Schnee-Chaos in der Schweiz überrascht auch Meteorologen

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1.3.2018

Schneit es in Schweizer Städten, ist das Chaos vorprogrammiert. Dass es am heutigen Donnerstag allerdings so schlimm wird, überrascht. Schuld ist die komplizierte Wetterlage.

Zwar war für den Donnerstagmorgen Schnee bis in tiefe Lagen vorausgesagt, dass es deshalb allerdings zu so massiven Problemen auf Strassen und Schienen kommen würde, überrascht sogar Meteorologen. Schuld dafür sei die komplizierte Wetterlage, informiert Klaus Marquart von Meteonews gegenüber «Bluewin». Von Südwesten her hat die Schweiz eine Warmfront erreicht – und die werden gemäss dem Meteorologen generell eher unterschätzt, weil sie oft mengenmässig mehr Niederschlag bringen, als vermutet.

So twitterte auch SRF Meteo: «Ja, auch wir sind überrascht, dass es so verbreitet schneit.»

«Die reale Schneemenge ist zwar gering, wegen der nach der Kälteperiode gefrorenen Böden bleibt er aber liegen», so Marquart. In den tiefen Lagen hält sich die Kaltluft wegen der Warmfront ausserdem hartnäckig bei Temperaturen um die -8 Grad, was das Ansetzen des Schnees ebenfalls begünstigt. In den Bergen ist es wärmer: -2 Grad auf 2000 Metern und -6 Grad auf 3000 Metern.

Das Schlimmste sei aber vorbei, gibt Marquart Entwarnung: «Am Nachmittag lassen die Niederschläge nach oder hören ganz auf», so der Meteorologe. Im Flachland bleibt es jedoch weiterhin bewölkt, in den Alpen lockert der Himmel allmählich auf.

Bilder aus der Schweiz
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