Bundesrat trifft sich zu Krisensitzung +++ Booster ab sofort für alle ab 16

Agenturen, dor, smi

29.11.2021

Ab sofort sind Corona-Auffrischimpfungen in allen Kantonen für Personen ab 16 Jahren erhältlich. Angesichts der kritischen Corona-Lage kommt der Bundesrat am Dienstagnachmittag zu einer ausserordentlichen Sitzung zusammen. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Agenturen, dor, smi

29.11.2021

Auch mit dem Aufkommen der neuen Omikron-Variante des Coronavirus hat in der Schweiz weiterhin die Bekämpfung der Delta-Variante mit Impfungen erste Priorität. Ab Montag sind Corona-Auffrischimpfungen in allen Kantonen für Personen ab 16 Jahren erhältlich. Der Bundesrat will am Dienstagnachmittag eine Lagebeurteilung vornehmen.

«Wichtig ist zurzeit, dass wir die fünfte Welle der Ansteckungen brechen, die durch die Delta-Variante verursacht wird», sagte Anne Lévy, Direktorin des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) am Montag vor den Medien in Bern. Die Auffrischimpfung (Booster) wirke gegen diese Variante.

Bundesrat Alain Berset stellt in Aussicht, die Gültigkeitsdauer von Corona-Zertifikaten von 12 auf 18 Monate zu verlängern. (Archivbild)
Hat laut einem Medienbericht mehr als ein Dutzend einzelne Massnahmen vorbereitet: Bundesrat Alain Berset.
KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Kritische Lage

In den vergangenen Wochen hat die Zahl der Ansteckungen, Spitaleintritte und Aufnahmen in Intensivstationen von Spitälern stark zugenommen.

Bei über einer Millionen Personen ist in der Schweiz inzwischen eine Covid-Infektion nachgewiesen worden, wie Patrick Mathys, Leiter der Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im BAG, erklärte. Die neuesten Trendberechnungen wiesen darauf hin, dass sich die epidemiologische Lage weiter verschlechtere. Die Lage bei der Delta-Variante sei kritisch.

Am Montag wurden dem BAG in der Schweiz und in Liechtenstein innerhalb von 72 Stunden 19'402 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet. Gleichzeitig wurden 35 neue Todesfälle und 155 neue Spitaleintritte registriert. Vor einer Woche hatte das BAG über das Wochenende noch Meldungen über 14'590 bestätigte Ansteckungen, 18 neue Todesfälle und 156 Spitaleintritte erhalten.

Erster Omikron-Fall noch nicht bestätigt

Durch das Auftreten der neuen Omikron-Variante des Coronavirus habe sich in den vergangenen Tagen die Lage weiter zugespitzt, sagte Lévy. In der Schweiz gebe es wahrscheinlich einen ersten Omikron-Fall. Zurzeit laufe die Sequenzierung, am Dienstag würden die Resultate vorliegen.

Bei der Einreise aus Ländern, in denen Omikron bereits aufgetreten ist und die auf der BAG-Liste stehen, müssen alle Personen, auch Kinder ab sechs Jahren, einen PCR-Test vorweisen. Dieser sei gratis, sagte Lévy. Die Verbreitung der Omikron-Variante könne so verlangsamt werden.

BAG und wissenschaftliche Taskforce sind sich einig, dass es derzeit Sinn macht, mit Massnahmen die Reisetätigkeit einzuschränken und die Quarantäne auch für genesene und geimpfte Reiserückkehrer aus betroffenen Ländern zu verstärken. Die Schweiz könne Omikron nicht ewig raushalten, aber je später sich diese neue Variante hierzulande verbreite, um so besser, sagte Lévy.

Mathys betonte, die neue Coronavirus-Variante Omikron habe ein bedeutendes Potenzial, den weiteren Verlauf der Pandemie zu prägen. Sie trübe die Aussichten für die kommenden Wochen und Monate weiter.

Verlässliche Aussagen über die Auswirkungen von Omikron dürften allerdings erst in einigen Wochen möglich sein. Es werde vermutet, dass diese neue Virusvariante die Immunantwort besser als bisherige Varianten umgehen könne.

Der Bundesrat will aufgrund der Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie am Dienstagnachmittag in einer ausserordentlichen Sitzung eine Lagebeurteilung, wie die Bundeskanzlei am Montagabend mitteilte. Nach der Sitzung werde eine Kommunikation erfolgen.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Nach dem Auftreten der Omikron-Variante in weiteren Länder kommen nun Portugal, Nigeria, Kanada und Japan auf die Testpflicht- und Quarantäneliste.
  • Auch Spanien und Schweden vermelden erst Fälle der Omikron-Variante.
  • Angesichts der angespannten Corona-Lage trifft sich der Bundesrat am morgigen Dienstag zu einer ausserordentlichen Krisensitzung.
  • Grossbritannien will wegen der Verbreitung der Omikron-Variante allen Erwachsenen bereits drei Monate nach ihrer zweiten Corona-Impfung eine Booster-Dosis anbieten.
  • Das BAG meldet 19'402 Neuinfektionen, 155 Spitaleinweisungen und 35 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 seit Freitag.
  • In Graubünden müssen Schulen und Betriebe weniger testen, weil die Labore überlastet sind.
  • Die Weltgesundheitsorganisation stuft Omikron als schweres globales Risiko ein und ruft die Staaten zum Handeln auf.
  • In Deutschland sinkt die Zahl der Neuinfektionen leicht, die Sieben-Tage-Inzidenz steigt dennoch auf neuen Höchstwert.
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  • 21.26 Uhr
    Zwei Corona-Testzentren in Deutschland mit Buttersäure beschmiert

    Im deutschen Bundeland Brandenburg sind zwei Corona-Testzentren mit Buttersäure beschmiert worden. Die bislang unbekannten Täter brachten die übel riechende und leicht reizende Flüssigkeit in der Nacht zum Montag an den Aussenbereichen zweier Zentren in Brandenburg an der Havel an, wie die dortige Polizeidirektion West am Montag mitteilte.

    In einem Fall war demnach ein als Testzentrum genutzter Bauwagen vorerst nicht mehr für Testungen nutzbar — die Mitarbeiter testen aber ausserhalb des Wagens weiter. Das andere betroffene Testzentrum konnte den Betrieb ohne Einschränkungen fortsetzen. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf.

  • 20.37 Uhr
    Hotelleriesuisse sieht Annullierungswelle in vielen Betrieben

    Laut dem Verband Hotelleriesuisse wirkt sich die aktuelle Corona-Pandemie-Entwicklung bereits negativ auf die Buchungszahlen aus. Viele Betriebe hätten mit einer Annullierungswelle zu kämpfen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Gründe dafür seien die Quarantäneregelungen für Gäste aus wichtigen Herkunftsländern wie Grossbritannien, den Niederlanden und Belgien und die sich verschlechternde epidemiologische Lage in der Schweiz. Hinzu kämen «massive Stornierungen» bei Firmen- und Weihnachtsanlässen.

    Der Verband hofft nun, dass ein Lockdown vermieden werden kann. Denn für einen grossen Teil der Schweizer Hotels sei eine «funktionierende Wintersaison» zentral. Die ganze Schweizer Tourismusbranche generiere einen grossen Teil der Wertschöpfung in den Wintermonaten.

    Konkret fordert der Verband «einheitliche Massnahmen» zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass kantonale Alleingänge nicht zielführend seien. Zudem müssten «bewährte Unterstützungsinstrumente» für die bereits seit mehr als eineinhalb Jahren von der Pandemie gebeutelte Branche weiterhin zur Verfügung stehen.

  • 20.10 Uhr
    Corona auch Thema bei EU-Aussenministertreffen in Barcelona

    Die EU-Aussenminister und andere Vertreter der Union haben sich bei einem Treffen mit den südlichen Nachbarn der Union in Barcelona mit der Corona-Pandemie befasst. «Die Verwundbarkeit von uns Europäern ist offenkundig. Wir müssen solche globalen Bewährungsproben auch global bekämpfen», sagte der deutsche Europastaatsminister Michael Roth der Deutschen Presse-Agentur. Das setze voraus, dass Europa die Lage in den südlichen Nachbarregionen ins Blickfeld nehme. «Wir können nur dann unsere Bürgerinnen und Bürger schützen, wenn wir auch unsere Nachbarn schützen, wenn es dort genügend Impfstoffe und erfolgreiche Strategien im Kampf gegen die Pandemie gibt», betonte Roth.

    Ein weiteres Thema des Treffens von 27 EU-Ländern und 15 Mittelmeeranrainern sei die Entwicklung hin zu einer ökologischen Wirtschaft gewesen. Wenn es Europa nicht gelinge, die Nachbarn einzubinden, dann werde es hier scheitern, warnte Roth. Bei den deutsch-spanischen Beziehungen rechnet Roth mit einem noch engeren Verhältnis als bisher, wenn in Madrid und Berlin in Zukunft Sozialdemokraten die Regierungschefs stellen.

    Sehr positiv äusserte sich Roth über ein Treffen mit Schülern der Deutschen Schule in Barcelona. «Ich bin kein Lehrer, aber das Gespräch würde ich im Einserbereich sehen», sagte er. Es habe sehr kritische Fragen gegeben, die Diskussion sei über Umweltschutz, Menschenrechte und Flüchtlinge sei «hart in der Sache, aber auch sehr freundlich» gewesen.

  • 19.52 Uhr
    BAG setzt weitere Länder auf die Quarantäneliste

    Nach dem Auftreten der Omikron-Variante in weiteren Länder kommen nun Portugal, Nigeria, Kanada und Japan auf die Testpflicht- und Quarantäneliste. Dies teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf Twitter mit.

    Die neue Regelung tritt demnach ab Mitternacht in Kraft. Alle Einreisenden in der Schweiz müssen einen negativen Covid-19-Test vorlegen und für 10 Tage in Quarantäne.

  • 19.31 Uhr
    Deutschland hilft Lettland mit medizinischer Ausrüstung

    Im Kampf gegen das Coronavirus hat das zuletzt stark von der jüngsten Pandemiewelle betroffene Lettland deutsche Hilfe erhalten. Nach Angaben des deutschen Botschafters Christian Heldt kam der letzte Teil der medizinischen Ausrüstung im Wert von 2,5 Millionen Euro in dem baltischen EU-Land an. Damit sollten die lettischen Gesundheitseinrichtungen in der Corona-Krise unterstützt werden, schrieb der Diplomat auf Twitter neben Bildern von der Übergabe an Gesundheitsminister Daniels Pavluts. Der lettische Minister wiederum dankte auf dem Kurznachrichtendienst für die «grosszügige Unterstützung» in diesen schwierigen Zeiten.

