BAG: erster Omikron-Fall in der Schweiz wahrscheinlich

Agenturen/red.

28.11.2021

Agenturen/red.

28.11.2021

Laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität liegt die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz bei bislang insgesamt 986’834 Personen. 11’470 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 verstorben. Weltweit stieg die Zahl der Infizierten auf 261’394’671, die Zahl der Toten auf 5’198’688.

Die von der WHO als «besorgniserregend» eingestufte Corona-Variante Omikron ist nun aller Wahrscheinlichkeit nach auch in der Schweiz angekommen.

Aus vielen Ländern wurden inzwischen Fälle gemeldet, darunter Grossbritannien, Dänemark, Belgien, Tschechien und Italien. Auch in Deutschland sind Fälle bestätigt. In den Niederlanden wurden bei 13 Reisenden aus Südafrika Omikron-Infektionen festgestellt. Israel schliesst seine Grenzen für Ausländer. Die Philippinen stellen von Sonntag an vorübergehend den Flugverkehr aus sieben europäischen Ländern ein. Auch die USA schränken ab Montag Einreisen aus den Staaten des südlichen Afrikas ein.

Wegen neuer Reisebeschränkungen auch in der Schweiz wird die Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation nächste Woche in Genf nicht stattfinden. Das wichtige Treffen wird auf unbestimmte Zeit verschoben.

Südafrika sieht sich durch die zahlreichen Reisebeschränkungen zu Unrecht bestraft. «Herausragende Wissenschaft sollte gelobt und nicht bestraft werden», hiess es in einer am Samstag veröffentlichten Stellungnahme des Ministeriums für Internationale Beziehungen unter Verweis auf die Arbeit südafrikanischer Wissenschaftler, die die Omikron-Variante sequenziert und identifiziert hatten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut BAG hat die Schweiz wahrscheinlich ihren ersten Omikron-Fall. Eine Sequenzierung wird in den kommenden Tagen Gewissheit bringen.
  • Bundespräsident Guy Parmelin appelliert an die Bevölkerung, sich impfen und boostern zu lassen.
  • Gute Nachrichten aus Südafrika: Bei Omikron-Patient*innen trat dort bisher noch kein lebensbedrohlicher Krankheitsverlauf auf.
  • Drei Omikron-Fälle wurden in Deutschland bestätigt.
  • Angesichts der Ausbreitung der neuen Corona-Variante Omikron hat Großbritannien für Montag eine Dringlichkeitssitzung der G7-Gesundheitsminister einberufen.
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    Wir beenden unseren heutigen Live-Ticker

  • 21.19 Uhr
    BAG: wahrscheinlicher Omikron-Fall in der Schweiz nachgewiesen

    Nun hat wohl auch die Schweiz den ersten Omikron-Coronavirus-Fall: «Eine Person, vor rund einer Woche zurückgekehrt aus Südafrika», wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Sonntagabend mitteilte. Eine Sequenzierung werde in den kommenden Tagen Gewissheit bringen.

  • 20.38 Uhr
    London beruft wegen Omikron für Montag G7-Gesundheitsministertreffen ein

    Angesichts der Ausbreitung der neuen Corona-Variante Omikron hat Großbritannien für Montag eine Dringlichkeitssitzung der G7-Gesundheitsminister einberufen. Dies teilte das Gesundheitsministerium in London am Sonntagabend mit. Großbritannien hat derzeit den Vorsitz in der Gruppe der G7-Staaten inne, zu denen noch Deutschland, Frankreich, Kanada, Italien, Japan und die USA gehören.

    Die neue Coronavirus-Variante mit der Bezeichnung Omikron war am Donnerstag erstmals aus Südafrika gemeldet worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die Variante als «besorgniserregend» ein. In zahlreichen Ländern wurden seither Omikron-Fälle festgestellt. Weltweit wurden seit Beginn der Pandemie Ende 2019 bereits mehr als fünf Millionen Corona-Tote registriert.

