KlimaBosch-Chef: Werden CO2-Frage in dieser Generation nicht lösen
SDA
18.2.2023 - 05:48
Bosch-Chef Stefan Hartung glaubt an den Erfindergeist der Zukunft. (Archivbild)
Keystone
Für den Chef des deutschen Technologiekonzerns Bosch, Stefan Hartung, ist die Klimakrise in dieser Generation nicht mehr zu lösen. Für nächste Generationen zeigte er sich aber insbesondere beim künftigen Erfindergeist optimistisch.
Keystone-SDA
18.02.2023, 05:48
SDA
«Wir sollten uns nichts vormachen. Wenn wir glauben, bis 2050 seien alle Probleme gelöst, wenn wir die jetzt gesteckten Emissionsziele erreichen, dann irren wir», sagte Stefan Hartung der deutschen Nachrichtenagentur DPA in Stuttgart.
Selbst wenn Europa bis dahin emissionsfrei wäre, sei immer noch all das CO2 in der Atmosphäre, das in den letzten hundert Jahren ausgestossen wurde. «Dann haben wir immer noch die Aufgabe, das CO2 der Atmosphäre wieder zu entziehen.»
«Wir sind als jetzige Generation in der Lage, die ersten Schritte einzuleiten. Die kommende Generation wird einen weiteren Schritt gehen und die darauf wird die CO2-Frage dann vielleicht endgültig bewältigen», sagte Hartung weiter. Die gesamte Transformation sei eine Wette auf die Zukunft – «und die müssen wir optimistisch angehen».
Die Gesellschaft werde es sich auch nicht leisten können, auf eine potenziell CO2-neutrale Technologie zu verzichten. Bosch gilt als weltgrösster Autozulieferer und arbeitet neben batterieelektrischen Antrieben auch an Wasserstoff-Brennstoffzellen.
«Einige Technologien, die wir als Menschheit wahrscheinlich dringend brauchen, haben wir noch nicht erfunden», sagte Hartung weiter. Das sei aber nicht schlimm: «Vor 100 Jahren gab es ja auch viele Technologien noch nicht, die wir heute nutzen. Bisher gab es immer Menschen – nicht selten bei uns und vielen anderen Firmen -, die brillante Ideen hatten. Und darauf baue ich die nächsten Jahre auch.»
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik