Hohe Fallzahlen belasten Österreichs Wintersaison

SDA/lmy

7.11.2021 - 06:18

ABD0103_20210112 - MARIA LANKOWITZ - ÖSTERREICH: ++ THEMENBILD ++ Eine Frau mit Schneeschuhen am Samstag, 9. Jänner 2021, während einer Bergtour in Maria Lankowitz. - FOTO: APA/ERWIN SCHERIAU
Bergtour in Maria Lankowitz: Österreich steht vor einer schwierigen Wintersaison.
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Die österreichischen Wintersportorte bangen um ihre Saison. Nicht nur Reisewarnungen wegen den hohen Zahlen belasten die Branche, sondern auch die fehlenden Mitarbeiter.

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7.11.2021 - 06:18

Österreich steht vor einer schwierigen Wintersaison. Mögliche Reisewarnungen wegen der hohen Coronazahlen hingen wie ein Damoklesschwert über der Hotel- und Gaststättenbranche, sagte die Hotellerie-Sprecherin in der Wirtschaftskammer Österreich, Susanne Kraus-Winkler.

Obendrein würden in den nächsten Wochen noch etwa 8000 bis 10'000 Saisonkräfte gesucht. «Wir haben fast weltweit einen Mitarbeitermarkt, so dass sich die Kräfte ihre Stellen sehr genau aussuchen», sagte Kraus-Winkler der Deutschen Presseagentur (DPA).

Problem mit russischem Impfstoff

Manche Hotels hätten mehrere Angestellte allein für die Suche nach weiteren Mitarbeitern abgestellt. Ein grosses Problem sei zudem, dass wohl bis zu 3000 Kräfte mit dem russischen Impfstoff Sputnik V geimpft seien, der aber wegen fehlender Zulassung in Österreich nicht anerkannt werde.

«Wir drängen die Bundesregierung seit Wochen, hier aktiv zu werden und zum Beispiel Kreuz-Impfungen mit anderen Stoffen als Impfnachweis gelten zu lassen», so Kraus-Winkler weiter. Auch bei Gästen aus Osteuropa zeichne sich hier ein Problem ab.

Viele Hotels tendierten schon länger zu einer 2G-Regel für Geimpfte und von Corona Genesene, wie sie nun ab Montag gilt. «Lieber eine sichere Saison als gar keine Saison», sei das Motto, sagte Kraus-Winkler.

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