Deutsche LokführerStreik beendet – Bahn nimmt auch in Schweiz Kurs auf Normalbetrieb
dpa
25.8.2021 - 05:01
Der Streik der deutschen Lokführergewerkschaft GDL bei der Deutschen Bahn ist beendet. Die Deutsche Bahn erwartet am heutigen Mittwoch wieder einen weitgehend normalen Betrieb – auch in der Schweiz. Ein weiterer Streik ist nicht ausgeschlossen.
25.08.2021, 05:01
25.08.2021, 05:40
dpa/dor
Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL bei der Deutschen Bahn ist beendet. Das sagten Vertreter beider Seiten nach dem planmässigen Ende des Arbeitskampfes am Mittwoch um 2.00 Uhr.
Die Bahn erwartet am heutigen Mittwoch wieder einen weitgehend normalen Betrieb im Fern- und Regionalverkehr sowie bei den S-Bahnen.
Damit dürften auch die Nachtzüge von Zürich nach Berlin wieder regulär unterwegs sein. Seit Montag waren neben den Nachtzügen von Zürich nach Berlin und Hamburg auch die ICE Zürich-Basel-Hamburg, Interlaken-Basel-Berlin und Basel-Köln ausgefallen. Auch die Verbindungen zwischen Zürich und München wurden reduziert.
Kunden sollten sich gemäss der Deutschen Bahn dennoch vor Fahrtantritt über Websites, Apps oder telefonisch informieren, ob ihr Zug wie geplant fährt.
Konflikt besteht weiter
Eine Lösung des Tarifkonflikts ist jedoch weiter nicht in Sicht. Es gibt Uneinigkeit darüber, wann die Beschäftigten Einkommenserhöhungen bekommen sollen. Gerungen wird auch um eine mögliche Corona-Prämie sowie die Betriebsrenten.
Der Streik hatte in der Nacht zu Montag im Personenverkehr begonnen, im Güterverkehr schon am Samstag. Eine Bilanz der GDL steht noch aus. Es war ihr zweiter Arbeitskampf in diesem Monat. Weitere Streiks sind möglich.
Die GDL rivalisiert mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) um Mitglieder bei der Bahn. Anders als die EVG will sie in diesem Jahr keine Nullrunde hinnehmen.
Der EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel forderte inzwischen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) auf, sich aus dem Tarifkonflikt bei der Bahn herauszuhalten. Zwar gehe es der GDL «nur bedingt um materielle Forderungen, sondern um politische Ziele», heisst es in Hommels Schreiben an den Politiker. «Dennoch sind wir davon überzeugt, dass diese Tarifrunde ausschliesslich durch die Verhandlungspartner selbst gelöst werden muss.» Scheuer hatte den GDL-Streik kritisiert und die Gewerkschaft aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.