Eineinhalbjährige aus Auto befreit, Fünfjähriger vom Freibad ins Spital

26.6.2019 - 07:55, Red.

Die Schweizer Seen und Flüsse bieten auch heute wieder willkommene Abkühlung.
Source: Keystone/Sandra Hildebrand

Hitzetag in der Schweiz – und auch der Abend bleibt heiss: In Bern werden um 21 Uhr noch über 28 Grad, in Basel gar über 31 Grad erwartet. Was das Wetter noch angerichtet hat, lesen Sie hier. 

18.05 Uhr: Neue Rekorde in der Höhe

Der heutige Tag hat bereits mehrere Hitze-Rekordmarken geknackt. Vor allem oberhalb von 1'000 Metern mass SRF Meteo Temperaturen, die die bisherigen Höchstwerte überflügelten. 

Auf dem Säntis wurden 21,0 Grad gemessen, in Davos 29,8 Grad und auf dem Piz Corvatsch 13,3 Grad. In Scuol kletterten die Temperaturen bis auf 33,3 Grad, in Grächen auf 30,8 Grad und in Buffalora auf 28,1 Grad. 

18.00 Uhr: Schule krebst zurück

Das Volksschulamt des Kantons Zürich hat am Mittwoch die Schule Kappel am Albis zurückgepfiffen. Diese wollte rund 120 Primarschülern am Donnerstagnachmittag hitzefrei geben. Für Hitzeferien fehlen laut dem Kanton allerdings die gesetzlichen Grundlagen. Ein gesundheitsverträglicher Umgang mit Hitze kann laut einer Mitteilung des Rechtsdienstes des Volksschulamtes unter der Obhut von Lehrpersonen besser gewährleistet werden, als wenn Kinder und Jugendliche von berufstätigen Eltern bei kurzfristigen Schuleinstellungen unbeaufsichtigt bleiben.

17.15 Uhr: Kleinkind in Schaffhausen aus Auto befreit

Die Polizei in Schaffhausen hat mit Gewalt ein Kleinkind aus einem Auto geholt: Wegen der Gefahr durch die sich stauende Hitze mussten die Retter eine Seitenscheibe einschlagen. Die Eineinhalbjährige hatte sich selber versehentlich im Fahrzeug eingeschlossen, als es mit dem Autoschlüssel spielte, so die Polizei. Das Kind blieb unverletzt, wurde aber dennoch einer Ambulanz übergeben. (sda)

17.00 Uhr: Fünfjähriger in Rotkreuz fast ertrunken

Zwei Mädchen entdecken im Erwachsenenbecken des Freibads von Rotkreuz, ZG am Mittwochnachmittag einen Jungen, der unter Wasser treibt. Mit Hilfe ihrer Mütter konnten sie den Fünfjährigen herausziehen, der per Helikopter in ein ausserkantonales Spital geflogen werden, wie «Blick» berichtet.

16.30 Uhr: Weltschneeschaufeltag 

Rekordhitze im Land, Restwinter auf der Corviglia im Oberengadin auf über 2'400 Metern über Null: Freiwillige haben die Moutainbikerouten am Mittwoch – dem Weltschneeschaufeltag – von den letzten Schneeresten befreit. Auch in anderen Bergregionen sei der Weltschaufeltag mittlerweile Tradition.

Auf der Corviglia oberhalb von St. Moritz fand er bereits zum dritten Mal statt. Man würde es kaum vermuten, aber heuer gab es besonders viel zu schaufeln. Der Winter war in diesem Jahr hartnäckig, meint Michael Kirchner, Kommunikationschef von Engadin St. Moritz Moutains AG: «So viel Schnee hat es um diese Zeit in den vergangenen Jahren nicht gegeben.» Kommendes Wochenende beginnt dann die Sommersaison.

Zum Abkühlen hier das Skiegbeiet Corvilgia im Winter.
Archivbild: Keystone

(sda/phi)

15.00 Uhr: Fahrverbot in Paris

Wegen hoher Ozonbelastung ist der Autoverkehr in der Region der Millionenmetropole Paris stark eingeschränkt. Rund 60 Prozent der zugelassenen Fahrzeuge seien von den Fahrverboten im Grossraum Paris betroffen, berichtete die Zeitung «Le Parisien» am Mittwoch. Auch in anderen französischen Städten wie Lyon dürfen Autos nur eingeschränkt fahren.