    In Lettland hatte sich die Corona-Lage im Herbst stark zugespitzt. Die Regierung in Riga reagierte darauf mit einem einmonatigen Lockdown bis Mitte November. Damit konnte die Infektionswelle gebrochen werden. Noch immer aber droht eine Überlastung des chronisch unterfinanzierten Gesundheitswesens.

  • 19.20 Uhr
    Omikron laut Biden «kein Grund zur Panik»

    US-Präsident Joe Biden hat angesichts der neuen Variante des Coronavirus vor übertriebener Angst gewarnt. Omikron sei «ein Grund zur Sorge, kein Grund zur Panik», sagte er im Weissen Haus. Die Variante unterstreiche die Dringlichkeit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, inklusive einer Auffrischungsimpfung, sagte Biden. Die Experten gingen davon aus, dass die bisherigen Impfungen in gewissem Mass auch bei der neuen Variante vor schweren Krankheitsverläufen schützten, sagte er.

    US-Präsident Joe Biden hält eine Rede über die Wirtschaft im South Court Auditorium des Weissen Hauses.
    US-Präsident Joe Biden warnt angesichts der Omikron-Variante vor übertriebener Angst.
    Evan Vucci/AP/dpa (Archivbild)

    In Bezug auf die jüngst verhängten Beschränkungen für Einreisen aus den Ländern des südlichen Afrikas räumte Biden ein, diese könnten die Ankunft der Variante in den USA «nicht verhindern». Es werde «früher oder später» auch in den USA bestätigte Fälle geben. Die Beschränkungen dürften die Entwicklung aber verlangsamen und den Menschen damit mehr Zeit geben, sich impfen zu lassen, wie er weiter sagte. Falls es angesichts der neuen Variante neue Impfstoffe brauchen sollte, werde seine Regierung alles in ihrer Macht stehende tun, dies rasch zu ermöglichen, versprach Biden.

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im südlichen Afrika entdeckte Omikron-Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, steht noch nicht fest. Viele Experten rechnen frühestens in ein bis zwei Wochen mit belastbareren Erkenntnissen.

  • 19.06 Uhr
    UN-Chef lobt Südafrika und kritisiert Reisebeschränkungen

    UN-Generalsekretär António Guterres hat die südafrikanische Regierung für frühzeitige Informationen in Hinblick auf die neue Coronavirus-Variante Omikron gelobt — und gleichzeitig vor einer Isolation des südlichen Afrikas durch Reisebeschränkungen gewarnt. «Ich lobe die Regierung sowie die Wissenschafts- und Gesundheitsbehörden Südafrikas dafür, dass sie früh gehandelt haben, das Aufkommen einer neuen Coronavirus-Variante zu identifizieren», sagte Guterres laut Mitteilung in New York. «Jetzt bin ich zutiefst besorgt über die Isolierung der Länder im südlichen Afrika wegen der neuen Reisebeschränkungen.»

    Niedrige Impfquoten könnten zu neuen Virus-Varianten führen, davor hätten er und andere schon lange gewarnt, sagte Guterres weiter. «Die Menschen in Afrika können nicht für das unmoralisch niedrige Level von vorhandenem Impfstoff in Afrika verantwortlich gemacht werden - und sie sollten nicht dafür bestraft werden, dass sie wichtige Wissenschafts- und Gesundheitsinformationen identifiziert und mit der Welt geteilt haben.» Guterres rief Regierungen weltweit auf, noch einmal darüber nachzudenken, ob nicht Tests und andere Massnahmen für Reisende auch möglich wären, um Ansteckungen zu verhindern, aber Reisen und Handel weiter möglich zu machen.

  • 18.37 Uhr
    Bundesrat trifft sich morgen zu Krisensitzung

    Am morgigen Dienstag wird es ein ausserplanmässiges Treffen des Bundesrates geben: «Aufgrund der Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie trifft sich der Bundesrat morgen Dienstagnachmittag zu einer ausserordentlichen Sitzung, um eine Lagebeurteilung vorzunehmen,» heisst es aus der Bundeskanzlei.

    Zuvor hatte der «Tages-Anzeiger» (kostenpflichtiger Inhalt) unter Berufung auf regierungsnahe Quellen von der kurzfristig anberaumten Krisensitzung berichtet.

    Demnach soll unter anderem die maximale Anzahl Personen bei privaten Treffen drastisch von 30 auf 10 Personen reduziert werden. Ausserdem sollen offenbar weitere Verschärfungen bei den Tests diskutiert werden. So könnten zwar Ungeimpfte weiterhin nach einem Test etwa Restaurants besuchen, allerdings soll die Gültigkeit von Antigen- und PCR-Test um jeweils 24 Stunden reduziert werden.

    Gesundheitsminister Alain Berset wolle dem Kollegium dem Bericht zufolge mehr als ein Dutzend einzelne Massnahmen vorschlagen.

  • 18.30 Uhr
    Erstmals Omikron-Infektion auch in Schweden bestätigt

    Die Omikron-Variante des Coronavirus ist erstmals auch in Schweden festgestellt worden. Das teilte die schwedische Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten mit. Sie sei in einer etwas mehr als einer Woche alten Probe einer reisenden Person nachgewiesen worden, die sich kürzlich in Südafrika aufgehalten habe. Die Person stamme aus der südschwedischen Region Skåne. Es sei erwartet worden, dass die Variante auch in Schweden auftauchen werde.

