So schlecht sind Uber und Co. fürs Klima

tsha

2.3.2020 - 17:53

In immer mehr Städten bieten Uber-Fahrer ihre Dienste an.
Bild: Keystone

Uber und Co. sind einer neuen Studie zufolge schlecht fürs Klima – es sei denn, man fährt elektrisch.

Flexibler als Bus oder Bahn und günstiger als ein Taxi oder ein eigenes Auto: Sogenannte Ridesharing-Anbieter wie Uber oder Lyft werden weltweit immer beliebter.

Fürs Klima aber sind diese Chauffeurdienste, die ihre Nutzer an einem beliebigen Ort abholen und anschliessend zum Wunschziel fahren, schädlicher als andere Arten des Transports – das zumindest behauptet eine neue Studie der amerikanischen Wissenschaftlervereinigung «Union of Concerned Scientists», über die das Magazin «Der Spiegel» berichtet.

Demnach produziert eine Fahrt mit Uber und Co. 47 Prozent mehr CO2 als eine gleichlange Fahrt mit dem Privatauto – zumindest, wenn man Durchschnittswerte US-amerikanischer Pkw zugrunde legt. Denn die Wagen von Uber und Lyft seien zwar meist neuer und spritsparender als Privatautos. Allerdings müssten sie stets erst zum Kunden fahren, um ihn abzuholen.



Die Zukunft ist elektrisch

Besonders schlecht fällt die Ökobilanz der Ridesharing-Anbieter aus, wenn sie nicht den privaten Pkw ersetzen, sondern öffentliche Transportmittel oder das Fahrrad. Vor allem in Städten ist das oftmals der Fall.

Rechnet man dies mit ein, dann verursachen Fahrten mit Uber und Lyft sogar 69 Prozent höhere CO2-Emissionen als der Durchschnittsverkehr. Wenn sich freilich mehrere Fahrgäste ein Auto teilen, sinkt dieser Wert entsprechend.

Einen ökologischen Vorteil gegenüber dem eigenen Auto haben Ridesharing-Dienste laut der Studie nur dann, wenn Elektroautos zum Einsatz kommen. Denn dann würden pro zurückgelegter Meile nicht wie im eigenen Pkw 464 Gramm CO2 ausgestossen, sondern lediglich 220 Gramm. Steigt ein weiterer Fahrgast für einen Teil der Strecke mit ins Auto, sinkt der Wert entsprechend weiter.

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