Tausende protestieren in Brüssel und Tschechien gegen Impfpflicht und Corona-Massnahmen

Agenturen, gbi

9.1.2022

Agenturen, gbi

9.1.2022

Laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität liegt die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz bei bislang insgesamt 1’483’212 Personen. 12’349 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 verstorben. Weltweit stieg die Zahl der Infizierten auf 306’421’635, die Zahl der Toten auf 5’487’270.

Das Wichtigste aus der Schweiz in Kürze:

  • Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli erwartet wegen Omikron eine heftige, aber kurze «Monsterwelle». Bereits im Frühling könnte aber eine Rückkehr zur Normalität möglich sein.
  • Die Behörden mehrerer Kantone haben Testcenter von privaten Anbietern geschlossen. Grund waren Verstösse gegen die Auflagen. 
  • Wegen der hohen Fallzahlen in der Schweiz müsse der Bundesrat die Dauer von Quarantäne und Isolation auf fünf Tage kürzen: Das fordern die Gesundheitsdirektor*innen mehrerer Kantone.
  • Der Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter der Schweiz (VSLCH) wünscht sich vom Bundesrat landesweit einheitliche Regeln zur Maskentragepflicht an den Schulen.
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  • 18.58 Uhr
    Tausende protestieren in Tschechien gegen Impfpflicht

    Tausende Menschen sind am Wochenende in Tschechien gegen die Corona-Massnahmen auf die Strasse gegangen. In Prag protestierten am Sonntag rund 4000 Teilnehmer gegen eine Impfpflicht gegen Covid-19. Sie hielten Schilder hoch wie «Wir sind keine Versuchskaninchen» und «Wir wollen einen Dialog». Bereits am Samstag hatten sich rund 2000 Menschen in der zweitgrössten Stadt Brünn (Brno) zu einer Kundgebung versammelt.

    Die ehemalige Regierung unter dem Multimilliardär Andrej Babis hatte eine Impfpflicht gegen Covid-19 für alle Menschen ab 60 Jahren und bestimmte Berufsgruppen beschlossen. Sie soll im März in Kraft treten. Das neue liberalkonservative Kabinett unter Ministerpräsident Petr Fiala hat noch nicht entschieden, ob es daran festhalten oder die Impfpflicht wieder abschaffen wird.

    In Tschechien sind nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC 62,4 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen Covid-19 grundimmunisiert. Das ist weniger als im EU-Durchschnitt. Knapp ein Viertel der Bevölkerung hat zusätzlich eine Auffrischimpfung erhalten. Innerhalb von sieben Tagen wurden nach aktuellen Zahlen 431 Neuinfektionen je 100'000 Einwohner registriert.

  • 18.47 Uhr
    Proteste in Brüssel gegen Corona-Politik
    epa08916479 People take part in a protest against Covid-19 restrictions in Brussels, 03 January 2021. Belgium is under curfew at least until 18 January. EPA/OLIVIER HOSLET
    Protest gegen die Corona-Massnahmen in Brüssel. (Archivbild vom 03. Januar 2021) 
    Bild: KEYSTONE/OLIVIER HOSLET

    Rund 5000 Menschen haben in Brüssel gegen die Corona-Regeln demonstriert. Die Proteste richteten sich unter anderem gegen die Impfpflicht für das Gesundheitspersonal sowie die Verwendung des digitalen Covid-Zertifikats, das den Impfstatus oder einen negativen Corona-Test anzeigt, wie die Nachrichtenagentur Belga am Sonntag unter Berufung auf Polizeiangaben berichtete. Nach Angaben des Senders RTBF gab es mehrere Festnahmen, grösstenteils blieb es jedoch friedlich.

    Ende vergangenen Jahres waren Proteste in Brüssel mehrfach in Gewalt umgeschlagen. Im November lieferten sich etwa Randalierer Strassenschlachten mit den Sicherheitskräften, die ihrerseits Wasserwerfer und Tränengas einsetzten.