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Omikron-Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte.

  • 18.09 Uhr
    Omikron erstmals auch in Spanien nachgewiesen

    Erstmals ist auch in Spanien ein Fall der neuen Corona-Variante Omikron nachgewiesen worden. Das teilte das Labor für Mikrobiologie des Krankenhauses Gregorio Marañón in Madrid am Montag auf Twitter mit. Es handele sich um einen Patienten, der aus Südafrika eingereist sei. Ihm gehe es soweit gut, schrieb das Labor weiter.

    Die Corona-Lage ist in Spanien wegen der relativ hohen Impfbereitschaft noch etwas entspannter als in zentraleuropäischen Ländern. Aber auch in dem beliebten Urlaubsland steigen die Corona-Zahlen, die Sorge vor der neuen Virus-Variante geht um. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei etwa 100, die Impfquote bei fast 80 Prozent.

  • 17.03 Uhr
    Booster-Impfungen für alle britischen Erwachsenen nach drei Monaten

    Grossbritannien will wegen der Verbreitung der Omikron-Variante allen Erwachsenen bereits drei Monate nach ihrer zweiten Corona-Impfung eine Booster-Dosis anbieten. Das teilte das zuständige Impfkomitee am Montag in London mit. Die Experten empfahlen Drittimpfungen für alle Erwachsenen mit einem Abstand von mindestens drei Monaten nach der zweiten Dosis. Dies werde den Schutz vor der Omikron-Variante erhöhen, da dieser ersten Erkenntnissen zufolge bei einem höheren Antikörper-Level besser sei, hiess es von den Experten.

    Bislang konnten in Grossbritannien nur über 40-Jährige eine Booster-Impfung buchen und dies auch erst sechs Monate nach ihrer zweiten Dosis. In Grossbritannien sind bislang neun bestätigte Fälle der Omikron-Variante bekannt.

  • 16.56 Uhr
    G7-Gesundheitsminister fordern «dringende Massnahmen» gegen Omikron-Variante

    Die G7-Staaten haben ein entschiedenes Vorgehen gegen die neu entdeckte Omikron-Variante des Coronavirus gefordert. «Die Weltgemeinschaft ist mit der Bedrohung durch eine neue, nach einer ersten Einschätzung hochgradig übertragbare Variante von COVID-19 konfrontiert, die dringende Massnahmen erfordert», erklärten die Gesundheitsminister der führenden Industriestaaten am Montag nach einer Dringlichkeitssitzung.

    In den kommenden Wochen wollen die Minister demnach «eng mit der WHO und internationalen Partnern zusammenarbeiten, um Informationen auszutauschen und Omikron zu überwachen». Im Dezember wollen sie erneut beraten. Zu den G7 gehören Deutschland, Frankreich, Italien, Grossbritannien, die USA, Kanada und Japan.

    Die G7-Minister lobten in ihrer gemeinsamen Erklärung «die vorbildliche Arbeit Südafrikas bei der Entdeckung der Variante und der Warnung anderer vor ihr». Nach der Bekanntgabe der neuen Variante hatten zahlreiche Länder kurzfristig den Flugverkehr mit Südafrika und anderen Ländern der Region eingestellt. Die südafrikanische Regierung kritisierte dies scharf.

  • 16.31 Uhr
    Arzt in Südafrika: Omikron-Variante löst meist milden Verlauf aus

    Von der neuen Omikron-Variante des Coronavirus ausgelöste Krankheitsfälle verlaufen nach Beobachtungen eines südafrikanischen Arztes meist mit milden Symptomen. Der Hausarzt Unben Pillay sagte am Montag, in den vergangenen zehn Tagen sei es zu einem drastischen Anstieg der Zahl von Corona-Infektionen gekommen. Er praktiziert in der Provinz Gauteng, in der 81 Prozent der neuen Fälle gemeldet wurden.

    Die Patienten litten an grippeähnlichen Symptomen, trockenem Husten, Fieber, nächtlichen Schweissausbrüchen und Schmerzen, sagte er. Die meisten würden zu Hause behandelt. Den geimpften Patienten gehe es deutlich besser als den ungeimpften, betonte Pillay.

    Von den Infektionen mit der Omikron-Variante sind in Südafrika vor allem jüngere Menschen im Alter zwischen 20 und 39 Jahren betroffen. Ärzte weisen darauf hin, dass Covid-19-Symptome in dieser Altersgruppe häufig mild ausfallen.

    FILE - A woman wearing a face mask to curb the spread of coronavirus buys chicken on a crowded sidewalk in Pretoria, South Africa, Saturday, Nov. 27, 2021. The world is racing to contain a new COVID-19 variant, which appears to be driving a surge in South Africa and is casting a pall there. (AP Photo/Denis Farrell)
    Passanten in Pretoria: In Südafrika wurde erstmals die neue Virus-Variante Omikron nachgewiesen.
    Bild: Keystone
  • 16.14 Uhr
    Das BAG empfiehlt U30 Impfstoff von Pfizer-Biontech

    Das BAG empfiehlt Menschen unter 30 Jahren neu den Impfstoff von Pfizer-Biontech. Unter 30-Jährige, die bereits eine Dosis Spikevax erhalten haben, die zweite Impfung mit Comirnaty vorzunehmen.

    Dies weil eine Studie aus Frankreich ein leicht erhöhtes Risiko für Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündungen gezeigt habe bei Verabreichung des Impfstoffs Spikevax (Moderna) im Vergleich zu Comirnaty von Pfizer/Biontech. 

    Verschiedene Untersuchungen in Europa und den USA haben das Auftreten solcher Nebenwirkungen von mRNA-Impfstoffen bei weniger als zehn Personen pro 100'000 Geimpften  ermittelt.

    Das BAG weist in seiner Impfempfehlung darauf hin, dass eine Herzmuskelentzündung nach einer Corona-Infektion signifikant höher sei, als nach der Impfung mit einem mRNA-Impfstoff, unabhängig davon, ob Spikevax oder Comirnaty verabreicht worden sei.

  • 15.35 Uhr
    Biontech arbeitet an Omikron-Impfstoff

    Das deutsche Biotech-Unternehmen Biontech arbeitet an einer Anpassung des mit Pfizer entwickelten Impfstoffs an die Omikron-Variante des Coronavirus. Gleichzeitig untersuchen Wissenschaftler in den Labors von Biontech die Virusmutation. 

    «Um keine Zeit zu verlieren, gehen wir diese beiden Aufgaben parallel an, bis die Daten vorliegen und wir mehr Informationen darüber haben, ob der Impfstoff angepasst werden sollte oder nicht», teilte eine Biontech-Sprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur mit.

    Im Labor konfrontieren die Forschenden Antikörper von Geimpften mit dem Spike-Protein der Omikron-Mutante. Dann untersuchten sie, wie gut die Antikörper das neue Spike-Protein neutralisieren, also unschädlich machen, so eine Sprecherin von Biontech.

    Dabei würden Sera von Geimpften mit dem Spike-Protein der Variante konfrontiert. «Die Sera enthalten die Antikörper, die wir nach der Impfung haben», erklärte die Biontech-Sprecherin. Es werde dann darauf geschaut, wie gut sie das neue Spike-Protein neutralisieren, also unschädlich machen.

    Das Unternehmen rechnet bis Ende nächster Woche mit Erkenntnissen, etwa ob ein variantenspezifischer Impfstoff nötig ist.

    Gemeinsam mit dem US-Partner Pfizer habe man schon vor Monaten Vorbereitungen getroffen, um im Fall einer sogenannten Escape-Variante des Virus den Impfstoff innerhalb von sechs Wochen anzupassen und erste Chargen innerhalb von 100 Tagen auszuliefern, erklärte Biontech.

    Arbeit an einem früheren mRNA-Impfstoff gegen das Coronavirus bei Biontech.
    Arbeit an einem früheren mRNA-Impfstoff gegen das Coronavirus bei Biontech.
    KEYSTONE/EPA/BIONTECH
  • 14.30 Uhr
    Swiss und Edelweiss fliegen Südafrika weiterhin an

    Laut der Webseite des Flughafens Zürich haben weder Swiss noch Edelweiss Flüge nach Südafrika gestrichen. «Die Strecke von und nach Johannesburg bedienen wir bis auf Weiteres. Voraussetzung ist die behördliche Genehmigung der Flüge», sagte ein Swiss-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AWP.

    Das gleiche gilt für die Lufthansa, Muttergesellschaft von Swiss und Edelweiss. Eine Lufthansa-Sprecherin erklärte am Montag: «Es gibt aktuell keine Anpassungen an den Flugplan, und unsere Flüge sind weiterhin gut gebucht.»

    Die Swiss fliegt einmal täglich in die südafrikanische Grossstadt Johannesburg und die Edelweiss steuert zweimal pro Woche die Metropole Kapstadt an.

    Die Schweizer Behörden haben am Freitag die Ein- und Rückreiseregeln von und nach Südafrika angepasst. So dürfen nur noch Schweizer und Liechtensteiner Staatsbürger, respektive Fluggäste mit einer Aufenthaltsgenehmigung aus Südafrika zurücktransportiert werden. Jeder Fluggast muss ein negatives Covid-Testresultat sowie eine behördliche Genehmigung vorweisen.

    Härter reagiert die deutsche Bundesregierung: Seit Sonntag sind Südafrika und sieben weitere Staaten der Region vom Auswärtigen Amt als Virusvariantengebiet eingestuft. Das bedeutet, dass Airlines nur noch deutsche Staatsbürger und solche mit Wohnsitz in Deutschland von dort zurückfliegen dürfen. Reiserückkehrer müssen sich testen lassen und 14 Tage in Quarantäne, auch Geimpfte.

  • 13.50 Uhr
    Die neusten Zahlen des BAG

    Das BAG meldet 19'402 Neuinfektionen, 155 Spitaleinweisungen und 35 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 seit Freitag um 12 Uhr. 

    Der Sieben-Tage-Schnitt der Ansteckungen liegt gemäss SRF bei 6995. Das sind 33 Prozent mehr als vor einer Woche. Im aktuellen Verlauf verdoppelt sich dieser Schnitt alle 17 Tage.

    1248 Personen befinden sich mit Covid-19 in Spitalpflege. Das sind 37 Prozent mehr als vor einer Woche. 217 Covid-Kranke liegen in einer Intensivstation, eine Zunahme von 31 Prozent seit Montag vor einer Woche. 

