Grippe-Saison Erste Fälle gemeldet: Das müssen Sie über die Influenza 2019 wissen

Von Silvana Guanziroli

5.11.2019

Am 8. November findet in der Schweiz der nationale Impftag statt.
Am 8. November findet in der Schweiz der nationale Impftag statt.
Keystone

Die Viren sind im Anflug. Auch in diesem Jahr wird eine Grippewelle über die Schweiz schwappen. Das müssen Sie wissen, um sich bestmöglich zu schützen.

In der ersten Novemberwoche sind bereits erste Grippefälle in der Schweiz aufgetreten. Gemäss dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) geht man derzeit von sieben Fällen pro 100'000 Einwohner aus. Das haben Hochrechnungen beim Bund ergeben.

Welche Virenstämme aber effektiv einen Teil der Schweizer Bevölkerung ins Bett zwingen werden, das könne man derzeit noch nicht abschliessend sagen. «Meist finden die Virenstämme aus der Südhalbkugel und auch aus dem Tropengürtel den Weg nach Europa», erklärt BAG-Sprecher Daniel Dauwalder. In den aktuellen Impfstoffen sind entsprechende Antigene von zwei Influenza-A-Viren sowie von zwei B-Viren enthalten. «Insgesamt stehen in der Schweiz 1,2 Millionen Impfdosen zur Verfügung», so Dauwalder.

In der Schweiz sterben im Schnitt jährlich rund 1'500 Menschen an der Grippe. Besonders hoch war die Zahl der Erkrankungen im Jahr 2017, wie die nachfolgende Grafik zeigt.

Die Grippemeldungen liegen in diesem Jahr etwa in der gleichen Höhe wie in den Vorjahren.
Die Grippemeldungen liegen in diesem Jahr etwa in der gleichen Höhe wie in den Vorjahren.
Bundesamt für Gesundheit

Dennoch war die Ausbreitung noch weit von einer Pandemie entfernt. Aber genau eine solche wird seit Jahren erwartet. Wie hoch ist das derzeitige Risiko? «Aktuell bestehen für eine Pandemie keine Anzeichen», sagt Dauwalder. «Tatsächlich ist die Risiko-Abschätzung aber so schwierig wie die Vorhersage eines grossen Erdbebens.» Doch die Schweiz sei für den Ernstfall gerüstet und habe einen entsprechenden Pandemieplan erstellt.

Schutz vor Ansteckung

Grippeviren werden über die Tröpfcheninfektion verbreitet. Wie schützt man sich hier am sinnvollsten vor einer Ansteckung? «Die einfachste und zurzeit wirksamste Massnahme ist die Impfung», sagt Dauwalder. Doch die Wirksamkeit der Impfdosis könne tatsächlich stark schwanken. «Pro Saison und geimpfter Person zwischen 20 und 80 Prozent.» Damit Impfwillige das Zeitfenster nicht verpassen: Am kommenden Freitag ruft der Bund erneut zum nationalen Impftag auf.

Besonders Menschen mit erhöhtem Komplikationsrisiko sollten diesem Aufruf folgen, wie es vom BAG heisst. Gemeint sind Personen mit chronischen Erkrankungen wie Atemwegs- oder Herzkrankheiten, schwangere Frauen, frühgeborene Kinder und Menschen ab 65 Jahren. 

Doch auch ohne Spritze in den Arm könne man etwas gegen die gefährlichen Viren tun. «Achten Sie auf eine gute Händehygiene, niesen sie möglichst in ein Taschentuch oder in die Armbeuge, bewegen Sie sich an der frischen Luft, schlafen Sie genügend und essen Sie gesund, frisch sowie ausgewogen», lautet die BAG-Empfehlung.

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