13.00 Uhr: Notfallplan auf den Baustellen

Auf Waadtländer Baustellen werden wegen der Hitze ausserordentliche Massnahmen ergriffen. Die Arbeit darf zwischen 13 und 17 Uhr eingestellt werden, wie der Waadtländer Arbeitgeberverband und die Gewerkschaft Unia am Mittwoch mitteilten.

10.00 Uhr: Wenn Hitze gefährlich wird

Temperaturen über 35 Grad, dazu strahlender Sonnenschein: Ganz ungefährlich sind solche Super-Sommer-Tage nicht. Denn Sonne und Hitze im Übermass schaden der Gesundheit – und sind im Extremfall sogar lebensbedrohlich.

Besonders gefährdet sind zum Beispiel ältere Menschen. Denn dem Körper fällt es mit steigendem Alter schwerer, sich an anhaltend hohe Temperaturen zu gewöhnen. Säuglinge und Kleinkinder sind eine weitere Risikogruppe, ihnen macht vor allem direkte Sonneneinstrahlung zu schaffen.

Sonnenschutzmittel, geeignete Kleidung, viel trinken und andere Vorsichtsmassnahmen sind daher für die Kleinsten und die Ältesten besonders wichtig – für allen anderen aber auch. Doch was passiert, wenn Hitze und Sonne zu viel werden?

9.04 Uhr: Hitzefrei

In Kappel am Albis im Kanton Zürich haben die Schüler Hitzefrei. Die Schulleitung hat die Eltern mit einem Brief darüber informiert, dass man aufgrund der hohen Temperaturen am Donnerstagnachmittag den Unterricht aussetze, berichtet der «Blick». Für Eltern, die sich nicht um ihre Kinder kümmern können, bietet die Schule eine Ersatzbetreuung an.

7.03 Uhr: Tropennacht

Einige Gebiete der Schweiz haben eine Tropennacht erlebt, die Temperatur sank also nicht unter 20 Grad. Am wärmsten war es laut SRF Meteo in Lugano mit 24.2 Grad und Vevey mit 24.1 Grad. Wer es kühl mag, sollte sich in die Hochtäler verziehen: In Samedan im Oberengadin kühlte es bis auf 5.2 Grad ab, in Andermatt im Urner Urserental lag das Minimum in der vergangenen Nacht bei 7.1 Grad. 

6.09 Uhr: Fallen weitere Rekorde?

Die Schweiz könnte heute tropische Hitze bis fast 40 Grad erleben. Das Hoch «Ulla» dürfte besonders im Norden und Süden die Temperaturen hochtreiben. SRF Meteo erwartet am Nachmittag für Basel und Sitten VS bis zu 38 Grad.

Der Schweizer Wetterdienst Meteoschweiz sagt bis zu 37 Grad voraus. Demnach könnten am Mittwoch einige Temperatur-Rekorde purzeln. Am Nachmittag soll es in der Schweiz 33 bis lokal 38 Grad heiss werden. In den Städten Zürich und Chur werden bis zu 37 Grad erwartet. Eine leichte Abkühlung von der Saharahitze ist erst für Anfang nächster Woche in Sicht. 

Die höchste Temperatur im vergangenen Hitzesommer lag bei 36,2 Grad. Als absoluter Rekord gilt der 11. August 2003 in Grono im bündnerischen Misox. Damals war es da 41,5 Grad heiss.

Der Bund erliess Hitzewarnungen der zweithöchsten Stufe 4 («Grosse Gefahr») für die Region Basel sowie für Teile des Wallis und des Tessins. Bereits am Dienstag waren im Wallis die Temperaturen an mehreren Orten auf über 35 Grad geklettert.

0.00 Uhr: Was bisher geschah

Die Sommerhitze brachte am Dienstag bereits erste Rekorde zu Fall. Und sorgt dafür, dass die grossen Schneemassen in den Bergen noch schneller schmilzen. Für die kommenden Tage dürfte also genug kühles Wasser durch die Schweizer Flüsse fliessen, damit man sich noch Linderung verschaffen kann.

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