    Die Intensivstationen sind zu 77 Prozent ausgelastet, 25 Prozent aller Plätze sind von Covid-Kranken belegt.

  • 12.56 Uhr
    Luzerner Gesundheitsdirektor ruft alle zur Booster-Impfung auf

    Ab dem 1. Dezember können sich im Kanton Luzern alle, ungeachtet ihres Alters, ihre dritte Corona-Impfung verabreichen lassen. Einzige Einschränkung: Die zweite Impfung muss mindestens sechs Monate zurückliegen. 

    «Ich hoffe, die Luzerner Bevölkerung nutzt die Gelegenheit, damit wir gut geschützt Weihnachten feiern können», zitiert die Luzerner Zeitung den Gesundheitsdirektor Guido Graf. 

    Als Auffrischimpfung erhalten alle denselben Impfstoff wie bei der ersten Immunisierung. Gesundheitsdirektor Guido Graf drückte der Zeitung auch seine Erleichterung darüber aus, «dass der Bund jetzt auch endlich den Impfstoff von Moderna für die Booster-Impfung von Personen unter 65 Jahren zugelassen hat».

    Auf dem Impfschiff, dem Impf-Truck und verschieden Impf-Einrichtungen in den Gemeinden ist die Auffrischung ohne Voranmeldung zu haben.

    Die kantonalen Impfzentren nehmen auch Terminreservationen entgegen und empfehlen eine solche zu tätigen, um rasch und ohne Wartezeit bedient zu werden. 

    KEYSTONE / Michael Buholzer
  • 12.40 Uhr
    Österreich hat den ersten Omikron-Fall

    Die betroffene Person ist aus Südafrika nach Tirol zurückgekehrt und gab danach einen positiven Corona-Test ab. Die genaue Untersuchung der Probe hat nun ergeben, dass die Person mit der Omikron-Variante infiziert ist. Sie habe bis jetzt keine Symptome, meldet die Kronenzeitung.

  • 11.38 Uhr
    Omikron wütet bei portugiesischem Erstligisten

    Zum Anpfiff des Fussball-Meisterschaftsspiels gegen Benfica Lissabon hatte Belenenses Lissabon schon nur noch neun einsatzfähige Spieler. Nach der Pause waren es noch sieben. In der 48. Minute pfiff der Schiedsrichter die Partie ab. 

    Nun lässt der Vereinspräsident von Belenenses verlauten, die 17 infizierten Mitglieder der Mannschaft, darunter 14 Spieler sowie der Cheftrainer, seien wohl von der Omikron-Variante betroffen. Ein Spieler sei kürzlich nach Südafrika gereist und zurückgekehrt. 

    Der Spiegel zitiert das nationale Gesundheitsinstitut INSA mit der Aussage, dies seien die ersten Omikron-Fälle in Portugal. 

  • 10.55 Uhr
    WHO sieht Omikron als «sehr grosses globales Risiko»

    «Omikron hat eine noch nicht dagewesene Anzahl an Spike-Mutationen» zitiert die Agentur Reuters die WHO. Die Variante drohe international die Ansteckungen in die Höhe zu treiben, was in gewissen Gebieten schwere Konsequenzen haben könne. 

    Die Weltgesundheitsorganisation ruft die Mitgliedsstaaten dazu auf, die Impfbemühungen zu verstärken und sich auf einen Anstieg der Ansteckungen vorzubereiten, um die grundlegenden Gesundheitsdienstleistungen aufrechterhalten zu können.

    Zwar sei noch kein Todesfall bekannt, der mit der Omikron-Variante im Zusammenhang steht. Es sei aber möglich, dass eine Zunahme von Krankheitsfällen, unabhängig von deren Schwere, das Gesundheitssystem überlasten und so zu mehr Krankheiten und höherer Mortalität führen. 

    Jetzt sei Forschung nötig, um herauszufinden, ob die Omikron-Mutation den Schutz der bestehenden Impfstoffe sowie nach durchgemachter Corona-Infektion umgehen könne.

  • 10.10 Uhr
    Überlastete Labore: Graubünden muss weniger testen

    Schweizweit seien die Labore überlastet, weshalb die Proben nicht mehr innert nützlicher Frist ausgewertet werden können, schreibt die Kommunikationsstelle Coronavirus Kanton Graubünden

    Als Sofortmassnahme verfügen die Kantonsbehörden, dass Schulen und Betriebe weniger häufig testen: in Schulen noch einmal wöchentlich, zweimal nur in Ausnahmefällen; in Betrieben Ungeimpfte  pro Woche maximal dreimal, Geimpfte höchstens einmal. 

    In den letzten Wochen seien in Graubünden wöchentlich rund 40'000 Proben ausgewertet worden. Das sei nun nicht mehr möglich. Personen mit Symptomen sollen sich in einem öffentlichen Testcenter, beim Hausarzt oder in einer Apotheke testen lassen. 

  • 08.45 Uhr
    Japan schliesst die Grenzen

    Ab morgen Dienstag darf niemand mehr nach Japan einreisen, der nicht dort wohnhaft ist. Die Sperre betreffe Geschäftsreisende ebenso wie Studierende und Praktikanten. So zitiert die englischsprachige Japan Times Premierminister Fumio Kishida.  

