NationalstrassenVerkehr rollt durch Sanierungstunnel Belchen auf der A2
ga, sda
1.7.2022 - 14:01
Der Sanierungstunnel Belchen auf der A2 ist am Freitag für den Verkehr eröffnet worden.
Keystone
Der 3,2 Kilometer lange Sanierungstunnel Belchen auf der Autobahn A2 zwischen Hägendorf SO und Eptingen BL ist am Freitag für den Verkehr in Richtung Süden eröffnet worden. Die dritte Tunnelröhre kostete rund 550 Millionen Franken.
Keystone-SDA, ga, sda
01.07.2022, 14:01
SDA
Nach der Eröffnung des zweispurigen Sanierungstunnels können die beiden mehr als 50 Jahren alten Belchen-Tunnelröhren totalsaniert werden. Diese Arbeiten dauern gemäss Bundesamt für Strassen (Astra) voraussichtlich bis ins Jahr 2033.
Während der Sanierung ist jeweils eine der beiden bisherigen Röhren befahrbar. Damit stehen in der Süd- und Nordrichtung je zwei Fahrspuren pro Richtung zur Verfügung. So können erhebliche Verkehrseinschränkungen wegen der Sanierung der Schäden an der Tragstruktur der in den Jahren 1963 bis 1966 gebauten Tunnelröhren verhindert werden.
Kein Volksfest
Der Anlass zur Verkehrsfreigabe des Sanierungstunnels ging am Freitagmittag als «Eröffnungsveranstaltung» in Hägendorf im Beisein von Regierungsräten der Kantone Solothurn und Basel-Landschaft sowie von Vertretern des Bundesamts für Strassen, der Politik, Behörden sowie Verbänden und Projektbeteiligten über die Bühne.
In der Region kam im Vorfeld etwas Enttäuschung auf, dass es zur Verkehrsfreigabe des Sanierungstunnels kein Volksfest gibt. Das Astra wies darauf hin, es handle sich um ein Erhaltungsprojekt und nicht um eine neue Nationalstrassenverbindung.
Tunneldurchstich nach 72 Wochen
Zunächst war geplant gewesen, den Sanierungstunnel im vergangenen Jahr in Betrieb zu nehmen. Als Grund für die Verzögerung nannte das Astra, die Integration von Anlagen wie Beleuchtung, Lüftung, Türen und deren Verkabelung ins übergeordnete Betriebsleitsystem. Das Pilotprojekt sei technisch und betrieblich eine Herausforderung.
Der Sanierungstunnel wurde innerhalb von acht Jahren gebaut. Die Vorarbeiten begannen 2014. Im Februar 2016 starte die Tunnelbohrmaschine in Hägendorf und frass sich durch den Belchen in Richtung Norden. Der Durchstich erfolge 72 Wochen später.
Im Einsatz war die grösste je in der Schweiz eingesetzte Tunnelbohrmaschine. Die 2000 Tonnen schwere Maschine frass sich 3,2 Kilometer durch den Berg.
Wichtige Nationalstrassenverbindung
Der Belchentunnel ist nicht nur für den Nord-Süd-Verkehr via Gotthard von grosser Bedeutung, sondern auch für den Schweizer Binnenverkehr zwischen dem Raum Basel und dem Mittelland sowie Basel und der Westschweiz. Durch die beiden richtungsgetrennten alten Röhren rollen derzeit im Durchschnitt 55'000 Fahrzeuge pro Tag. Der Anteil des Schwerverkehrs beträgt 11,5 Prozent.
Die alten Tunnel queren das Juragebirge. Der Höhenzug ist mit grossen Anteilen von Gipskeuper durchsetzt, der die Infrastruktur durch Quellungen stark beansprucht, wie das Astra festhält. Es gelte, die bestehenden Tunnelröhren zur Erhaltung des Wertes und der Funktionsfähigkeit den aktuellen Normen und Richtlinien entsprechend zu erneuern.
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
14.05.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik