Heftige Gewitter richten Millionenschäden an

SDA

25.6.2021 - 05:20

Arbeiter der SBB befreien die Gleise mit Schaufel und Pickel von der Hagelschicht, am Donnerstag, 24. Juni 2021 in Sonceboz. Am Mittwochabend, 23. Juni 2021, kam es zu einem Unwetter mit starkem Hagel und Regen, welches Ueberschwemmungen und grosse Schaeden im Berner Jura und dem Dorf Sonceboz verursachte. (KEYSTONE/Marcel Bieri)
Arbeiter der SBB befreien in Sonceboz die Gleise mit Schaufel und Pickel von der Hagelschicht. Eine Serie von Gewittern hat in der Schweiz Millionenschäden angerichtet.
Bild: Keystone/Marcel Bieri

Die Serie heftiger Gewitter reisst nicht ab und sorgt für Millionenschäden. Am Donnerstagabend ist erneut eine Unwetterfront über Teile der Schweiz gezogen. Ab Montag droht aber bereits die nächste Südwestlage. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

SDA

25.6.2021 - 05:20

Am Donnerstagabend ist erneut eine Unwetterfront über Teile der Schweiz gezogen. Wieder traf es zuerst insbesondere Gebiete im Kanton Bern. Lokal fielen laut Meteoschweiz bis um 19 Uhr bereits wieder 45 Millimeter Regen.

Gemessen wurden diese Werte in Huttwil BE und Affoltern im Emmental BE, wie Meteoschweiz auf Twitter schrieb. Der Bahnverkehr zwischen Burgdorf und Wynigen und Burgdorf und Herzogenbuchsee auf der Linie Bern-Olten war laut Bahninformationsdienst ab 19 Uhr wegen Unwetterschäden auf unbestimmte Zeit unterbrochen.

Bilder auf verschiedenen Onlinemedien-Plattformen zeigten überschwemmte Gärten in Seftigen BE im Gürbetal, überflutete Wiesen und Strassen in Sumiswald BE im Emmental, Hasle bei Burgdorf BE und in Reiden LU. Unter Wasser stand demnach auch die Unterführung im Bahnhof Aarau.



Erdrutsche am Thuner- und Brienzersee 

Bereits am Donnerstagnachmittag sorgten zwei Erdrutsche am Thuner- und Brienzersee für Einschränkungen im Bahnverkehr. Wann der Verkehr wieder normal rollt, war am frühen Abend noch nicht bekannt.

Die beiden Erdrutsche gingen zwischen Spiez und Interlaken sowie zwischen Ober- und Niederried nieder und sorgten für Zugausfälle und Verspätungen, wie die SBB auf ihrer Internetseite mitteilte.

Ab einer Linie westlich von Bern bis in die Ostschweiz und das Tessin galt die Gefahrenstufe 3 (erhebliche Gefahr) von 4.

In den vergangenen drei Tagen sind gemäss einer auf Twitter publizierten Aufstellung von Meteonews in einzelnen Messstationen über 100 Millimeter Niederschlag gefallen. Die Spitze der Rangliste zieren Thierachern BE mit 108 Millimetern, Aarau AG mit 106 Millimetern und Gösgen SO mit 100 Millimetern.

Millionenschäden

Die Berner Gebäudeversicherung rechnete — Stand Donnerstag — mit rund 10’000 Schadensfällen und einer Gesamtschadensumme von über 25 Millionen Franken, wie es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hiess.

Die meisten der Polizei gemeldeten Schadenmeldungen betrafen Wassereinbrüche und über Ufer getretene Bäche sowie Strassen, die wegen Steinschlags, Erdrutschen und Hochwasser gesperrt werden mussten. Bilder und Videos auf Medienplattformen zeigten mit Hagel bedeckte Strassen und Autobahnen im Berner Jura.

Von der Wucht des Unwetters in der Westschweiz zeugte der Fall einer 25 Meter hohen Pappel in Genf, der Baum prallte auf drei Autos und ein Fahrrad, verletzt wurde niemand.

