Zürcher Stadtpolizei löst Strassen-Blockaden auf

aru/SDA

5.10.2021 - 14:17

Die Gruppe Extinction Rebellion blockierte erneut die Zürcher Innenstadt mit Sitzstreiks. Kurz vor 15 Uhr konnte der Verkehr wieder fliessen, 15 Klimaaktivist*innen wurden von der Polizei verhaftet.

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5.10.2021 - 14:17

Wie angekündigt haben Mitglieder der Gruppe Extinction Rebellion auch am Dienstagmittag wieder Strassen in der Zürcher Innenstadt blockiert: Unter anderem die Rudolf-Brun-Brücke, die Uraniastrasse und die Sihlstrasse waren gemäss Polizeiangaben stellenweise nicht befahrbar. Gegen 14:45 Uhr wurden die letzten Demonstrierenden von der Polizei entfernt und die Strasse wurde wieder für den Verkehr geöffnet.

Die Stadtpolizei begann am frühen Nachmittag damit, die Brücke zu räumen und die Aktivist*innen wegzutragen. Zwei Demonstranten sollen sich die Hände aneinandergeleimt haben. Sie wurden im Doppelpack entfernt. Auf der Uraniastrasse unweit der Bahnhofstrasse kletterten Demonstrantinnen auf ein Holzgerüst. Diese wieder auf den Boden zu holen, gestaltete sich als äusserst aufwendig.

«Im Bereich der Innenstadt kommt es zu Verzögerungen im Strassenverkehr aufgrund einer erneuten unbewilligten Kundgebung», twitterte die Stadtpolizei am Mittag. Die Verkehrspolizei stehe für Umleitungen im Einsatz. Der öffentliche Verkehr sei nicht betroffen.

134 Personen abgeführt

Mitglieder der Gruppe Extinction Rebellion hatten sich bereits am Montag auf die Uraniastrasse gesetzt und damit über fünf Stunden lang den Verkehrsfluss behindert. Sie wollen mit ihren über mehrere Tage anberaumten Aktionen den Bundesrat dazu bringen, die Klimakrise anzuerkennen und rasch Massnahmen zu ergreifen.

Die Stadtpolizei hatte am Montag 134 Personen – je 67 Frauen und Männer – festgenommen. 43 Aktivist*innen befinden sich noch in Haft; sie wurden der Staatsanwaltschaft übergeben. Die übrigen wurden mit einer Wegweisung für 24 Stunden belegt und aus der Polizeihaft entlassen.

Menschen der Klimaorganisation
Der Polizeieinsatz an der Uraniastrasse war erst kurz vor 15 Uhr zu Ende.
Bild: Keystone
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