Frankreich führte vor 225 Jahren das Metermass ein

dpa/toko

7.4.2020 - 00:00

Ein Standardmeter an der Rue de Vaugirard in Paris. Ende des 18. Jahrhunderts wurden in Paris 16 solcher Metermasse installiert, um die Bevölkerung mit der neuen Einheit vertraut zu machen.
Bild: Christian Böhmer/dpa

Für die damaligen Menschen bedeutete es eine völlige Umstellung — in etwa vergleichbar mit der Euro-Einführung rund 200 Jahre später. Mit einem Gesetz von 1795 etablierte Frankreich den Meter als Längenmass.

Frankreich begeht an diesem Dienstag (7. April) in aller Stille ein wichtiges Jubiläum: Vor genau 225 Jahren wurde das Längenmass Meter und damit auch das metrische System gesetzlich eingeführt. Die Französische Revolution von 1789 fegte die Privilegien des Adels hinweg und wollte auch Masse und Gewichte vereinheitlichen. Das Gesetz von 1795 war eine Folge davon.

Den Standardmeter gibt es noch immer

Von Einheimischen und Touristen weitgehend unbemerkt gibt es in Paris in der Nähe des Senats immer noch einen Standardmeter. Ende des 18. Jahrhunderts wurden in der Metropole 16 Metermasse an belebten Orten angebracht, um die Bevölkerung mit der neuen Einheit vertraut zu machen.

Der Meter an der schicken Rue de Vaugirard im sechsten Stadtbezirk ist der letzte, der noch an seinem Originalplatz verblieben ist. Die Einführung des Meters bedeutete für die Menschen damals eine völlige Umstellung — in etwa vergleichbar mit der Euro-Einführung rund 200 Jahre später.

Auch die Schweiz macht mit

1875 unterzeichneten 17 Länder einen Staatsvertrag, die sogenannte Meterkonvention oder Metervertrag, darunter war auch die Schweiz. Der Meter ist inzwischen in den meisten Ländern der Welt verbindliches Längenmass.

Die Definition des Meters veränderte sich im Laufe der Zeit: Früher war es der zehnmillionste Teil der Entfernung vom Nordpol über Paris zum Äquator. Heutzutage gilt eine Definition, die auf der Lichtgeschwindigkeit beruht.


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