  • 19.55 Uhr
    Südafrika kündigt Impfpflicht für bestimmte Bereiche an

    Nach der Entdeckung der Omikron-Virusvariante sowie einem ungewöhnlich starken Anstieg der Neuinfektionszahlen verschärft Südafrika seine Corona-Massnahmen. Präsident Cyril Ramaphosa stellte am Sonntagabend in einer TV-Rede unter anderem eine Impfpflicht für bestimmte Bereiche vor, die aber noch bestimmt würden. Trotz weiterer Versammlungsrestriktionen zum Jahresende liess er die bisherige niedrige Alarmstufe zunächst bestehen.

    epa09432771 President of the South Africa Cyril Ramaphosa attends a press conference after the G20 Compact with Africa conference at the Chancellery in Berlin, Germany, 27 August 2021.  EPA/MAJA HITIJ / POOL
    Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa kritisiert die zahlreichen Reiserestriktionen gegen Südafrika als wissenschaftlich unbegründet und rief zur Aufhebung auf. (Archivbild)
    Bild: EPA
  • 19.30 Uhr
    Bund setzt vier weitere Länder auf die Quarantäneliste

    Wer aus Angola, Australien, Dänemark oder Sambia in die Schweiz einreist, muss einen negativen Covid-19-Test vorlegen und zehn Tage in Quarantäne gehen. Die Regelung gilt ab Sonntagmitternacht und soll die Verbreitung der neuen Coronavirus-Variante Omikron verhindern.

    Damit sind nun 19 Länder auf der Quarantäneliste, wie das Innendepartement (EDI) am Sonntagabend im Bundesblatt bekanntgab. Angefangen hatte es am Freitag mit einem Verbot von Direktflügen aus Südafrika und einem Einreisestopp für Reisende aus Botsuana, Eswatini, Hongkong, Israel, Lesotho, Mosambik, Namibia, Simbabwe und Südafrika. Davon ausgenommen sind allerdings Schweizer Bürgerinnen und Bürger sowie Personen, die über eine Aufenthaltsgenehmigung in der Schweiz verfügen.

    Seit Samstag mussten alle Personen beim Einsteigen (Boarding) in ein Flugzeug und bei der Einreise in die Schweiz aus Grossbritannien, den Niederlanden, Tschechien, Ägypten und Malawi einen negativen Covid-19-Test vorlegen und zehn Tage in Quarantäne. Für Belgien gilt dies schon seit Freitag.

  • 18.21 Uhr
    Berset appelliert an die Vernunft und das demokratische Gewissen

    Dem Coronavirus seien die Debatten zum richtigen Umgang mit der Pandemie egal, sagte Gesundheitsminister Alain Berset nach dem zweiten Ja des Stimmvolks zum Covid-Gesetz. Er freute sich über die hohe Zustimmung und appellierte ans demokratische Gewissen der Verlierer.

    Bundesrat Alain Berset spricht waehrend einer Medienkonferenz des Bundesrates zu den eidgenoessischen Abstimmungen, am Sonntag, 28. November 2021, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
    Bundesrat Alain Berset spricht während einer Medienkonferenz des Bundesrates zu den eidgenössischen Abstimmungen am Sonntag, 28. November 2021 in Bern.
    Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer

    Die Behörden verfügten nun weiterhin über die nötigen Instrumente, um die Krise zu bewältigen, sagte Berset am Sonntagabend vor den Medien in Bern.

    Dass der Souverän bereits zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres über ein Referendum zur gesetzlichen Basis der Corona-Politik des Bundes habe abstimmen können, zeige ihm, dass «unsere Demokratie funktioniert», so der Gesundheitsminister. Die sehr hohe Beteiligung sei auch ein klares Indiz dafür, wie sehr die Menschen in der Schweiz vom Thema betroffen seien.

    Es gehöre jedoch auch zur Schweiz, dass man nach der Abstimmung die Entscheide akzeptiere, fuhr Berset fort. Wut, Einschüchterung, Hass und Drohungen seien eine Gefahr. «Unsere Streitkultur ist ein hohes Gut. Wir müssen sie pflegen, wir müssen über alles streiten, aber nicht endlos.»

  • 17.49 Uhr
    Zustimmung zum Covid-Gesetz spiegelt die Impfquote
    impfquote
    Die kantonalen Abstimmungsergebnisse zum Covid-19-Gesetz entsprechen ziemlich genau dem Grad der Durchimpfung: Je mehr Personen geimpft sind, desto höher ist der Ja-Anteil.
    Grafik: Keystone/Bundesamt für Statistik

    Die kantonalen Ergebnisse zur Abstimmung über das Covid-Gesetz stimmen ziemlich genau mit den kantonalen Impfquoten überein. Die beiden Stände, die das Gesetz abgelehnt haben – Schwyz und Appenzell Innerrhoden – haben auch deutlich unterdurchschnittliche Impfquoten.

