Nasca-Linien

Forscher entdecken 2'000 Jahre altes Katzenbild

tafu

19.10.2020

Uraltes Scharrbild: Die Katze auf dem Hügel .
Bild: Keystone

Die Nasca-Linien haben Zuwachs in Form einer Katze bekommen: In Peru sind Forscher zufällig auf ein weiteres Kunstwerk gestossen.

In Peru haben Forscher eine riesige Katzenfigur entdeckt, die in den Boden eines trockenen Hügels gekratzt wurde, wie das Peruanische Kulturministerium nach Berichten von «CNN» mitteilte. Die Geoglyphe, welche über 2'000 Jahre alt sein soll, misst eine Länge von 37 Metern und ist Teil der berühmten Nasca-Linien. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Hunderten mysteriöser Kunstwerke, sogenannte Scharrbilder, die nur aus der Luft erkennbar sind.

Die Katze gesellt sich damit zu einer Reihe anderer Tierzeichnungen, die über das vergangene Jahrhundert in dieser Gegend entdeckt wurden, darunter ein Affe, ein Pelikan, ein Condor und ein Kolibri. Die neue Entdeckung wurde gemacht, als man an einem bereits bekannten und beliebten Aussichtspunkt für Touristen Wartungsarbeiten durchführte.

Aus aus der Ferne deutlich sichtbar: die Katzenzeichnung.
Bild: Keystone

«Die Figur war kaum zu sehen und bereits kurz davor, aufgrund seiner Lage an einem steilen Hang sowie natürlicher Erosion zu verschwinden», heisst es in der Medienmitteilung des Ministeriums.



Nach der Reinigung und Konservierung legten die Archäologen eine Reihe von Linien zwischen 30 und 40 Zentimeter frei. Der Stil des Kunstwerks legt die Vermutung nahe, dass es zwischen 200 und 100 v. Chr. in der späten Paracas-Periode entstanden ist. «Darstellungen dieser Art von Katzen finden sich häufig in der Ikonographie von Keramik und Textilien in der Paracas-Gesellschaft.»

Auf der Nasca-Ebene sind hunderte Geoglyphen zu sehen, darunter auch dieser Condor.
Bild: Keystone

Die Nasca-Linien wurden durch die Entfernung der oberen Gesteinsschicht geschaffen, als verantwortlich dafür gelten die Paracas- und die Nasca-Kultur. Die Geoglyphen und Linien bedecken insgesamt eine Fläche von 450 Quadratkilometern und wurden nach Angaben der UNESCO zwischen 500 v. Chr. und 500 n. Chr. erschaffen. Seit 1994 zählen sie zum Weltkulturerbe und gelten als «die grössten Rätsel der Archäologie».

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