Wegen Trump: Bezinpreise steigen deutlich an

9.5.2018 - 11:31, Silvana Guanziroli

Die Bezinpreise steigen seit Wochen an. Der Grund ist ein Verknappung des Rohöls-Angebots (Symbolbild)
Keystone 

An den Schweizer Zapfsäulen steigen die Preise merklich an. In den letzten Wochen um insgesamt 10 Rappen. Das Benzin ist damit so teuer, wie schon lange nicht mehr. Und eine Entspannung ist nicht in Sicht. «Die Preise steigen weiter», sagt die Schweizer Erdölvereinigung.

Es passierte im Zwei-Wochen-Takt. So schnell änderte sich in den letzten Monaten der Preis an den Schweizer Zapfsäulen. Und das nur in eine Richtung: Nach oben. Aktuell kostet der Liter Bleifrei in Zürich rund 1.65 Franken. Und damit ist das Benzin so teuer, wie seit 2014 nicht mehr.

Und eine Entspannung ist nicht in Sicht. Seit US-Präsident Donald Trump den Atomdeal mit dem Iran aufgekündigt hat, droht ein neuer Preisschock an den Tankstellen. Doch nicht nur Trump ist der Preistreiber.

Knappes Angebot an Rohöl

«Die OPEC und Russland haben gemeinsam beschlossen die Förderung zu reduzieren, der Dollarpreis ist im Vergleich zum Franken stark und die Weltwirtschaft läuft», erklärt David Suchet, Mediensprecher der Schweizer Erdölvereinigung die weiteren Gründe.

Das alles führt dazu, dass auf dem Weltmarkt derzeit das Angebot an Rohöl knapp ist – bei steigender Nachfrage. «Im Moment kostet das Fass Rohöl 76 Dollar. Und es wird noch mehr ansteigen. Wir sehen keine Entspannung. So hat Saudi Arabien angekündigt, dass sie einen Fasspreis von 80 Dollar anstreben», so Suchet.

Den bisher höchsten Rohölpreis der Geschichte dürften wir so schnell aber nicht knacken. Suchet: «Das war 1864 der Fall. Damals kostete das Fass Rohöl etwa 123 Dollar nach heutigem Kurs.»

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