    Innerrhoden ist mit nur 54,11 Prozent vollständig Geimpfter mit Abstand der Kanton mit dem niedrigsten immunisierten Bevölkerungsanteil. Dieser liegt 11,37 Prozentpunkte unter dem Landesdurchschnitt von 65,48 Prozent (Stand 24. November 2021 gemäss BAG). Mit nur 44,2 Prozent Ja zum Covid-19-Gesetz liegt der Kanton sogar 17,8 Prozentpunkt unter dem Schweizer Durchschnitt.

    Etwas weniger deutlich hebt sich Schwyz ab: Die Impfquote liegt dort um knapp 8,2 Prozentpunkte unter dem Schweizer Schnitt. Die Zustimmung zum Gesetz ist um 13,4 Prozentpunkte tiefer als durchschnittlich im Rest des Landes.

    Im Gegenzug liegt Basel-Stadt sowohl beim Impfen wie bei der Abstimmung ganz vorn: Mit einem Anteil von 69,11 Prozent doppelt Geimpfter liegt der Halbkanton am Rheinknie um 3,63 Prozentpunkte über dem gesamtschweizerischen Schnitt. Das Covid-19-Abstimmungsresultat liegt mit 70,6 Prozent Ja sogar 8,6 Prozentpunkte über dem Schnitt.

  • 16.47 Uhr
    Swiss Olympic für Beibehaltung der 3G-Regel

    Mit 3G (genesen, geimpft, getestet) und der sorgfältigen Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln sei es möglich, «die Anlässe sicher für alle Teilnehmenden durchzuführen», liess sich Präsident Jürg Stahl am Sonntag in der Mitteilung zitieren.

    Weiter habe Swiss Olympic die 110 Mitgliedsverbände aufgefordert, an Sportanlässen das Tragen einer Schutzmaske für alle Anwesenden, ausser die aktiven Sportlerinnen und Sportler, einzufordern.v

  • 16.38 Uhr
    Omikron in der Schweiz nicht nachgewiesen

    Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) teilte am Sonntag auf Anfrage von Keystone-SDA mit, dass die neue Coronavirus-Variante Omikron (B.1.1.529) bisher in der Schweiz nicht nachgewiesen wurde. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die Variante am Freitag als «besorgniserregend» eingestuft.

  • 16.30 Uhr
    Flüge nach Marokko für zwei Wochen ausgesetzt

    Wegen der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus setzt Marokko alle Flüge in das nordafrikanische Land für zunächst zwei Wochen aus. Ab kurz vor Mitternacht am Montagabend dürften vorerst keine Flüge mehr in Marokko landen, berichtete die Staatsagentur MAP am Sonntag. Grund sei die schnelle Ausbreitung der Omikron-Variante vor allem in Europa und Afrika. Die Flüge nach Marokko würden ausgesetzt, um bisherige Erfolge im Kampf gegen das Virus zu erhalten, hiess es.

  • 16.24 Uhr
    Mehr als 200 Covid-Patienten auf Intensivstationen

    Mehr als 200 Covid-Patientinnen und -Patienten sind nach Angaben der Kantone zurzeit in Intensivstationen von Spitälern. Die Situation lässt sich demnach noch bewältigen. Die neue Coronavirus-Variante Omikron wurde bis Sonntag in der Schweiz nicht nachgewiesen.

    Aufgrund der gegenwärtigen Dynamik sei mit einer weiteren Zunahme von Hospitalisationen und einer steigenden Belastung der Intensivstationen zu rechnen, teilte Tobias Bär, Sprecher der Kantonalen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK), am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. In einigen Kantonen beziehungsweise Spitälern gebe es fast keine freien Betten mehr. Bär bestätigte damit Berichte in verschiedenen Sonntagszeitungen.

    Die GDK geht daher davon aus, dass bald wieder vermehrt Patientinnen und Patienten in Spitäler anderer Kantone verlegt und sogenannt nicht dringliche Eingriffe verschoben werden müssen. Dazu zählen etwa auch Krebsoperationen.

  • 16.17 Uhr
    Israel führt Handy-Überwachung wieder ein

    Im Bemühen um eine Eindämmung der neuen Omikron-Variante des Coronavirus führt Israel die umstrittene Handy-Überwachung von Corona-Patienten und deren Kontakten wieder ein. Die israelische Regierung stimmte am Sonntag für den erneuten Einsatz der Überwachungstechnologie durch den Inlandsgeheimdienst Schin Bet. Diese Massnahme wurde in einer früheren Phase der Pandemie bereits genutzt, wegen Kritik aber wieder gestoppt.

