Berlin will Clubs für Pilotprojekt öffnen

SDA

30.7.2021 - 15:55

ARCHIV - Menschen tanzen in einem Club. Mehrere Clubs in Berlin sollen für ein Pilotprojekt wieder drinnen öffnen dürfen - die Gäste sollen vorab zum PCR-Test. (Archivbild) Foto: Sophia Kembowski/dpa
Keystone

Mehrere Clubs in Berlin sollen für ein Pilotprojekt wieder drinnen öffnen dürfen – die Gäste sollen vorab zum PCR-Test.

SDA

30.7.2021 - 15:55

Das Projekt solle unter wissenschaftlicher Begleitung der Charité aufzeigen, ob und wie Tanzveranstaltungen in Clubs «auch unter pandemischen Bedingungen in Zukunft sicher möglich sein können», teilte die Senatskulturverwaltung am Freitag mit.

Sechs Clubs sollen mitmachen, darunter das Kitkat, die Renate und das SO36 in Kreuzberg. Das Projekt soll von Freitagabend bis Sonntagmittag laufen (6. bis 8. August). Rund 2000 Besucherinnen und Besucher werden zugelassen. Sie sollen vorab mit PCR- anstelle von Schnelltests auf das Coronavirus untersucht werden.

Dabei soll zum Beispiel nicht unterschieden werden, ob Menschen schon geimpft sind. Alle müssten die vorgeschlagene Teststrategie durchlaufen, hiess es in der Mitteilung. Berlin hatte bereits im März ein Pilotprojekt für die Kultur aufgelegt. Damals spielten etwa die Philharmoniker trotz Lockdowns vor rund 1000 Menschen.

Anders als in Konzerthäusern und Theatern seien bei einer Clubnacht weder Abstandsregeln noch eine Maskenpflicht umsetzbar, teilte die Senatsverwaltung mit. Deswegen sei die «Generierung einer temporären SARS-CoV-2-freien Kohorte» für 48 Stunden der wichtigste Baustein der Pilotveranstaltung. Wer mitmacht, soll einige Stunden vor Projektbeginn und einige Tage danach nochmal getestet werden.

Die Berliner Clubs hatten vor anderthalb Jahren schliessen müssen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Mit #UnitedWeStream haben sie lange Musik von leeren Tanzflächen in viele Wohnzimmer übertragen. Mittlerweile darf auf Aussenflächen wieder getanzt werden, unter Einhaltung von Hygienevorschriften. Drinnen sind Tanzveranstaltungen bisher nicht erlaubt.

Die Tickets für das Pilotprojekt «Clubculture Reboot» sollen online verkauft werden. Die Links dazu würden über die beteiligten Clubs beworben, etwa über Internetplattformen oder Newsletter, sagte ein Sprecher der Clubcommission. Die Tickets kosten 15 Euro. Hinzu kommen 10 Euro Kaution, die man beim Folgetest wiederbekommen soll. Das Vorhaben wird von der Senatskulturverwaltung bezuschusst.

SDA