Aussergewöhnliche Wetterlage

Auch weitere Regionen wurden von Sturmwind, Starkregen und Hagelschlag heimgesucht. Auf der Einsatzzentrale der Polizei Basel-Landschaft gingen rund 1000 Notrufe ein, die Feuerwehren rückten rund 300 Mal aus. Im Aargau standen 49 Feuerwehren an über 70 Schadenplätzen im Einsatz. Bei der Kantonspolizei Solothurn gingen über 50 Meldungen ein.

Verantwortlich für die heftigen Gewitter ist die momentane, aussergewöhnliche Wetterlage. Die Schweiz befindet sich am Ostrand einer Tiefdruckrinne, diese Konstellation hat «aus Südwesten feucht-warme und gewitteranfällige Luft» gebracht, wie SRF Meteorologe Jürg Ackermann dem Onlineportal srf.ch sagte. Eine solche Wetterlage könne immer wieder einmal vorkommen. Dass sie nun aber so lange dauerhaft an einem Ort bleibe, sei aussergewöhnlich.

Der Tagesspitzenreiter war bis am Donnerstagabend um 20.30 Uhr Huttwil BE mit über 70 Millimetern. Dies ist laut Meteonews ein Wert, der die Messstation in die Top Ten seit Messbeginn bringt. In mehreren Region lägen die Monatssummen bereits «deutlich über den Klimanormwerten».

Atempause übers Wochenende

Das Hauptniederschlagsgebiet des Donnerstags erstreckte sich von Interlaken (40 Millimeter) über das Emmental und das Oberaargau bis nach Aarau (51 Millimeter). Auch in St. Moritz im Engadin fielen gleichentags über 60 Millimeter Regen.

In der Nacht auf Freitag wurde eine langsame Wetterberuhigung erwartet. Für das Wochenende ist eine Verschnaufpause angesagt mit wieder sommerlichen Temperaturen. Ab Montag droht aber bereits die nächste Südwestlage.

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  • 19.45 Uhr
    Linie Bern-Olten teilweise unterbrochen

    Am Abend ist erneut eine Unwetterfront über Teile der Schweiz gezogen. Wieder traf es zuerst insbesondere Gebiete im Kanton Bern. 

    Der Bahnverkehr zwischen Burgdorf und Wynigen und Burgdorf und Herzogenbuchsee auf der Linie Bern-Olten war laut Bahninformationsdienst ab 19 Uhr wegen Unwetterschäden auf unbestimmte Zeit unterbrochen.

    Bilder auf verschiedenen Onlinemedien-Plattformen zeigten überschwemmte Gärten in Seftigen BE im Gürbetal, überflutete Wiesen und Strassen in Sumiswald BE im Emmental und in Reiden LU. Unter Wasser stand demnach auch die Unterführung im Bahnhof Aarau.

    Ab einer Linie westlich von Bern bis in die Ostschweiz und das Tessin galt die Gefahrenstufe 3 (erhebliche Gefahr) von 4.

  • 19.02 Uhr
    Über 30 mm Niederschlag in einer Stunde

    Die heftigen Gewitter bringen viel Regen. Wie SRF Meteo auf Twitter mitteilt, verzeichnete etwa Huttwil im Kanton Bern über 30 mm Niederschlag — innerhalb von nur einer Stunde.

  • 18.21 Uhr
    Stärkstes Gewitter derzeit über Bern

    Derzeit ziehen in der Schweiz die Gewitterzellen mit «teilweise kräftigerem» Regen über das Mittelland, auch Hagel ist dabei möglich. Dies teilt «Meteonews» auf Twitter mit. Die Gewitter bewegen sich demnach Richtung Nordosten, die stärkste Zelle befindet sich derzeit über Bern.

  • 17.35 Uhr
    Bahnhof Zürich Flughafen: Sämtliche Züge verkehren wieder regulär

    Nachdem am Mittwoch Wasser in eine Baustelle am Flughafen Zürich eingetreten war und auch auf die Bahngleise des Bahnhofs drang, läuft inzwischen wieder alles normal. Laut SBB verkehren seit 16 Uhr alle Züge wieder nach Fahrplan. 

  • 15.30 Uhr 
    Schäden von fünf Millionen Franken im Baselbiet erwartet

    Die starken Gewitterregen vom Mittwoch haben im Baselbiet zu zahlreichen Überschwemmungen geführt. Die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung rechnet mit Schäden von gegen 5 Millionen Franken.