    «Ziel des Einsatzes ist es, Infizierte ausfindig zu machen, und so die Ansteckungskette zu unterbrechen», hiess es in einer Mitteilung des Büros von Ministerpräsident Naftali Bennett. Die Massnahme betreffe aber nur Infizierte mit der neuen Omikron-Variante und solle vorerst bis zum 2. Dezember gelten.

    Bis auf Weiteres müssen alle Personen, die aus einem beliebigen Land nach Israel zurückkehren – darunter auch geimpfte Israelis – bei der Einreise drei Tage lang isoliert werden.

  • 16.07 Uhr
    Massnahmen-Kritiker schwenken Fahnen auf dem Bundesplatz

    Auf dem Bundesplatz in Bern haben sich am Sonntagnachmittag Gegner der Corona-Massnahmen versammelt. Schweizerfahnen wurden geschwenkt, «Liberté»-Rufe ertönten.

    Menschen protestieren nach der Bekanntgabe der Ergebnisse waehrend die Kundgebung der Gegner des Covid-19-Gesetzes, am Sonntag, 28. November 2021, auf dem Bundesplatz in Bern. Das eidgenoessische Stimmvolk hat am Sonntag ueber drei Vorlagen zu bestimmen, die Pflegeinitiative, die Justiz-Initiative und die Aenderung vom 19. Maerz 2021 des Covid-19-Gesetzes. (KEYSTONE/Anthony Anex)
    Menschen protestieren nach der Bekanntgabe der Ergebnisse auf dem Bundesplatz in Bern. Das eidgenössische Stimmvolk hat am Sonntag über drei Vorlagen abgestimmt: die Pflegeinitiative, die Justiz-Initiative und die Änderung vom 19. März 2021 des Covid-19-Gesetzes.
    Bild: KEYSTONE/Anthony Anex

    Die Kantonspolizei Bern ging von einigen Dutzend Personen aus. Sie tolerierte die Versammlung zunächst. Man beobachte die Lage, sagte Polizeisprecher Christoph Gnägi auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Ein Mann sei angehalten und auf einen Polizeiposten gebracht worden. Weitere Abklärungen seien im Gang.

    Die Polizei hatte bereits am Sonntagvormittag den Gitterzaun montiert und das Gebäude abgeriegelt. Gegner der Corona-Massnahmen hatten in den sozialen Netzwerken im Internet zu einer Kundgebung in Bern am Abstimmungssonntag aufgerufen. Die grösseren Protest-Organisationen hatten den Aufruf allerdings nicht verbreitet.

  • 15.59 Uhr
    Neher: Mit Boostern lässt sich Weihnachten retten

    Um die Pandemie in den Griff zu bekommen, schlägt Richard Neher, Mitglied der Taskforce, konkrete Massnahmen vor. Die Frist zwischen der zweiten und dritten Impfung sollte von sechs auf vier bis fünf Monate verkürzt werden, sagte Neher gegenüber der «SonntagsZeitung».

    Wegen der aktuell geltenden Frist könnten sich sehr viele Menschen in der Schweiz bis Ende Jahr noch gar nicht boostern lassen. Weil sich die Zahlen der Neuinfektionen bereits auf sehr hohem Niveau bewegten, genüge es nicht, den Anstieg zu bremsen.

    Eine Senkung sei nötig. Dazu brauche es weitere Massnahmen, sagte Neher weiter. Wenn die Bevölkerung in den nächsten drei Wochen soviel wie möglich boostere, lasse sich Weihnachten retten.

  • 15.29 Uhr
    Flugpassagiere bringen Omikron nach Amsterdam

    Bei mindestens 13 Flugreisenden aus dem südlichen Afrika sind nach ihrer Landung in Amsterdam Infektionen mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron festgestellt worden. Das teilte Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Sonntag mit. Die Zahl könne noch steigen, erklärte dazu der staatliche Gesundheitsdienst RIVM. Die Analysen der Proben von 61 positiv getesteten Reisenden seien noch nicht vollständig abgeschlossen. Sie waren am Freitag mit der Fluggesellschaft KLM ins deutsche Nachbarland gekommen. Insgesamt testete die Gesundheitsbehörde am Flughafen Schiphol 624 Passagiere von zwei KLM-Maschinen aus Kapstadt und Johannesburg. Alle Betroffenen wurden in einem Quarantäne-Hotel isoliert.

