Wieder etwas mehr Virus-Infektionen in Asien

SDA

11.3.2020 - 03:57

China meldet wieder leicht steigende Zahlen von Coronavirus-Infizierten und -Toten. (Archivbild)
Source: KEYSTONE/EPA/YUAN ZHENG

Mit 24 neu nachgewiesenen Fällen ist die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen in China wieder leicht gestiegen. Wie aus am Mittwoch von der Pekinger Gesundheitskommission vorgelegten Zahlen hervorging, wurden damit landesweit fünf Fälle mehr als am Dienstag registriert.

Damals war die bisher niedrigste Zahl neuer Covid-19-Erkrankungen seit Ausbruch der Epidemie verkündet worden. Allerdings wurden zehn der neuen Fälle auf zugereiste Personen aus dem Ausland zurückgeführt. Allein in Peking wurde den Angaben nach die Erkrankung bei sechs Reisenden entdeckt, die aus Italien oder aus den USA nach China gekommen waren.

Auch die Zahl der neuen Todesfälle legte im Vergleich zum Vortag wieder leicht von 17 auf 22 zu. Insgesamt blieben die Fallzahlen laut den offiziellen Angaben jedoch auf niedrigem Niveau.

Lockerung der Einschränkungen

Seit Beginn der Epidemie im Dezember 2019 haben sich nach der offiziellen Statistik insgesamt 80'778 Menschen in Festlandchina mit dem neuen Coronavirus infiziert. Mehr als 61'000 haben die Spitäler bereits wieder verlassen. 3158 Tote sind bisher in der Volksrepublik bezüglich des Virus zu beklagen.

Nachdem sich langsam die Massnahmen zur Bekämpfung der Epidemie im Inland auszahlten, richte sich nun zunehmend das Augenmerk auf die vom Ausland drohenden Infektionsgefahren, hiess es in Peking am Mittwoch offiziell. Erfolge würden im Epizentrum des Coronavirus-Ausbruchs, der Provinz Hubei, registriert. Dort sei die Zahl neuer Ansteckungen den sechsten Tag in Folge gesunken. In mehreren Städten der Provinz seien erstmals seit Ausbruch der Epidemie die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit der Menschen und des Warenverkehrs gelockert worden.

Anstieg auch in Südkorea

Die Zahl der neu erfassten Sars-CoV-2-Infektionen in Südkorea ist nach der rückläufigen Entwicklung der vergangenen Tagen wieder deutlich gestiegen. Am Dienstag seien 242 weitere Fälle diagnostiziert worden, teilten die Gesundheitsbehörden des Landes am Mittwoch mit. Die Gesamtzahl erreichte damit 7755. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte um sechs auf 60.

Zwar konzentriert sich die Mehrheit der neuen Infektionsfälle wieder in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu und der umliegenden Region. Doch wurden allein in Seoul 52 zusätzliche Ansteckungen festgestellt. Es war der bisher grösste Tagesanstieg in der Hauptstadt, wo es eine Häufung von Infektionen unter Mitarbeitern eines Call-Centers im Südwesten gibt. Das löste die Befürchtung einer weiteren Ausbreitung in der Stadt mit einer Bevölkerung von etwa 9,8 Millionen aus. Bisher wurden in Seoul mehr als 190 Sars-CoV-2-Infektionen gemeldet.

Mehr als 60 Prozent aller bisher erfassten Infektionen in Südkorea entfallen auf Anhänger der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu, die in Daegu stark vertreten ist und auch Verbindungen nach China hat. Südkorea hatte am 23. Februar die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen.

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