    Die Gewitter hätten vor allem im oberen Kantonsteil zum Teil grosse Verwüstungen hinterlassen, teilte die Gebäudeversicherung am Donnerstag mit. Bis 15.00 Uhr seien bereits über 500 Schadenmeldungen eingegangen. Neben gefluteten Kellern und Tiefgaragen seien zahlreiche Grundstückschäden registriert worden.

    19 Feuerwehrorganisationen mit rund 300 Einsatzkräften standen gemäss Communiqué die ganze Nacht über im Einsatz.

  • 14.40 Uhr
    Aufräumen im Berner Jura

    Der Berner Jura war von den gestrigen Unwettern besonders stark betroffen. Heute Morgen wurden rund um die Gemeinde Sonceboz die Überbleibsel des Hagelgewitters weggeräumt.

  • 12.48 Uhr 
    Gebäudeversicherung rechnet mit Millionen-Schäden 

    Nach den teilweise heftigen Gewittern der vergangenen Tage rechnet die Gebäudeversicherung des Kantons Bern (GVB) aktuell mit Schäden von rund 25 Mio. Franken.

    Insgesamt 10'000 Schadenfälle dürften es sein, heisst es bei der GVB auf Anfrage. Eine tagesgenaue Auswertung kann die GVB nicht vornehmen, weil sich die Ereignisse überlagerten und die Schadensfälle laufend gemeldet würden, schreibt der Gebäudeversicherer auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

  • 11.57 Uhr 
    Baum stürzt auf fahrendes Auto und verletzt Lenkerin

    Während des Gewitters ist am Mittwochabend in Frauenfeld ein Baum auf ein fahrendes Auto gestürzt. Die 46-jährige Lenkerin wurde verletzt. Die Frau musste ins Spital gebracht werden.

    Die Autofahrerin war kurz vor 22.45 Uhr auf der Försterhausstrasse in Richtung Thundorferstrasse unterwegs, als im Waldstück ein Baum umstürzte und von vorne auf das Auto krachte. Glücklicherweise waren keine weiteren Personen im Fahrzeug, als die tonnenschwere Masse schräg über die Beifahrerseite auf das Autodach krachte und die Fahrgastzelle eindrückte, wie die Thurgauer Kantonspolizei in ihrer Mitteilung schreibt.

    Die Lenkerin des Wagens wurde durch den Rettungsdienst mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen ins Spital gebracht. Am Fahrzeug entstand Totalschaden. Die Feuerwehr Frauenfeld sperrte die Försterhausstrasse vorübergehend.

    Die Polizei warnt davor, sich bei Gewitter oder Sturm im Wald aufzuhalten. Auf Strassen entlang von Waldrändern müsse die Geschwindigkeit so angepasst werden, dass ein Halten auf Sicht jederzeit möglich sei.

    Ein tonnenschwerer Baum stürzte in Frauenfeld auf ein fahrendes Auto und drückte das Fahrzeug zusammen. Die Fahrerin wurde verletzt. Das Auto erlitt Totalschaden.
    Ein tonnenschwerer Baum stürzte in Frauenfeld auf ein fahrendes Auto und drückte das Fahrzeug zusammen. Die Fahrerin wurde verletzt. Das Auto erlitt Totalschaden.
    Handout Kapo TG
  • 11.40 Uhr
    Weiterhin Störungen bei der Bahn 

    Aufgrund der Unwetter vom Mittwochabend ist es zu Störungen auf Bahnstrecken gekommen: Auf der Strecke zwischen Sonceboz-Sombeval und Moutier mussten wegen eines Hagelgewitters zehn Personen aus einem Zug evakuiert werden. Die SBB bestätigten damit einen Bericht von nau.ch. Auf dieser Strecke verkehren seit Mittwochabend keine Züge mehr, ebenso zwischen Courtelary und Reuchenette-Péry auf der Strecke Biel–La Chaux-de-Fonds NE.

    Aufgrund eines Erdrutsches unterbrochen ist auch die Bahnstrecke Solothurn–Moutier, und zwar auf dem Abschnitt zwischen Moutier und Crémines. Nach Angaben der Bahnverkehrsinformation sollten die Störungen im Berner Jura bis Donnerstagmittag behoben sein.

  • 10.41 Uhr 
    200 Schadenmeldungen im Kanton Thurgau

    Im Kanton Thurgau haben Gewitter in der Nacht auf Donnerstag für rund 200 Schadenmeldungen geführt. Eine Autofahrerin wurde bei einem Selbstunfall verletzt. Die meisten Anrufe gingen zwischen 22 Uhr und 1 Uhr nachts ein, nachdem aus südwestlicher Richtung eine weitere Gewitterzelle den Kanton erreichte und erhebliche Regenmengen mit sich brachte, wie die Thurgauer Kantonspolizei mitteilte.

    Vorwiegend betrafen die Schadenmeldungen die Gemeinden Schlatt, Frauenfeld, Islikon, Gachnang, Felben-Wellhausen, Müllheim sowie einige Ortschaften entlang dem Seerücken und dem nördlichen Teil des Kantons. Die Feuerwehren mussten überflutete Keller auspumpen sowie Strassen von umgestürzten Bäumen befreien oder sperren. Teilweise wurden auch Unterführungen überschwemmt und vereinzelt traten Bäche über die Ufer. In mehreren Gemeinden kam es zu Stromausfällen.

    Zwischen Hörhausen und Dettighofen spülte der Regen Erdreich auf die Steckbornstrasse. Eine 38-jährige Autofahrerin, die in Richtung Pfyn unterwegs war, verlor auf der verschmutzten Fahrbahn die Kontrolle über ihren Wagen. Sie kam von der Strasse ab und prallte in eine Trafostation. Die Frau musste mit mittelschweren Verletzungen ins Spital gebracht werden. Der Sachschaden beträgt mehrere tausend Franken.

    Eine Autofahrerin, die in Richtung Pfyn unterwegs war, verlor auf der verschmutzten Strasse die Kontrolle über ihr Fahrzeug, kam von der Strasse ab und kollidierte mit einer Trafostation.
    Eine Autofahrerin, die in Richtung Pfyn unterwegs war, verlor auf der verschmutzten Strasse die Kontrolle über ihr Fahrzeug, kam von der Strasse ab und kollidierte mit einer Trafostation.
    Bild: Kapo TG
  • 9.12 Uhr 
    Über 50 Meldungen bei Solothurner Alarmzentrale

    Bei der Alarmzentrale der Kantonspolizei Solothurn sind am Mittwochabend über 50 Meldungen wegen Gewittern eingegangen. Die Meldungen betrafen Wassereinbrüche in Häusern und überflutete Strassen.

    Zwischen 19.30 und 22.00 Uhr seien die Meldungen eingegangen, teilte die Kantonspolizei am Donnerstag mit. Betroffen von den Gewittern seien insbesondere das Niederamt sowie die Bezirke Wasseramt, Dorneck und Thierstein gewesen.

    Von verletzten Personen habe die Polizei keine Kenntnisse. Die Aare, die Emme und die Birs würden derzeit sehr viel Wasser führen. Beim Aufenthalt an einem der Flüsse sei deshalb Vorsicht geboten. Strassen hätten wegen der Gewitter keine gesperrt werden müssen, schrieb die Kantonspolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

  • 8.34 Uhr 
    Fernverkehr am Bahnhof Zürich-Flughafen läuft wieder

    Nach einem Wassereinbruch am Bahnhof Zürich-Flughafen fahren angeblich alle Fernverkehrszüge und auch die S24 wieder. S-Bahn-Züge der Linien S2 und S16, die den Flughafen Zürich bedienen, werden in Zürich Oerlikon vorzeitig gewendet.

    Wie SBB-Sprecher Oli Dischoe sagte, konnte der Wassereinbruch in der Nacht gestoppt werden, nun seien Fachleute daran die Schäden zu begutachten und zu beheben – die Gleisanlagen stünden mehrere Zentimeter unter Wasser. Laut SBB dauern die Einschränkungen voraussichtlich bis 12 Uhr, der Bahnhof soll schrittweise wieder in Betrieb genommen werden. 

    Blitze erhellen die Stadt in Richtung See. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 8.05 Uhr 
    Rund 50 Feuerwehren im Kanton Aargau im Einsatz

    Wegen Gewittern und Starkregen sind am Mittwochabend im Kanton Aargau 49 Feuerwehren im Einsatz gestanden. Die meisten der über 70 Einsätze entfielen auf die Region Mutschellen sowie auf den Westen des Kantons.

    Zwischen 20 und 23 Uhr seien am Mittwochabend wegen der Folgen der Gewitterfront im Minutentakt Meldungen bei der Kantonspolizei Aargau eingegangen, schrieb diese am Donnerstagmorgen in einer Mitteilung.

    Die Strecken Glashütten–St. Urban sowie Oberbözberg–Ueberthal mussten gesperrt werden, wie es weiter hiess. Diese Strassensperrungen sollten im Laufe des Tages aufgehoben werden, wie es auf Anfrage hiess. Wegen Aquaplanings sei ein Automobilist kurz nach 22:30 Uhr auf der A1 in Fahrtrichtung Zürich auf Höhe von Baden-West verunfallt, dabei sei niemand verletzt worden.

  • 6.37 Uhr 
    Bahnhof Zürich-Flughafen nach Unwetter gesperrt

    Am späten Abend drang Wasser in den Bahnhof unter dem Zürcher Flughafen ein, wie SBB-Sprecher Oli Dischoe am Donnerstagmorgen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Intensive und starke Niederschläge seien der Grund. Die Gleisanlagen stünden mehrere Zentimeter unter Wasser.

    In der Nacht konnte nach Angaben des SBB-Sprechers zwar der Wassereinbruch gestoppt werden. Fachleute von SBB und Partnerorganisationen seien daran, die Schäden zu eruieren und zu beheben. Wie lange die Störung dauert, war am frühen Morgen offen.

    Reisende müssen mehr Zeit für den Weg zum Flughafen einrechnen und mit Tram oder Bus anreisen. Die Interregio-Züge der Linie 36 sowie die S-Bahn-Züge der Linien S2 und S16, die den Flughafen Zürich bedienen, werden vorzeitig gewendet. Der Fernverkehr von Zürich nach Winterthur und in die Ostschweiz wird umgeleitet.

    In den Zürcher Flughafen-Bahnhof ist nach einem Unwetter Wasser eingedrungen. Am späten Mittwochabend verkehrten deshalb keine Züge mehr. (Archivbild)
    Keystone
  • 1.32 Uhr 
    Störungen im Berner Jura und 1000 Notrufe in Baselland

    Von Unwettern getroffen war auch der Berner Jura. Zwischen Sonceboz-Sombeval und Moutier verkehren seit Mittwochabend keine Züge mehr und ebenso zwischen Courtelary und Reuchenette-Péry auf der Strecke Biel–La Chaux-de-Fonds NE. Nach Angaben der Bahnverkehrsinformation sollten diese Störungen bis Donnerstagmittag behoben sein.

    Neben dem Berner Jura wurden auch weitere Regionen von Sturmwind, Starkregen und Hagelschlag heimgesucht. Unwetter wüteten beispielsweise im Oberbaselbiet, wie die Polizei Basel-Landschaft mitteilte. Auf der Einsatzzentrale gingen rund 1000 Notrufe ein.

    Zwischen 20:00 Uhr und bis gegen 23:00 Uhr mussten die Feuerwehren rund 300-mal ausrücken. Gebäude, Baustellen und Strassen seien überschwemmt worden. Wegen kleinerer Erdrutsche waren mehrere Strassenabschnitte vorübergehend gesperrt. Verletzt wurde niemand.

  • 0.10 Uhr 
    700 Notrufe im Kanton Bern

    Bei der Kantonspolizei Bern gingen von 18:00 bis 21:30 Uhr rund 700 Meldungen ein, wie sie am Mittwochabend auf Twitter mitteilte. Die meisten davon betrafen Wassereinbrüche. Zum Teil traten Bäche über die Ufer. Strassen mussten gesperrt werden. Vielerorts standen die lokalen Wehrdienste im Dauereinsatz.

    In Langenbruck BL fielen nach Angaben des Wetterdienstes Meteonews 62 Millimeter Niederschlag. Das sei knapp die Hälfte der ganzen Menge vom Monat Juni, schrieb der Wetterdienst auf Twitter. In Salen-Reutenen TG waren es 56 Millimeter und in Wittnau AG knapp 52. In Zürich-Flughafen fielen knapp 50 Milliliter Niederschlag.

SDA