    epa09608825 Dutch Outgoing Minister of Health Hugo de Jonge gives a statement about the Omicron variant of the coronavirus at Rotterdam, The Netherlands, 28 November 2021. The Omicron variant of the virus has so far been found in thirteen travelers who arrived at Schiphol from South Africa on Friday 26 November and who have tested positive for coronavirus. A new, heavily mutated variant of coronavirus called Omicron or B.1.1.529 had been identified by scientists in South Africa. Dutch government on 26 November banned all travels from and to South Africa. EPA/PHIL NIJHUIS
    Der niederländische Gesundheitsminister Hugo de Jonge bestätigt 13 Omikron-Fälle in den Niederlanden.
    Bild: KEYSTONE/Phil Nuhuis

    Inzwischen wurden die Regeln für den Zutritt zu KLM-Flugzeugen in Südafrika verschärft. Auch doppelt geimpfte Personen dürfen nur noch mit einem negativen PCR-Test an Bord, zudem muss kurz vorher auch noch ein Schnelltest negativ ausfallen. Bislang mussten Geimpfte keinen negativen Test vorweisen.

    Zudem haben die Niederlande Nicht-EU-Bürgern die Einreise aus Ländern des südlichen Afrika untersagt. Dies gilt für Botsuana, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Simbabwe, Südafrika und Eswatini. Nach der Ankunft müssen sich alle Reisenden aus dem südlichen Afrika erneut Tests unterziehen.

  • 14.55 Uhr
    Omikron in Deutschland angekommen

    Am Samstag wurde die von der WHO als besorgniserregend eingestufte Variante in München nach Angaben des Max-von-Pettenkofer-Instituts bei zwei Reisenden nachgewiesen, die am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen waren. In Hessen bestätigte sich am Sonntag der Fall eines weiteren Reiserückkehrers aus Südafrika.

    ARCHIV - 11.05.2019, Hessen, Frankfurt/Main: Kai Klose (Bündnis 90/Die Grünen), hessischer Sozialminister, kommt zur Landesmitgliederversammlung der hessischen Grünen im Casino der Stadtwerke. (zu dpa:
    Hessens Sozialminister Kai Klose teilte am Sonntag auf Twitter mit, dass eine Sequenzierung die Variante B.1.1.529 (Omikron) bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika nachgewiesen habe. (Archivbild)
    Bild: KEYSTONE/Boris Roessler

    Bei den beiden Fällen in München steht nach Angaben des Virologen Oliver Keppler eine Genomsequenzierung noch aus. Aber es sei «zweifelsfrei bewiesen, dass es sich um diese Variante handelt», sagte der Leiter des Max-von-Pettenkofer-Instituts.

    Die deutsche Lufthansa hält die Flugverbindungen nach Südafrika vorerst aufrecht, wie ein Sprecher am Samstag auf Anfrage bestätigte. Natürlich würden dabei die geltenden Auflagen eingehalten.

  • 14.18 Uhr
    Einreisebeschränkungen auf Philippinen und Indonesien

    Die Philippinen und Indonesien haben aufgrund der neuen Corona-Variante Omikron Einreisebeschränkungen verhängt. Die Philippinen würden von Sonntag an vorübergehend den Flugverkehr aus sieben europäischen Ländern einstellen, teilte Präsidentensprecher Karlo Nograles mit.

    Die Regierung habe die Schweiz, Österreich, Tschechien, Ungarn, die Niederlande, Belgien und Italien mit sofortiger Wirkung zunächst bis zum 15. Dezember auf die «rote Liste» gesetzt. Auch andere Ausländer, die sich in den vergangenen 14 Tagen in diesen Staaten aufgehalten hätten, dürften nicht einreisen. Die vom 1. Dezember an geplante Grenzöffnung für Touristen aus bestimmten Ländern werde ausgesetzt.

    Zuvor hatten die Philippinen bereits Einreisebeschränkungen für sieben Staaten im südlichen Afrika eingeführt, wo die als besorgniserregend eingestufte Omikron-Variante zuerst erfasst worden war. Am Sonntag erliess auch Indonesien ein Einreiseverbot für Südafrika und sieben weitere Staaten der Region, das von Montag an gelten soll.

