Empa-Studie: Mehr Corona-Fälle in schlecht gelüfteten Schulzimmern

mafr, sda

9.12.2021 - 11:10

Laut Daten aus 300 CO2-Messgeräten an Bündner Schulen, schützt regelmässiges Lüften in Klassenzimmern vor Ansteckungen mit dem Coronavirus. (Symbolbild)
Keystone

Der Kanton Graubünden hat zusammen mit Empa-Forschern die Luftqualität in 150 Schulzimmern getestet. Es zeigte sich, dass sich in schlecht gelüfteten Räumen signifikant mehr Personen mit dem Coronavirus ansteckten als in gut durchlüfteten.

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9.12.2021 - 11:10

Die Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) untersuchten seit Oktober erstmals Daten aus 300 CO2-Sensoren in Klassenzimmern. Parallel dazu überwachten sie, zu wie vielen positiven Corona-Testresultaten es in diesen Klassenzimmern kam, wie Martin Bühler, Chef des Bündner Führungsstabs am Donnerstag vor den Medien erklärte.

Die Auswertung zeigte, dass sich bei schlechter Luftqualität deutlich häufiger Personen mit dem Coronavirus ansteckten, als in Zimmern, die gut gelüftet wurden. In rund 60 Prozent der Klassenzimmer war der CO2-Gehalt in der Luft zu hoch.

Die Verantwortlichen rieten deshalb, mehr als gewohnt zu lüften, auch jetzt, wo es kälter sei. Sie erarbeiteten dazu ein Infoblatt für die Schulen, worin geraten wird, alle fünf Minuten zu lüften.

Aufgrund der hohen Fallzahlen in Schulen, sei ohne Massnahmen kein geregelter Präsenzunterricht mehr möglich, sagte Erziehungsdirektor Jon Domenic Parolini (Mitte). Deshalb gelte ab nächstem Montag eine Maskenpflicht ab der 3. Klasse im ganzen Kanton. Diese Massnahme bleibe vorerst bis zum 23. Januar bestehen. Dann werde die Lage neu beurteilt.

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