeit in vielen mobilen Testzentren angewendet werden, sind mehreren Kantonen zufolge zu wenig sicher, um Zertifikate auszustellen. Der Bund müsse nun dringend handeln und diese Tests für die Ausstellung eines Zertifikates verbieten, berichtet  SRF. Gehe es nach den Kantonen Bern und Zürich, solle bei einem Schnelltest nur noch ein Covid-Zertifikat erhalten, wer einen Nasen-Rachen-Abstrich machen lasse. «Wir sind mit den nasalen Schnelltests nicht zufrieden. Für das Covid-Zertifikat brauchen wir eine gewisse Sicherheit, dass nur negativ Getestete eines kriegen. Und diese nasalen Tests sind nicht von der Qualität, die man erwarten kann», zitiert SRF den Berner Regierungsrat und Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg.

    Eine aktuelle Studie des Inselspitals und der Universität Bern zeigt laut SRF, dass sogar die Nasen-Rachen-Schnelltests bei Personen ohne Symptome nicht einmal die Hälfte der positiven Fälle entdecken.

    Eine Ärztin macht im Corona-Schnelltest-Zentrum in Oberhausen bei einem Probanden einen Abstrich. Das von einem Arzt ausgewertete Ergebnis liegt dann nach 15 Minuten digital vor.
    Nasale Schnelltests sollen nach den Kantonen Bern und Zürich für die Ausstellung eines Covid-Zertifikats künftig nicht mehr zugelassen werden. (Symbolbild)
    Bild: dpa
  • 5.30 Uhr
    Keine Gratis-Tests mehr für asymptomatische Personen

    Ab heute sind Corona-Tests für asymptomatische Personen kostenpflichtig, ausser für unter 16-Jährige und Erstgeimpfte. Die Kosten pro Antigen-Schnelltest belaufen sich je nach Anbieter zwischen 11 und 80 Franken. «Tests machen nicht immun», begründete Gesundheitsminister Alain Berset das umstrittene Abrücken von den Gratistests. Zudem sei es langfristig zu teuer, jede Woche 50 Millionen Franken für Tests auszugeben. Der Bundesrat will lieber 150 Millionen Franken ausgeben für eine Impfoffensive. Mit der Offensive sollen Unentschlossene während mehrerer Wochen informiert und zu einem individuellen und möglichst einem positiven Impfentscheid bewegt werden. Mehr dazu hier.

  • 5 Uhr
    Weltbank- und IWF-Tagung: Corona-Krise bezwingen

    Finanzminister, Notenbankchefs, Vertreter der Finanzwirtschaft und der Entwicklungszusammenarbeit treffen sich zur Jahrestagung der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF). Die heute beginnende Tagung findet in einem hybriden Format statt, also teils mit Treffen am Sitz der Organisationen in Washington und teils online. Bei den Beratungen bis kommenden Sonntag geht es unter anderem um die Überwindung der Corona-Krise, den Klimawandel sowie die Bekämpfung von Armut und Steuerflucht. Im Rahmen der Tagung wird der IWF am Dienstag auch eine neue Prognose für die weitere Entwicklung der globalen Konjunktur vorstellen.

  • 2.45 Uhr
    Russischer Impftourismus nach Serbien boomt

    Weil der heimische Impfstoff «Sputnik V» in vielen Ländern nicht die Tür öffnet, lassen sich reisehungrige Russen ihren Impfschutz auf dem Balkan mit international anerkannten Vakzinen aufstocken. Hunderte Russen sind allein den letzten Wochen nach Serbien gereist, um ihre Covid-19-Impfung für die Ferien und Besuche im westlichen Ausland fit zu machen. Organisierte Touren für Impfwillige aus Russland sind zu einem boomenden Geschäftszweig geworden.

    Solche Impf-Tour-Pakete sind nach Angaben des russischen Reiseveranstalter-Verbands seit Mitte September auf dem Markt. Die Preise beginnen bei umgerechnet gut 250 bis 600 Euro, je nachdem, was alles inbegriffen ist, wie Geschäftsführerin Maja Lomidse erklärt.

    «Sputnik V» wurde schon im Sommer 2020 von Russland vorgestellt. Präsident Wladimir Putin feierte das Vakzin als weltweit ersten registrierten Corona-Impfstoff. Seitdem wurde «Sputnik V» in rund 70 Staaten anerkannt, darunter auch Serbien. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zögert allerdings noch und verweist darauf, dass die Prüfung des Präparats noch andauere.