  • 14.05 Uhr
    Omikron-Variante auch in Dänemark bestätigt

    Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus sind nun auch in Dänemark bekannt geworden. Das staatliche Gesundheitsinstitut SSI bestätigte am Sonntag zwei Fälle, die zuvor als Verdachtsfälle eingestuft worden waren. Die beiden Infizierten seien mit dem Flugzeug aus Südafrika eingereist und mittlerweile in Quarantäne. Auch deren enge Kontakte sollten sich in die Isolation begeben. Der Direktor des Instituts, Henrik Ullum, sagte, man wolle die weitreichende Ausbreitung der Variante verlangsamen, um möglichst viele Menschen vorher zu impfen.

  • 13.34 Uhr
    Südafrika kritisiert Reisebeschränkungen

    Südafrika sieht sich durch die zahlreichen Reisebeschränkungen seit der Entdeckung der neuen Variante des Coronavirus im südlichen Afrika zu Unrecht bestraft. «Herausragende Wissenschaft sollte gelobt und nicht bestraft werden», heisst es in einer am Wochenende veröffentlichten Stellungnahme des Ministeriums für Internationale Beziehungen unter Verweis auf die Arbeit südafrikanischer Wissenschaftler, die die Omikron-Variante sequentiert und identifiziert hatten.

    «Wir stellen auch fest, dass neue Varianten in anderen Ländern entdeckt wurden. Keiner dieser Fälle hatte eine Verbindung nach Südafrika», hiess es weiter. Südafrika habe bereits Gespräche mit Ländern aufgenommen, die Reisebeschränkungen beschlossen hätten und hoffe, dass diese Entscheidungen noch einmal überdacht würden.

    «Wir respektieren das Recht aller Länder, Vorsorgemassnahmen zu treffen, um ihre Bürger zu schützen», betonte Ministerin Naledi Pandor. Gleichzeitig sollte bedacht werden, dass die Pandemie internationale Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch nötig mache. Sie verwies darauf, dass sich die Weltgesundheitsorganisation WHO für Vorsicht bei Reisebeschränkungen ausgesprochen habe.

  • 12.37 Uhr
    Moderna arbeitet an Omikron-Impfstoff

    Der amerikanische Impfstoffhersteller Moderna hat am gerade vergangenen Thanksgiving-Feiertag die Arbeit an einem Impfstoff gegen die Omikron-Variante aufgenommen.

    Hunderte seiner Mitarbeiter*innen hätten nach ersten Veröffentlichungen zur Mutante direkt an dem in den USA üblicherweise gross gefeierten Festtag angefangen, an einer entsprechenden Anpassung des Corona-Impfstoffs zu arbeiten, sagte der Chef des Pharmakonzerns, Paul Burton, am Sonntag der BBC.

    Es werde noch einige Wochen dauern, bis man gesicherte Erkenntnisse darüber habe, wie sehr sich die neue Corona-Variante der Wirkung der aktuellen Impfstoffe entziehe und ob ein neues Vakzin produziert werden müsse. Sollte dies der Fall sein, rechne er damit, dass dieser Anfang 2022 in grossem Massstab hergestellt werden könnte.

  • 22.11.2021, Sachsen-Anhalt, Quedlinburg: Impfstoff von Moderna wird im Impfzentrum des Landkreis Harz aufgezogen. Nach der offiziellen Schließung des Impfzentrums wurde es nun infolge steigender Corona Fallzahlen wieder eröffnet. Das Impfzentrum bietet sowohl Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen auch ohne Anmeldung an. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Matthias Bein)
    Wirkt er auch gegen die neue Variante? Moderna-Impfstoff wird für die Verabreichung vorbereitet. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 11.25 Uhr
    Polizei sichert Bundeshaus

    Die Volksabstimmung über das Covid-19-Gesetz sorgt für eine angespannte Stimmung in der Bundesstadt. Die Kantonspolizei Bern hat am Sonntagvormittag Schutzmassnahmen rund um das Bundeshaus getroffen. Auf dem Bundesplatz wurde der Gitterzaun montiert. Grund sind Aufrufe von Gegner*innen des Covid-Gesetzes zu einer Kundgebung in Bern. 

    Auch die Sperrung der Bundesterrasse schien angedacht, wobei die Berner Kantonspolizei sich gegenüber blue News nicht zum Sicherheitsdispositiv äussern wollte.

    Der Bundesplatz selber war am Vormittag noch frei zugänglich. Für eine allfällige Schliessung der Zufahrtsstrassen zum Bundesplatz am Nachmittag standen aber Absperrgitter bereit.

    blue News hält dich über den Abstimmungssonntag im Abstimmungs-Ticker auf dem Laufenden.

    Polizisten und Logistikpersonal stellen einen Schutzzaun auf dem Bundesplatz auf, am Sonntag, 28. November 2021, in Bern. Erstmals wird an einem Abstimmungssonntag der Bundesplatz abgeriegelt. Die Gegner des Covid-19-Gesetzes haben zu einer Kundgebung aufgerufen. (KEYSTONE/Peter Schneider)
    Polizisten und Logistikpersonal stellen einen Schutzzaun auf dem Bundesplatz auf.
    Bild: Keystone/Peter Schneider
  • 10.30 Uhr
    Erste Omikron-Fälle in Australien

    Auch in Australien sind nun erstmals bestätigte Fälle der Corona-Variante Omikron bekannt geworden. Zwei Reisende aus dem Süden Afrikas seien nach ihrer Ankunft in Sydney am Samstagabend positiv auf die als besorgniserregend eingestufte Variante getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium des Bundesstaats New South Wales am Sonntag mit. Beide zeigten demnach keine Symptome und waren vollständig geimpft. Sie befänden sich nun in einer speziellen Einrichtung in Isolierung.

    Zwölf weitere Passagiere aus dem südlichen Afrika, die mit dem gleichen Flug aus Katars Hauptstadt Doha eingetroffen seien, müssten nun für 14 Tage in ein Quarantäne-Hotel. Alle anderen Fluggäste und die Crew an Bord seien angewiesen worden, sich zu isolieren.

  • 9.54 Uhr
    Massnahmen-Kritiker auf Hausbesuch

    Im Schlussspurt des hitzigen Abstimmungskampfes um das Covid-19-Gesetz versuchen Massnahmen-Kritiker*innen alles, um Unentschlossene noch zu einem Nein zu bewegen. 

    Im Video begleitet die Kamera zwei Mitglieder des Vereins «Freunde der Verfassung». Sie ziehen durch die Quartiere und suchen mit den Bewohner*innen das Gespräch. Viele Meinungen sind aber schon gemacht.

    «Es war aber trotzdem ein erfolgreicher Abend», meint Daniel, der seinen vollständigen Namen nicht veröffentlichen will. «Wir hatten gute Begegnungen und konnten die Leute zum Denken anregen.»

    Gegner des Covid-Gesetzes auf Hausbesuch

    Gegner des Covid-Gesetzes auf Hausbesuch

    Im Schlussspurt des Abstimmungskampfes um das Covid-19-Gesetz versuchen Massnahmen-Kritiker*innen alles, um Unentschlossene noch zu einem Nein zu bewegen. Im Video begleitet die Kamera zwei Mitglieder des Vereins «Freunde der Verfassung». Sie ziehen durch die Quartiere und suchen mit den Bewohner*innen das Gespräch. Viele Meinungen sind aber schon gemacht.

    28.11.2021

  • 9.43 Uhr
    Mehrheit der Schweizer befürwortet Impfpflicht

    Der Druck auf Ungeimpfte steigt: Eine deutliche Mehrheit der Schweizer Bevölkerung befürwortet eine Verschärfung des Regimes gegenüber Menschen, die sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des «SonntagsBlick».

    Demnach möchten 63 Prozent der Befragten eine Einführung der 2G-Regel – also eine Beschränkung auf Geimpfte und Genesene – als Bedingung für die Teilnahme am öffentlichen Leben. Eine Corona-Impfpflicht unterstützen 53 Prozent.

    Noch deutlicher befürwortet wird eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen. So möchten 69 Prozent der Befragten, dass sich Mitarbeitende in der Pflege zwingend impfen lassen müssen.

    Keinen Rückhalt fände dagegen ein neuer Lockdown: Nur gerade 18 Prozent befürworteten in der Umfrage diese Massnahme. Für einen Lockdown nur für Ungeimpfte könnten sich 47 Prozent erwärmen.

    Die Mehrheit der Befragten wünscht sich also schärfere Massnahmen. Dennoch heisst es genau die Hälfte der Befragten (50 Prozent) gut, dass der Bundesrat mit neuen Massnahmen zuwartet.

  • 9.36 Uhr
    Omikron wird Schweiz nicht verschonen

    Die neue Omikron-Variante des Coronavirus wird früher oder später den Weg in die Schweiz finden. Davon ist die Chefin der wissenschaftlichen Taskforce, Tanja Stadler, überzeugt. Die Schweiz verfüge aber über ein Zeitfenster, das sie nutzen müsse, um sich vorzubereiten.

    Wie gefährlich das mutierte Virus sei, lasse sich noch nicht abschätzen, sagte Stadler in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Bekannt sei, dass sich genesene und geimpfte Personen mit der neuen Variante angesteckt hätten.

    Fakt sei, dass Omikron sich in Gebieten durchgesetzt habe, wo die Delta-Variante vorherrschend gewesen sei. Es gelte nun, die Delta-Variante in den Griff zu bekommen, bevor allenfalls Omikron die Schweiz vor noch grössere Herausforderungen stelle.

    Mathematikerin und Biostatistikerin Tanja Stadler, Professorin am Department of Biosystems Science and Engineering ETH Zuerich in Basel, am Dienstag, 31. August 2021. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
    Sie ruft zum raschen Handeln auf: Taskforce-Präsidentin und Biostatistikerin Tanja Stadler.
    Bild: Keystone
  • 8.55 Uhr
    Omikron-Patienten bisher nicht in Lebensgefahr

    Die bislang mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron infizierten Menschen in Südafrika sind nach Angaben der dortigen Mediziner-Vereinigung (SAMA) bislang nicht schwer erkrankt.

    Die Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbands, Angélique Coetzee, sagte der BBC, dass die so weit in ihrem Land festgestellten Fälle nicht schwerwiegend seien. Allerdings seien die Untersuchungen zu dieser Variante noch in einem sehr frühen Stadium. In Südafrika seien nur rund 24 Prozent der Menschen vollständig geimpft.

    «Die Patienten klagen meist über einen schmerzenden Körper und Müdigkeit, extreme Müdigkeit, und wir sehen es bei der jüngeren Generation, nicht bei den älteren Menschen», sagte sie. Es handle sich nicht um Patient*innen, die direkt in ein Spital eingeliefert würden, sagte Coetzee.

  • 8.30 Uhr
    Parmelin: «Impfen, impfen und auch zum dritten Mal impfen»

    Angesichts der neu entdeckten Coronavirus-Variante Omikron richtet sich Bundespräsident Guy Parmelin mit einem Appell an die Bevölkerung. Es gelte nun, noch mehr und noch schneller zu impfen.

    Gerade die Booster-Impfung sei für jene, die vor mehr als sechs Monaten ihre zweite Impfdosis erhalten hätten, jetzt sehr wichtig, sagte Parmelin der «Sonntagszeitung». «Jetzt gilt: impfen, impfen und auch zum dritten Mal impfen.»

    Der Bundespräsident forderte insbesondere die Südafrika-Rückkehrer zur Vorsicht auf. Er verlange, dass diese Personen sich in Quarantäne begäben. So solle verhindert werden, dass die neue Corona-Variante rasch und breit in der Schweiz eingeschleppt werde.

    Der Bundesrat verfolge die weltweite Entwicklung und die Lage in der Schweiz sehr genau und werde wenn nötig Vorkehrungen treffen. Die Bevölkerung solle sich auf die neue Situation einstellen und Vorsicht walten lassen. «Es ist wichtig, dass sich alle Menschen ihrer Verantwortung bewusst sind und sich an die Vorsichtsmassnahmen und die Vorgaben des Bundes und der Kantone halten.»

    Bundespraesident Guy Parmelin spricht an einer Medienkonferenz, am Mittwoch, 24. November 2021, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
    Bundespraesident Guy Parmelin appelliert an die Bevölkerung.
    Bild: Keystone
  • 1 Uhr
    Niederlande starten mit abendlichem Lockdown

    Wegen eines starken Anstiegs der Infektions- und Patientenzahlen gehen die Niederlande ab diesem Sonntag in einen abendlichen Corona-Lockdown. Geschäfte, Kulturstätten, Gaststätten und Sportclubs müssen bereits um 17 Uhr schliessen. Die verschärften Massnahmen gelten zunächst bis zum 18. Dezember. Davon ausgenommen sind Supermärkte.

    Auch Schulen sollen vorerst geöffnet bleiben. Allerdings müssen Schüler*innen ab zehn Jahre eine Schutzmaske tragen, wenn sie nicht an ihrem Platz sitzen. Die 1,5-Meter-Distanz-Regel wird ausgeweitet auf Kinos, Theater und Gaststätten. Das heisst, dass weniger Besucher*innen gleichzeitig hinein dürfen. Dort wird auch wieder die Maskenpflicht gelten.

    Es müsse eine echte Wende erreicht werden, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag bei der Ankündigung der neuen Regeln. Zur Begründung verwies er auch auf die angespannte Situation in den Spitälern.