Gemäss dem heute veröffentlichten neuen «Global Pension Index 2024» haben die Niederlande das beste Vorsorgesystem, gefolgt von Island und Dänemark.
Das Schweizer Vorsorgesystem ist in der Erhebung von Rang elf im Vorjahr leicht auf Platz zwölf gefallen, wie das Beratungsunternehmen Mercer mitteilte. Schlusslicht ist Indien.
Insgesamt wurden in der Analyse von Mercer und dem CFA Institute weltweit 48 Systeme analysiert. Der Index beurteilt die Vorsorgesysteme auf Grund der drei Teilindizes für Angemessenheit («Wieviel erhält man?»), für Nachhaltigkeit («Kann das System auch künftig funktionieren?») und für Integrität (»Kann dem System vertraut werden?»).
Zu wenig Diversifikation
Das Schweizer Vorsorgesystem werde auch mit einer leicht tieferen Punktzahl im Vorjahresvergleich insgesamt als überdurchschnittlich gut bewertet, heisst es weiter. Weiterhin wird es als dauerhaft verlässlich und zukunftssicher eingeschätzt.
Etwas schlechter sei diesmal die Angemessenheit und die Integrität des Schweizer Pensionssystems bewertet worden. So hätten die im internationalen Vergleich eher geringen Lohnersatzquoten, also das Verhältnis von Rente zu Lohn, zu Buche geschlagen.
Zudem setzten Schweizer Pensionskassen noch immer zu wenig auf breite Diversifikation von Vermögensanlagen und auf den damit einhergehenden Einsatz von alternativen Anlagen mit einem langfristig attraktiven Risiko-Rendite-Verhältnis, so das Beratungsunternehmen. Generell stünden Pensionssysteme weltweit durch die demografische Entwicklung und die steigenden Kosten vor grossen Herausforderungen.
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump