Sechs Schweizer starben 2019 in Schweden

Lastwagen war laut Gericht illegal unterwegs

SDA, lpe

16.1.2022 - 19:40

Gedenksaeulen, Kerzen, ein Kreuz und Kraenze beim Abschiedsgottesdienst fuer sechs in Schweden verunglueckte Schweizer, am Mittwoch, 30. Januar 2019, in der Widihalle in Frutigen. Bei einem schweren Unfall mit einem Kleinbus und einem Lastwagen in der Naehe der schwedischen Stadt Kiruna starben am 12. Januar sechs Schweizer Staatsangehoerige. Fuenf von ihnen stammten aus Adelboden. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Memorial columns, candles, a cross and wreaths at a farewell service for six Swiss people killed in an accident in Sweden, on Wednesday, January 30, 2019, in the Widihalle in Frutigen, Switzerland. Six Swiss citizens died in an accident with a minibus and a truck near the Swedish city of Kiruna on January 12. Five of them came from Adelboden. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Nur einer der sieben Passagiere des Minibusses überlebte: Für die sechs Verstorbenen wurden am Abschiedsgottesdienst am Mittwoch, 30. Januar 2019 Säulen zum Gedenken aufgestellt.
KEYSTONE/Peter Schneider

2019 kamen sechs junge Schweizer bei einem Auto-Unfall in Schweden ums Leben.  Ein Gerichtsurteil zeigt nun: Der in die Frontalkollision verwickelte Lastwagen war illegal unterwegs.

SDA, lpe

16.1.2022 - 19:40

Ein schwedisches Gerichtsurteil wirft ein neues Licht auf den Unfall von Anfang 2019, bei dem sechs junge Schweizer ums Leben kamen. Der in die Frontalkollision verwickelte Lastwagen war demnach illegal auf der fraglichen Strasse unterwegs.

Das geht aus dem Urteil hervor, über das der TV-Sender «TeleZüri» am Freitagabend berichtete und das sich zusammengefasst auch auf der Website des Gerichts findet. Ein Minibus mit einer Gruppe von Schweizern war am 12. Januar 2019 auf einer Landstrasse in Nordschweden frontal mit einem Lastwagen zusammengestossen.



Der 90-Tönner gehört einer Firma, die in der Nähe Eisenerz abbaut. Schon 2018 hatte das schwedische Umweltamt bemängelt, die Firma halte sich bei der Transportroute nicht an die Betriebsbewilligung. Zu diesem Schluss kommt nun auch das zuständige Gericht. Die gewählte Route sei «nicht durch die Genehmigung gedeckt», heisst es in der Pressemitteilung.

Allerdings verliert die Firma nicht die Betriebsbewilligung. In der Mitteilung des Gerichts ist bloss die Rede von einer Einschränkung bei der Menge des abgebauten Eisenerzes.

Alle an Board waren angeschnallt

Die umstrittene Transportroute darf einstweilen weiter genutzt werden. Allerdings ist der Rechtsstreit nach Einschätzung von Beobachtern noch nicht abgeschlossen.

Wenige Tage nach dem Unfall von 2019 hatte die schwedische Polizei mitgeteilt, alle Minibus-Insassen seien angegurtet gewesen. Einen technischen Defekt am Unfallfahrzeug habe sie nicht entdeckt. Was die damals angekündigten weiteren Ermittlungen ergeben haben, ist nicht bekannt.

Sechs der sieben Minibus-Insassen kamen bei dem Unfall in einer als gefährlich geltenden Kurve ums Leben. Fünf der getöteten jungen Männer stammten aus Adelboden BE, das sechste Todesopfer aus dem Kanton Aargau.

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