Der Flughafendienstleister Swissport wurde von Hackern angegriffen: ein Mitarbeiter am Flughafen Zürich-Kloten (Archivbild).
Keystone
Der Flughafendienstleister Swissport ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Einzelne Systeme waren beeinträchtigt, es kommt daher zu Verspätungen beim Flugbetrieb.
Keystone-SDA, ra
04.02.2022, 10:59
SDA
Am frühen Donnerstagmorgen sei ein Ransomware-Angriff auf einen begrenzten Teil der weltweiten IT-Infrastruktur festgestellt worden, erklärte ein Unternehmenssprecher am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Er bestätigte eine entsprechende Meldung der Tageszeitung «Blick».
Das Problem sei von den IT-Sicherheitsteams sofort erkannt worden. «Die Situation wurde eingedämmt und es wurden Massnahmen ergriffen, um die weitere Ausbreitung zu verhindern», sagte der Sprecher. Die betroffenen Systeme würden nun wiedergestellt – die eigenen operativen Systeme hätten dabei Vorrang.
Allerdings waren mehrere Server von dem Angriff betroffen und einige Systeme waren vorübergehend nicht mehr verfügbar. So etwa Planungs-, Dispositions- und Einsatzplansysteme zur Planung von Personen, Flugzeugen und Fracht.
«Unsere Bodendienstleistungen für Fluggesellschaften können wir weiterhin erbringen, es kann jedoch teilweise zu Verspätungen kommen», sagte der Sprecher. Wie lange die Verspätungen noch andauern, ist noch unklar. «Wir tun alles, was wir können, um das Problem so schnell wie möglich zu lösen», versicherte der Swissport-Sprecher.
Ransomware sind Schadprogramme, die den Computer sperren oder darauf befindliche Daten verschlüsseln. «Ransom» kommt aus dem Englischen und bedeutet «Lösegeld». Die Täter verlangen meist Zahlungen in Kryptowährungen, damit die Daten wieder freigegeben werden.
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
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