  • 16.59 Uhr
    Schwedens Königshaus hat Covid-19
    Kronprinzessin Victoria von Schweden und ihr Ehemann Prinz Daniel von Schweden posieren am Donnerstag (26.05.11) in Berlin bei ihrem Besuch des Kuenstlerkollektivs
    Kronprinzessin Victoria von Schweden und ihr Ehemann Prinz Daniel von Schweden wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Beide haben milde Symptome. (Archivbild)
    Bild: KEYSTONE/Clemens Bilan

    Nach dem schwedischen Königspaar sowie Kronprinzessin Victoria ist auch deren Mann Prinz Daniel positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 48-Jährige habe nur sehr milde Symptome und es gehe ihm gut, teilte der Palast am Sonntag mit. Er sei vollständig geimpft.

    Bei der 44 Jahre alten Victoria war bereits am Samstag eine Corona-Infektion festgestellt worden. Sie habe Erkältungssymptome, ansonsten gehe es ihr gut, hiess es in der Mitteilung des Königshauses. Das Paar hatte schon im Frühjahr vergangenen Jahres Covid-19. Auch damals verlief die Krankheit ohne schwere Symptome. Die gesamte Familie sei im Einklang mit den Corona-Regeln in Isolation auf Schloss Haga, hiess es in der Mitteilung weiter.

    Erst am Dienstag hatte der Palast in Stockholm mitgeteilt, dass König Carl Gustaf (75) und Königin Silvia (78) positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Beide wurden bereits drei Mal geimpft. Auch sie hatten nur milde Verläufe.

  • 15.15 Uhr
    China: Massentests in Tianjin

    Nach einem Corona-Ausbruch in der nordchinesischen Stadt Tianjin haben die Behörden die fast 14 Millionen Bewohner aufgerufen, zu Hause zu bleiben und Massentests angekündigt. Wie staatliche Medien berichteten, waren zuletzt mehr als 20 Corona-Fälle in der Stadt entdeckt worden, darunter auch mindestens zwei Ansteckungen mit der Omikron-Variante.

    epa09675091 A medical worker takes swab samples from residents to be tested for Covid-19 in Tianjin Municipality, China, 09 January 2022. The city of Tianjin reported 20 new Covid-19 cases on 09 January, mostly students and their family members. EPA/GT CHINA OUT
    Testcenter in Tianjin am 09. Januar 2022.
    Bild: KEYSTONE

    Den Bürgern der 150 Kilometer südöstlich von Peking gelegenen Stadt wurde mitgeteilt, dass sie bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses keinen «grünen» Code in den Corona-Apps auf ihren Smartphones erhalten würden. Solche Codes müssen in China etwa bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel vorgezeigt werden. Ein Lockdown wurde zunächst nicht veranlasst.

    Obwohl die Zahl der Infektionsfälle in China im Vergleich zu anderen Ländern immer noch verschwindend gering ist, gehen die Behörden rigoros gegen neue Ausbrüche vor. Üblich sind regionale Lockdowns, Massentests und Reisebeschränkungen. Die Behörden wollen das Virus unbedingt eindämmen, bevor im Februar die Olympischen Winterspiele in Peking beginnen.

  • 14.15 Uhr
    Berner Ski-Weltcuprennen: Schnegg appelliert an Eigenverantwortung

    Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg hat die Bewilligung des Kantons Bern für die Weltcup-Skirennen in Adelboden verteidigt. Grossevents seien erlaubt, die Rennen fänden im Freien statt und zudem müsse auch die Eigenverantwortung der Zuschauer zum Tragen kommen. Die epidemiologische Situation sei zudem eine andere als im vergangenen Jahr, als die Rennen in Adelboden ohne Zuschauer stattfinden mussten: Heute könne sich jeder und jede impfen lassen. Dass die Organisatoren am Samstagabend aus Sicherheitsgründen die Siegerehrung absagten, begrüsst Schnegg.

    In Adelboden ging am Sonntag der Slalom über die Bühne. Wie ein Zuschauer der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete, riefen die Organisatoren im Shuttlebus zum Zielgelände und vor dem Rennen dazu auf, aus Solidarität eine Maske zu tragen. Das täten die Leute grossmehrheitlich.

  • 13.59 Uhr
    Klopp nach Corona-Zwangspause zurück

    Kult-Trainer Jürgen Klopp kehrt nach einer Corona-Zwangspause an die Seitenlinie des englischen Fussball-Spitzenclubs FC Liverpool zurück. Der 54-Jährige hatte das 2:2 in der Premier League am 2. Januar nach einem positiven Testergebnis verpasst. Am heutigen Sonntag gegen Drittligist Shrewsbury Town ist er aber wieder dabei, wie der FC Liverpool kurz vor der Partie mitteilte.

    Hatte sich mit dem Coronavirus infiziert: FC-Liverpool-Trainer Jürgen Klopp. 
    Getty
  • 12.39 Uhr
    Schweizer Schulleiter kritisieren Flickenteppich

    Der Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter der Schweiz (VSLCH) wünscht sich vom Bundesrat landesweit einheitliche Regeln zur Maskentragepflicht an den Schulen. Dies würde auch die Diskussionen zwischen Lehrpersonen und Eltern erleichtern.

    Heute müssten in einigen Kantonen bereits Erstklässler eine Maske tragen, andernorts nicht, sagte Thomas Minder, Präsident des VSLCH, am Sonntag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Gerade diese Uneinheitlichkeit treibe Eltern teilweise auf die Barrikaden.

    Im Schulalltag sei es für Lehrerinnen und Lehrer «extrem schwierig», wenn einigen Kindern zuhause gesagt werde, sie sollten keine Maske tragen. In der gleichen Klasse habe man dann Kinder mit und ohne Maske, so Minder. Die Schulen könnten Kinder aber nicht einfach nach Hause schicken, um die Schutzmassnahmen umzusetzen. Denn diese hätten ein Recht auf Bildung.

    Seit dem 25. Januar müssen Schülerinnen und Schüler im Kanton Zürich ab der 4. Primarklasse Schutzmasken tragen. Eine Petition fordert, dass die Maskenpflicht erst ab 12 Jahren gelten soll. (Symbolbild)
    An den Schweizer Schulen gelten bezüglich Schutzmaske unterschiedliche Regeln. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 12.17 Uhr
    Streit um Schulbeginn in Italien

    Auch in Italien steht nach den Winterferien der Schulbeginn an. Nun regt sich in einigen Regionen Unmut gegen den Plan der Regierung, trotz der aktuellen Corona-Lage am Präsenzunterricht festzuhalten. «Als Regionen haben wir um eine Verschiebung gebeten», sagte der Regionalpräsident Venetiens, Luca Zaia, der Zeitung «La Repubblica» vom Sonntag. Ihm zufolge hätte man den Schulbeginn um zwei Wochen verschieben können. Das Problem sei, dass mit dem Schulbeginn ab Montag viele Klassen in den Distanzunterricht müssten und dadurch Stunden reduziert würden.

    Italiens Regierung hat stets den Präsenzunterricht befürwortet. In den Schulen gelten nun je nach Jahrgangsstufe unterschiedliche Vorgaben für den Wechsel ins Homeschooling. Massgeblich ist dabei, wie viele Corona-Fälle es in einer Klasse gibt.

    In der weiterführenden Schule müssen sich die Schüler bei einem Corona-Fall in der Klasse testen lassen und FFP2-Masken tragen. Bei zwei Fällen müssen Schüler, die keine Auffrischungsimpfung haben oder deren zweite Corona-Impfdosis oder die Genesung länger als 120 Tage zurückliegt, digital am Unterricht teilnehmen. Ab drei Fällen muss die gesamte Klasse für zehn Tage ins Homeschooling.

  • 11.43 Uhr
    Israel treibt zweite Booster-Kampagne voran

    Binnen einer Woche haben schon mehr als eine Viertelmillion Israelis eine vierte Corona-Impfdosis erhalten. Das israelische Gesundheitsministerium teilte am Sonntag mit, bisher seien 254'000 Menschen mit der vierten Dosis geimpft worden.

    Gemäss einer Expertenempfehlung bekommen diese bisher nur über 60-Jährige, Immungeschwächte und medizinisches Personal.

    Regierungschef Naftali Bennett sprach am Sonntag von einer hohen Impfbereitschaft innerhalb der Risikogruppen, «die sehr viele schwere Erkrankungen und Leid vermeiden wird».

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel ist in der Omikron-Welle so hoch wie nie seit Beginn der Pandemie. Laut offiziellen Angaben sind binnen 24 Stunden mehr als 17 500 neue Fälle registriert worden.

    Studie zur vierten Corona-Impfdosis: Gut, aber nicht genug

    Studie zur vierten Corona-Impfdosis: Gut, aber nicht genug

    Die Leiterin einer israelischen Studie zur Wirksamkeit einer vierten Corona-Impfung sieht einen beobachteten fünffachen Anstieg der Antikörper als «gut, aber nicht ausreichend» an. Die Leiterin einer israelischen Studie zur Wirksamkeit einer vierten Corona-Impfung sieht einen beobachteten fünffachen Anstieg der Antikörper als «gut, aber nicht ausreichend» an.

    09.01.2022

  • 11.37 Uhr
    Johnson wendet sich an Angehörige von Corona-Toten

    Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich betroffen gezeigt über die hohe Zahl an Corona-Toten in seinem Land. Am Wochenende hatte die Zahl der Todesfälle bei mittels PCR-Test bestätigten Corona-Infizierten die Marke von 150'000 überschritten. Grossbritannien ist das erste Land Europas –mit Ausnahme Russlands – das so viele Tote wegen der Pandemie zu beklagen hat.

    «Das Coronavirus hat einen furchtbaren Tribut in unserem Land gefordert (...)», schrieb Johnson am Samstagabend auf Twitter. Den Angehörigen der Verstorbenen sprach der konservative Politiker sein Mitgefühl aus und fügte hinzu: «Unser Ausweg aus dieser Pandemie ist, dass jeder seinen Booster bekommt, oder die erste oder zweite Impfung, wenn noch nicht erhalten.»

  • 10.35 Uhr
    Polizei stoppt Schiffsparty in Amsterdam

    Die niederländische Polizei hat eine illegale Party auf einem Schiff beendet, zu der trotz des Corona-Lockdowns mit geschlossenen Bars und Diskotheken eingeladen worden war.

    Nachdem Fahnder in den sozialen Medien einen Hinweis auf die Schiffsparty gefunden hatten, rückten sie am Samstagabend zu der Anlegestelle in Spaarndam bei Amsterdam aus, wie die Polizei mitteilte. Sie stoppten dort ein kleines Boot, das die Gäste zu dem Partyschiff bringen sollte.

    Gegen 19 Personen wurden Verfahren wegen Verstössen gegen die Corona-Massnahmen eingeleitet. Auf dem Partyschiff, das auf einem Kanal lag, wurden zahlreiche Bierfässer und 82 Liter Lachgas – das als Partydroge verwendet wird – entdeckt.

  • 10.02 Uhr
    Ruf nach verkürzter Quarantäne wird lauter

    Wegen der hohen Fallzahlen in der Schweiz müsse der Bundesrat bei der Dauer von Quarantäne und Isolation dringend über die Bücher: Das fordern immer mehr Stimmen aus den Kantonen und der Forschung.

    In einem Brief rufen die Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren von Zürich sowie der Ostschweizer Kantone den Bundesrat dazu auf, die Quarantäne- und Isolationsdauer auf jeweils fünf Tage zu reduzieren. Auch Rudolf Hauri, der oberste Kantonsarzt des Landes, steht diesem Anliegen positiv gegenüber. (Mehr zum Thema liest du hier.)

    Rudolf Hauri, Kantonsarzt Zug, Praesident der Vereinigung der Kantonsaerztinnen und Kantonsaerzte VKS, spricht waehrend einer Medienkonferenz zur aktuellen Situation des Coronavirus, am Dienstag, 21. Dezember 2021 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
    Rudolf Hauri, Zuger Kantonsarzt und Präsident der Kantonsärzte-Vereinigung, würde eine Verkürzung der Quarantänedauer begrüssen. 
    Bild: Keystone
  • 9.11 Uhr
    SVP will Parlamentarische Untersuchungskommission

    Nach zwei Jahren Pandemie sei die Datengrundlage immer noch mangelhaft, findet die SVP. Die Partei verlangt deshalb den Einsatz einer Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) – das schärfste Kontrollorgan von National- und Ständerat. SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi sagte der «SonntagsZeitung», dass die Partei nächste Woche in der Gesundheitskommission des Nationalrats einen entsprechenden Antrag einreichen wird.

    Es gehe darum, die – so Aeschi – «Fehlleistungen und Versäumnisse» im Departement von Gesundheitsminister Alain Berset zu untersuchen. Der SP-Bundesrat dient seit längerem als Feindbild für die SVP. 