    Mit dieser Massnahme versucht der ostasiatische Inselstaat zu verhindern, dass Reisende die Omikron-Variante des Coronavirus einschleppen. Die Einreisesperre gelte bis auf Weiteres, bis man mehr über die neue Mutation wisse, so Premier Kishida.

    Weiterhin einreisen dürfen in Japan wohnhafte Personen anderer Nationalität sowie alle Einheimischen, die von einer Reise zurückkehren. Wer aus einem der bis dahin 14 Staaten mit bestätigten Omikron-Infektionen kommt, muss in Quarantäne und dies in einer von öffentlicher Seite zugewiesenen Einrichtung.

    KEYSTONE / EPA / FRANCK ROBICHON
  • 07.40 Uhr
    Deutschland: Anstieg der Infektionen verlangsamt sich

    Ist das der ersehnte Silberstreifen am Horizont? Die Zahl der Neuinfektionen liegt mit 29'364 gut 4 Prozent unter dem Wert vor einer Woche. Der 7-Tage-Schnitt steigt aber dennoch auf einen den neuen Höchststand von 452,4 pro 100'000 Einwohner*innen. 

    Die Zahl der Todesfälle liegt mit 73 leicht höher als vor Wochenfrist (62). Im Unterschied zum BAG meldet das in Deutschland für die offiziellen Zahlen zuständige Robert Koch Institut (RKI) die Infektionszahlen auch übers Wochenende.

    Die Spitaleintritte werden jedoch auch in Deutschland übers Wochenende nicht täglich erfasst. Am Freitag gab das RKI den 7-Tage-Schnitt der Spitaleintritte pro 100'000 Einwohner*innen mit 5.97 an. Ab einem Wert von 6 können die Bundesländer härtere Massnahmen ergreifen. 

  • 6.20 Uhr
    Omikron bringt Skigebiete in Not

    Wegen der neuen, besorgniserregenden Virusvariante Omikron befürchtet Schweiz Tourismus Auswirkungen auf die Wintersaison. Jede Art von Unsicherheit sei schädlich für den Tourismus, sagte Markus Berger, Sprecher der Marketingorganisation, gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Es sei deshalb von zentraler Bedeutung, dass man rasch Klarheit über die Folgen der neuen Mutation bekomme. Britische Medien würden bereits die Wintersaison in der Schweiz absagen.

    Die Liste der Länder, in denen Omikron nachgewiesen wird, wird immer länger: So haben beispielsweise Belgien, die Niederlande, Grossbritannien, Deutschland, Italien und Tschechien bereits Fälle der neuen Virusmutation gefunden. In der Schweiz gibt es eine Verdachtsmeldung, die noch nicht bestätigt wurde. Um ihre Ausbreitung zu erschweren, hat die Schweiz die Einreisebestimmungen für Reisende aus Risikoländern verschärft. Beim Boarding in ein Flugzeug und bei der Einreise in die Schweiz aus bisher 19 Ländern müssen alle Personen einen negativen Covid-19-Test vorlegen und zehn Tage in Quarantäne. Dazu gehört seit dem 27. November auch Grossbritannien.

    Die Terrasse des Berg Restaurants Brunnihuette im Brunni Skigebiet oberhalb von Engelberg im Kanton Obwalden, am Mittwoch, 17. Februar 2021. Zurzeit duerfen das Essen und die Getraenke, die per Take Away verkauft werden, auf der Terrasse konsumiert werden. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
    Die neuen Quarantänevorschriften der Schweiz sorgen auch unter Skitouristen aus Grossbritannien für Verunsicherung. (Archivbild)
    Bild: Keystone/Urs Flüeler
  • 6.15 Uhr
    18- bis 34-Jährige mehrheitlich gegen Covid-Gesetz 

    Bei den Resultaten zur Abstimmung über das Covid-19-Gesetz zeigten sich deutliche Unterschiede bei den Altersklassen. Bei den 18- bis 34-Jährigen stimmten laut einer Nachbefragung von Tamedia und «20 Minuten» 56 Prozent gegen das Gesetz. Bürgerinnen und Bürger ab 35 Jahren hätten dagegen mehrheitlich ein Ja eingelegt. Am deutlichsten die über 65-Jährigen: Sie stimmten zu 78 Prozent Ja.

  • 6.05 Uhr
    Pandemievertrag für bessere Vorbereitung?

    Die Welt soll bei der nächsten Pandemie deutlich besser vorbereitet sein als bei Corona und schneller agieren können. Um das zu erreichen, schlagen die EU und andere Staaten einen verbindlichen globalen Pandemievertrag vor. Ob darüber formelle Verhandlungen aufgenommen werden sollen, erörtern Minister der 194 Mitglieder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ab heute.

  • 6.00 Uhr
    G7-Gesundheitsminister beraten über Omikron-Variante

    Die Ausbreitung der neu entdeckten Omikron-Variante des Coronavirus sorgt weltweit für Beunruhigung. Um die aktuellen Entwicklungen zu diskutieren, hat Grossbritannien für heute ein ausserplanmässiges Treffen der Gesundheitsminister der führenden westlichen Wirtschaftsnationen (G7) einberufen. Die Uhrzeit der Beratungen und in welcher Form sie stattfinden, war zunächst unklar. 

  • 5.50 Uhr
    Wintersession der eidgenössischen Räte beginnt

    Heute Nachmittag beginnt im Bundeshaus die Wintersession der eidgenössischen Räte. In den kommenden drei Wochen debattiert das Parlament über zahlreiche Geschäfte, darunter die Altersvorsorge (AHV- und BVG-Reform) und das Bundesbudget 2022. Mitten in der nächsten Corona-Welle geht es auch um neue Anpassungen im Covid-19-Gesetz. Dabei geben etwa die Kosten für Corona-Tests erneut zu reden.

  • 5.41 Uhr
    Singapur und Malaysia: Reisebeschränkungen gelockert

    Singapur und Malaysia haben nach fast zwei Jahren die Corona-Reisebeschränkungen an ihrer gemeinsamen Landgrenze gelockert. Seit Montag dürfen unter anderem geimpfte Staatsbürger beider Länder wieder über Grenze, ohne danach in Quarantäne zu müssen. Die Grenze zwischen beiden Staaten gilt als eine der verkehrsreichsten Landgrenzen der Welt. Vor der Pandemie pendelten täglich etwa 300'000 Menschen von Malaysia in den benachbarten Stadtstaat, um dort unter anderem im öffentlichen Nahverkehr oder der Elektronikindustrie zu arbeiten. Als im März 2020 die Grenzen geschlossen wurden, blieben viele Malaysier in Singapur, um weiterhin ihrer Arbeit nachzugehen. «Ich bin froh, dass ich nach zwei Jahren endlich zu meiner Familie zurückkehren kann», sagte Eunice Teoh, eine Malaysierin, die am Montag den ersten Bus aus Singapur nahm. Zunächst können täglich etwa 3000 Menschen mit speziellen Bussen reisen und müssen sich einem Corona-Test unterziehen.

    Der malaysische Ministerpräsident Ismail Sabri Yaakob stattete dem Stadtstaat zum Start der Initiative einen offiziellen Besuch ab. Er begrüsste seinen Amtskollegen aus Singapur, Lee Hsien Loong, an einem Grenzkontrollpunkt auf dem Damm, der beide Länder verbindet.

    Neben den Beschränkungen für Landreisende wurden auch die für den Flugverkehr am Montag gelockert. Nun dürfen Geimpfte ohne Quarantäne zwischen den wichtigsten Flughäfen der beiden Länder fliegen. Sowohl Malaysia als auch Singapur haben eine hohe Impfrate. Singapur kam bisher glimpflich in der Pandemie davon, Malaysia hatte zuletzt wegen der Delta-Variante mit einer schweren Welle zu kämpfen.

  • 4.37 Uhr
     Omikron könnte in HIV-Patienten entstanden sein

    Die überraschend viele Mutationen tragende Corona-Variante Omikron könnte deutschen Experten zufolge in einem Patienten mit HIV oder einer anderen Form der Immunschwäche entstanden sein. Das sei denkbar und wahrscheinlich, ähnliche Befunde seien in anderen Fällen bereits publiziert worden, sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI), der Nachrichtenagentur dpa. In Menschen mit geschwächtem Immunsystem könne sich das Virus über viele Wochen vermehren, so Watzl. «Dabei können immer wieder vereinzelt Mutationen auftreten, die dem Virus eventuell keinen Vorteil bringen, die sich aber aufgrund der fehlenden Kontrolle durch das Immunsystem dennoch weiter vermehren können.» Damit könnten zusätzliche Mutationen entstehen, die dann in der Kombination eventuell einen Vorteil brächten. «Die vielen Mutationen sprechen für Entstehung in HIV-Patienten», hatte Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD, schon am Freitag getwittert.

    Omikron besitzt im Vergleich zum ursprünglichen Sars-CoV-2 aus Wuhan eine ungewöhnlich hohe Zahl von etwa 30 Aminosäureänderungen allein im Spike-Protein. Darunter sind Mutationen, von denen bekannt ist, dass sie mit einer stärkeren Übertragbarkeit und Immunescape in Verbindung stehen. Hinzu kommen viele Mutationen, deren Bedeutung noch unklar ist. «Auch wenn wir den Effekt einzelner Mutationen aus den anderen Varianten kennen beziehungsweise abschätzen können, ist aktuell unklar, welchen Effekt diese Kombination an Mutationen haben wird», erklärte Watzl.

    Viele HIV-Patienten würden in Afrika nicht ausreichend therapiert, weshalb ihr Immunsystem deutlich geschwächt sei, so Watzl. Zur Vermeidung der Ausbreitung so umfangreich veränderter Varianten wie Omikron wäre es demnach wichtig, infizierte immungeschwächte Menschen zu identifizieren und sie zu isolieren, bis sie nicht mehr infektiös sind. «Denn selbst wenn das Virus in einer solchen Person stark mutiert, erst die Weitergabe des mutierten Virus ist wirklich gefährlich.»

  • 0.36 Uhr
    Zwei Omikron-Fälle auch in Kanada entdeckt

    Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus sind nun auch in Kanada entdeckt worden. Die Gesundheitsbehörde der Provinz Ontario teilte am Sonntag (Ortszeit) mit, dass in Ottawa bei zwei Infizierten die Mutante festgestellt worden sei. Beide Personen, die aus Nigeria eingereist waren, seien inzwischen in Quarantäne.

    Auch die Schweiz hat wahrscheinlich den ersten Omikron-Fall, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Sonntagabend mitgeteilt hatte.

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, steht allerdings noch nicht fest.