TierschutzNew Yorker Erklärung fordert neues Bild des tierischen Bewusstseins
SDA
26.4.2024 - 05:09
Bestehe die realistische Möglichkeit, dass zum Beispiel Kraken leiden können, dann sollte dies nach Auffassung der Forschenden in politischen Entscheidungen berücksichtigt werden. (Archivbild)
Keystone
Haben Tiere ein Bewusstsein? Eine internationale Koalition aus mehreren Dutzend Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sieht zumindest eine «realistische Möglichkeit» dafür. Sie hat die «New Yorker Erklärung zum Bewusstsein von Tieren» unterzeichnet.
Keystone-SDA
26.04.2024, 05:09
SDA
Das Ziel der Erklärung ist, mehr Forschung hierfür anzuregen und das Bewusstsein für Tierschutz zu stärken. Die Verfasser der Erklärung konzentrieren sich in ihrem Verständnis von Bewusstsein auf Empfindungsvermögen.
«Hier geht es um die Frage, welche Tiere subjektive Erfahrungen haben können», schreiben sie. Dazu könnten sensorische Erlebnisse – etwa bei einer bestimmten Berührung oder beim Schmecken – gehören, oder auch Erfahrungen, die sich gut oder schlecht anfühlen, wie bei Freude, Schmerz und Angst.
Es gebe starke wissenschaftliche Hinweise darauf, dass Säugetiere und Vögel bewusst empfinden, heisst es in der Erklärung. Empirische Belege deuteten zudem darauf hin, dass es für alle Wirbeltiere sowie für viele wirbellose Tiere zumindest eine realistische Möglichkeit bewusster Erfahrung gebe. Wenn diese aber bestehe, «ist es unverantwortlich, diese Möglichkeit bei Entscheidungen, die dieses Tier betreffen, zu ignorieren», schliesst die Deklaration.
Möglichkeit soll politisch ausreichen
Die Erklärung enthalte keine spezifischen politischen Empfehlungen und unter den Unterzeichnenden gebe es ein breites Spektrum an Ansichten zu moralischen, rechtlichen und politischen Fragen. «Einig ist man sich darin, dass die Gewissheit über das Bewusstsein nicht Voraussetzung für die Abwägung von Tierschutzrisiken sein sollte», heisst es.
Wenn die realistische Möglichkeit bestehe, dass ein Tier ein Bewusstsein habe – zum Beispiel, dass Kraken leiden können – dann sollte diese Möglichkeit in politischen Kontexten berücksichtigt werden. Also zum Beispiel bei Entscheidungen darüber, ob die Krakenzucht unterstützt werden sollte.
KI, Waffen und die Auslöschung: «Wir sind noch nicht so weit»
In Kriegsspielen greift die KI in 95 Prozent der Fälle zum Atomschlag: Katrin Yuan, Gründerin des Swiss Future Institute und Vorsitzende des AI Future Council, kommentiert und ordnet beim «Future Symposium» im März 2026 in Zürich ein.
30.03.2026
KI rekonstruiert Bilder aus dem Mäusehirn: Sehen die kleinen Nager unsere Welt so?
Was sieht eigentlich eine Maus? Britische Forscher zeigten Mäusen kurze Videos und zeichneten ihre Gehirnaktivität auf. Mithilfe von KI rekonstruierten sie daraus später Bilder, die zeigen, was die Tiere gesehen haben könnten.
19.03.2026
Impfskeptiker als Gesundheitsminister: US-Regierung senkt Zahl der Impfempfehlungen für Kinder
Donald Trumps Gesundheitsminister Robert Kennedy steht Impfungen sehr skeptisch gegenüber. Das macht sich nun auch in den Impfempfehlungen für Kinder bemerkbar. Künftig sollen diese nur noch für die elf «schwerwiegendsten und gefährlichsten Krankheiten» gelten, teilt der US-Präsident auf Truth Social mit.
06.01.2026
KI, Waffen und die Auslöschung: «Wir sind noch nicht so weit»
KI rekonstruiert Bilder aus dem Mäusehirn: Sehen die kleinen Nager unsere Welt so?
Impfskeptiker als Gesundheitsminister: US-Regierung senkt Zahl der Impfempfehlungen für Kinder