Gestohlene Kronjuwelen womöglich in Mülltonne gefunden

dpa/uri

5.2.2019

Die Kronjuwelen von König Karl IX. und Königin Kristina von Schweden wurden aus der Kathedrale in Strängnäs bei Stockholm gestohlen.
Bild: . dpa/Handout/Politie Zweden

Die schwedische Polizei hat womöglich die vor fast sieben Monaten gestohlene Kronjuwelen aufgespürt. Alles deute darauf hin, dass die Insignien aus dem 17. Jahrhundert im Gebiet rund um Stockholm entdeckt worden seien, teilten die Behörden am Dienstag mit.

Nach dem Diebstahl mehrerer historischer Kronjuwelen aus einer schwedischen Kathedrale sind Teile der Beute vermutlich wieder aufgetaucht. Staatsanwältin Reeva Devgun sagte am Dienstag dem Sender SVT, man habe bestimmte Gegenstände gefunden. Es sei jedoch noch unklar, ob es sich tatsächlich um die Kronjuwelenhandele. Die Polizei teilte mit, alles deute darauf hin, dass man das Diebesgut gefunden habe. Man arbeite daran, dies zu 100 Prozent bestätigen zu können.

Angeblicher Fund in Mülltonne

Devgun reagierte mit ihren Aussagen auf einen Bericht der Zeitung «Aftonbladet». Das Blatt hatte am Morgen unter Verweis auf nicht näher beschriebene Quellen berichtet, die Kronjuwelen oder Teile von ihnen seien in einer Mülltonne im Raum Stockholm entdeckt worden.

Der Prozess gegen einen jungen Schweden, der sich wegen des mutmasslichen Diebstahls vor dem Bezirksgericht in Eskilstuna verantworten muss, sollte am Dienstag laut Devgun wegen der Meldungen unterbrochen werden. Die Verteidigung stimmte dem zu. Zeugen, die am Dienstag aussagen sollten, wurden aber wie geplant vernommen.

Über 7 Millionen Franken wert

Der 22 Jahre alte Angeklagte war im September 2018 von der Polizei festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, Ende Juli gemeinsam mit einem anderen Mann drei Gegenstände aus dem Dom zu Strängnäs westlich von Stockholm gestohlen zu haben: die Krone und den Reichsapfel des 1611 gestorbenen Königs Karl IX. von Schweden sowie die Krone seiner 1625 gestorbenen Frau, Königin Christine von Holstein-Gottorf.

Die drei Kronjuwelen haben einen Schätzwert von 65 Millionen schwedischen Kronen (7,2 Millionen Franken). Planmässig waren für Dienstag eigentlich die Schlussplädoyers in dem Prozess angesetzt gewesen. Um wie viele Verhandlungstage sich das Verfahren nun verlängert, war zunächst unklar.

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