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Twitter sperrt Kanye West erneut – Parler-Deal geplatzt

SDA

2.12.2022 - 18:16

ARCHIV - Der Rapper Ye, früher bekannt als Kanye West, sieht sich ein Basketballspiel zwischen den Washington Wizards und den Los Angeles Lakers an. Foto: Ashley Landis/AP/dpa
ARCHIV - Der Rapper Ye, früher bekannt als Kanye West, sieht sich ein Basketballspiel zwischen den Washington Wizards und den Los Angeles Lakers an. Foto: Ashley Landis/AP/dpa
Keystone

Wegen seiner antisemitischen Äusserungen wurde Rapper Kanye West zuletzt häufig kritisiert – nun ist der Twitter-Account des Musikers erneut gesperrt worden. «Ich habe mein Bestes versucht. Trotzdem hat er erneut gegen unsere Richtlinien gegen Anstiftung zur Gewalt verstossen. Der Account wird suspendiert», schrieb Twitter-Boss Elon Musk am Freitag. Laut Medienberichten bezieht sich Musk dabei auf einen mittlerweile gelöschten Tweet von West. Der 45-Jährige soll darin das Bild einer Swastika (Hakenkreuz) verbreitet haben.

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2.12.2022 - 18:16

West sorgte zudem mit Sympathiebekundungen für Adolf Hitler für Kritik, die er laut Medienberichten in einer Show auf der rechten Webseite Infowars geäussert haben soll. Im Netz ist das Video der Sendung von US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones zu sehen – angeblich mit Kanye West. Angeblich, denn das Gesicht ist wegen einer strumpfartigen Maske nicht zu erkennen. Die Vereinigung Republican Jewish Coalition sprach auf Twitter nach der Show von «einer schrecklichen Jauchegrube gefährlichen, bigotten Judenhasses».

Zudem wurde bekannt, dass West die vor allem bei Anhängern von Ex-Präsident Donald Trump populäre Twitter-Alternative Parler nun doch nicht kaufen wird. «Parlement Technologies möchte hiermit bestätigen, dass das Unternehmen in gegenseitigem Einvernehmen mit Ye die Pläne zum Verkauf von Parler beendet hat. Diese Entscheidung wurde im Interesse beider Parteien Mitte November getroffen», teilte das Unternehmen, zu dem Parler gehört, am Donnerstag auf einem nicht-verifizierten Twitter-Account mit. Zahlreiche US-Medien zitierten zudem eine Sprecherin des Unternehmens, die den Inhalt des Tweets bestätigte.

Im Oktober hatte es noch geheissen, der Verkauf solle noch in diesem Jahr abgewickelt werden. Nähere Details etwa zum Preis teilte das Unternehmen damals nicht mit.

Parler bezeichnet sich als eine auf Redefreiheit ausgerichtete Online-Plattform. Der noch vergleichsweise kleine Dienst war als eine Art Twitter-Kopie gestartet, auf der alles erlaubt war. Weil Beiträge entdeckt wurden, die unter anderem zu Gewalt gegen konkrete Personen aufriefen und den Nationalsozialismus verherrlichten, war Parler zeitweise aus Apples App Store entfernt worden.

Die aktuellen Fälle stehen in einer Reihe ähnlicher Vorfälle um den Rapper, der sich mittlerweile Ye nennt. So hatte jüngst der Sportartikelhersteller Adidas die Partnerschaft mit West wegen dessen antisemitischen Äusserungen beendet. Auch bei Twitter war West schon einmal gesperrt worden. Musk schrieb damals, er habe mit West gesprochen «und meine Besorgnis über seinen jüngsten Tweet ausgedrückt – die er, glaube ich, sich zu Herzen genommen hat».

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