Suche nach dem Vermögen von Wirecard-Chef Markus Braun

SDA/apa

1.6.2021

Der Ex-Wirecard-Chef Markus Braun sitzt seit Juli 2020 in der bayerischen Justizvollzugsanstalt Augsburg-Gablingen in Untersuchungshaft. (Archivbild)
Bild: Keystone/EPA/Lukas Barth-Tuttas

Der langjährige Chef von Wirecard, Markus Braun, hat ein enormes Vermögen angehäuft. Die Staatsanwaltschaft und private Gläubiger haben jetzt daran grosses Interesse.

SDA/apa

1.6.2021

Nach dem Vermögen des langjährigen Wirecard-Konzernchefs Markus Braun suchen derzeit die Staatsanwaltschaft München und private Gläubiger.

Wie die deutsche Wirtschaftszeitung «Handelsblatt» berichtet, hätten sich dabei Hinweise ergeben, dass der unter anderem des Bandenbetrugs und der Untreue beschuldigte Österreicher Teile seines Vermögens vor dem Zugriff anderer schützen wolle. Eine private Vermögensaufstellung und eine eidesstattliche Versicherung Brauns würden auf Ungereimtheiten hindeuten.

Klägeranwälte sehen bereits klare Indizien, die darauf schliessen lassen, dass Braun Vermögen verschoben haben könnte. In einer am 11. Januar 2021 von ihm selbst unterschriebenen eidesstattlichen Versicherung habe der derzeit inhaftierte Wirecard-Chef mitgeteilt, dass sämtliche Vermögensgegenstände (Bankkonten, Geschäftsanteile, Immobilien) jeweils in voller Höhe gepfändet respektive mit Arresthypotheken belegt seien. Die Lösungssumme der gegen ihn verhängten dinglichen Arreste betrage mehr als 75 Millionen Euro, so Braun. Über weiteres Vermögen verfüge er nicht.



Bildern aus Anwesen in Kitzbühel weggeschafft?

Nun berichten allerdings Gläubiger laut «Handelsblatt» unter anderem von Bildern, die aus einem Anwesen in Kitzbühel weggeschafft worden seien und Erklärungen, wonach vorgefundenes Mobiliar Brauns Ehefrau gehöre. Zudem lägen neue Informationen zu einer weiteren Immobilie in Österreich vor, die der Beteiligungsgesellschaft von Braun gehöre.