Bizarrer Fisch stellt Wissenschaftler vor ein Rätsel

tsha

1.3.2019 - 14:05

Erst vor zwei Jahren wurde der Mondfisch «Mola tecta» erstmals beschrieben. Jetzt tauchte ein Exemplar überraschend in Kalifornien auf.

Eigentlich ist der Mondfisch «Mola tecta» in den Gewässern der Südhalbkugel zu Hause. Der vor gerade einmal zwei Jahren erstmals beschriebene Meeresbewohner wurde etwa vor der Südküste Australiens und nahe Neuseeland gesichtet. Jetzt wurde ein Exemplar in Kalifornien angespült, wie CNN berichtet.

Der mehr als zwei Meter lange Fisch wurde zunächst nicht als «Mola tecta» erkannt. Meeresbiologin Marianne Nyegaard, die die Spezies 2017 entdeckte, bestätigte allerdings wenig später, dass es sich tatsächlich um den raren Mondfisch handelt. 

«Ich konnte es nicht glauben. Ich wäre beinahe aus meinem Stuhl gefallen», erzählt sie CNN. Die Tiere würden normalerweise wärmere Gewässer bevorzugen. «Deswegen ist es so verblüffend, dass der Fisch in Kalifornien aufgetaucht ist.» Wie «Mola tecta» den Äquator überquert habe, sei faszinierend.

Geheimnisvolle Kreaturen der Tiefsee

Nachdem der Fisch in Kalifornien entdeckt worden war, wurde zunächst die Wissenschaftlerin Jessica Nielsen zur Identifizierung gerufen. «Mola tecta» sei «der bemerkenswerteste Organismus», den sie je an dem Strand gesehen habe, so Nielsen. Ihr Kollege Thomas Turner erklärt, dass der Fisch keine Zähne habe, sondern nur eine grosse Mundöffung. Auch hätten Mondfische keinen Schwanz, sondern eine Art Ruder.

Ob das Tier tatsächlich Tausende Meilen in Richtung Norden geschwommen ist oder nicht vielleicht doch zu einer bislang nicht entdeckten Population gehört, die vor der Küste Kaliforniens heimisch ist, wollen die Forcher nun untersuchen. «Es ist ungewöhnlich, dass Mondfische so weit wandern», so Meeresbiologin Nyegaard.

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