  • 8.44 Uhr
    Rickli erwartet eine «Monsterwelle», aber danach baldige Normalität

    Rund 30'000 neue Corona-Fälle pro Tag vermeldet das Bundesamt für Gesundheit mittlerweile. Und es dürften noch mehr werden – das sagt die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag».

    Es sei an der Zeit, «dass wir der Bevölkerung reinen Wein einschenken», sagte die SVP-Politikerin. Es komme eine «Monsterwelle» auf uns zu. Sie erwartet, dass diese «heftig, aber kurz» sein werde. Doch das habe auch sein Gutes: «Dann dürfte das Virus endemisch werden, wie eine Grippe.» So würden es auch ihre Fachleute einschätzen, sagt Rickli. Dies könne Ende Februar der Fall sein, oder aber im Frühling. «Bald dürften wir grösstenteils wieder Normalität haben», sagt Rickli.

    Von daher könnte Omikron auch eine Chance sein. Weil aber immer mehr Personen in Quarantäne und Isolation begeben müssten, fordert Rickli gemeinsam mit den Gesundheitsdirektor*innen der Ostschweizer Kantone für beide Massnahmen eine Verkürzung auf fünf Tage. Dazu hätten sie den Bundesrat in einem Brief aufgefordert.

    Regierungsraetin Natalie Rickli, Vorsteherin der Gesundheitsdirektion, spricht an einer Medienkonferenz ueber das weitere Vorgehen zur Eindaemmung der Corona-Pandemie am Freitag, 23. Oktober 2020, in Zuerich..(KEYSTONE/Alexandra Wey)
    Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli glaubt, die Omikron-Welle werde heftig, aber kurz ausfallen.
    Bild: Keystone
  • 8.33 Uhr
    Kantone greifen bei Testzentren durch

    Zahlreiche private Anbieter von Antigen-Schnelltests und PCR-Tests haben gegen die Vorgaben der kantonalen Gesundheitsbehörden verstossen. Die Kantone hätten deshalb die betroffene Testzentren geschlossen, wie die «SonntagsZeitung» berichtet.

    Am schärfsten geht dem Bericht zufolge der Kanton Aargau gegen unseriöse Testzentren vor. Er hat bereits zwölf Anbietern die Betriebsbewilligungen entzogen, die ausserhalb der Räumlichkeiten von Apotheken, Ärzten und Spitälern Tests durchführten. Schliessungen gab es auch in Schwyz, Zürich, Luzern, St. Gallen, Thurgau, Graubünden und Schaffhausen.

    Zum Teil sollen die Zustände haarsträubend gewesen sein: In Basel befand sich das nun geschlossene Testcenter in einem Laden, der Schuhe und Schlüssel anbietet.

  • 8.15 Uhr
    Widerstand gegen Maskenpflicht an Schulen

    Der Widerstand gegen die Corona-Massnahmen an den Schulen wächst. So legten Schüler*innen und ihre Eltern in mehreren Schulen im Kanton St. Gallen ihren Lehrpersonen eine Haftungserklärung zur Unterschrift vor. Die Lehrerinnen und Lehrer sollten damit die Verantwortung für allfällige Schäden wegen der Maskenpflicht übernehmen, wie die «SonntagsZeitung» schreibt.

    Dazu seien die Lehrpersonen jedoch gar nicht in der Lage, entgegnete Franziska Peterhans, Zentralsekretärin des Lehrerverbandes.

    Im Kanton Bern, wo ab dem Schulstart am Montag Erstklässler eine Maske tragen müssen, sammelten Eltern 12'000 Unterschriften gegen diese Massnahme. In mehreren Kantonen sind Beschwerden vor Gericht hängig, sechs allein im Kanton Zürich.

    ARCHIV - 17.11.2020, Bayern, München: ILLUSTRATION - Eine Maske liegt im Unterricht in einem Gymnasium auf Unterrichtsunterlagen, während im Hintergrund Schülerinnen und Schüler mit Mund- und Nasenschutz zu sehen sind. (Zu dpa «Länder-Entwurf: Maskenpflicht in Corona-Hotspots ab Klasse sieben») Foto: Matthias Balk/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Matthias Balk)
    Die Maskenpflicht im Unterricht ist ein Reizthema.
    Bild: Keystone