Schwere Überflutungen in Jakarta

SDA

8.12.2021 - 05:32

07.12.2021, Indonesien, Jakarta: Ein Mann watet durch Flutwasser an der Küste von Jakarta. Foto: Afriadi Hikmal/XinHua/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Ein Mann watet am 7. Dezember 2021 durch Flutwasser an der Küste von Jakarta. 
Bild: Afriadi Hikmal/XinHua/dpa

Bis 2050 könnte laut Experten das gesamte Gebiet von Nord-Jakarta überflutet sein. Die Regierung von Präsident Joko Widodo plant, die Hauptstadt des Landes bis 2025 auf die Insel Borneo zu verlegen.

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8.12.2021 - 05:32

Überlaufendes Meerwasser hat in der indonesischen Hauptstadt Jakarta zu schweren Überschwemmungen geführt. Viele Gebiete vor allem im Norden der Metropole liegen tiefer als der Meeresspiegel und sinken jedes Jahr um weitere Zentimeter ab.

Anwohner erklärten am Mittwoch, das Wasser habe teilweise einen Meter hoch gestanden und schwere Schäden an Häusern verursacht. Betroffen war auch der beliebte Freizeitpark Ancol Dreamland.

Der Bürgermeister von Nord-Jakarta, Ali Maulana Hakim, warnte, dass in dieser Woche noch mit weiteren Überflutungen zu rechnen sei. Die Stadtverwaltung plane, neue Deiche zu bauen, um die Küstengebiete vor den Verwüstungen des Meeres zu schützen, sagte der stellvertretende Gouverneur der Stadt, Ahmad Reza Patria. «Die Lösung besteht im Bauen von Deichen, und das tun wir.»

Mehrere Küstenregionen der Stadt mit zehn Millionen Einwohnern werden während der Flut regelmässig überschwemmt. Etwa 40 Prozent von Jakarta liegen unter dem Meeresspiegel. Bis 2050 könnte laut Experten das gesamte Gebiet von Nord-Jakarta überflutet sein. Die Regierung von Präsident Joko Widodo plant, die Hauptstadt des Landes bis 2025 auf die Insel Borneo zu verlegen. Als Standort wurden Flächen der Distrikte Penajam Paser Utara und Kutai Kartanegara in der Provinz Ostkalimantan ausgewählt.

A truck drives past containers in the water during a tidal flood at the Sunda Kelapa Port in Jakarta, Indonesia, Tuesday, Dec. 7, 2021.(AP Photo/Tatan Syuflana)
Ein Lastwagen fährt durch den Hafen von Jakarta, der von der Flutkatastrophe getroffen wurde.
Bild: Keystone/AP Photo/Tatan Syuflana

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