SoziologieSchweizer stehen künstlicher Befruchtung offen gegenüber
ceel, sda
6.5.2024 - 12:46
Fast eine von fünf Schweizerinnen kann sich vorstellen, ihre Eizellen einfrieren zu lassen. (Archivbild)
Keystone
Schweizerinnen und Schweizer stehen dem Nachhelfen beim Kinderkriegen offen gegenüber. Das zeigt eine erste Auswertung einer repräsentativen Umfrage, welche die Universität Zürich am Montag veröffentlichte.
Keystone-SDA, ceel, sda
06.05.2024, 12:46
SDA
Forschende der Universität Zürich (UZH) um Jörg Rössel haben im Rahmen der «Swiss Assisted Reproduction Longitudinal Study» (Charls) 5283 Schweizerinnen und Schweizer zu ihren Erfahrungen und ihrer Haltung zu verschiedenen Unfruchtbarkeits-Behandlungen befragt. Es handelt sich laut der UZH um die erste repräsentative Umfrage zum Thema.
Am Montag veröffentlichte die Universität eine erste Auswertung dieser Umfrage durch die Doktorandin Maila Mertens.
Hormontherapie am meisten verwendet
Am häufigsten wird in der Schweiz bei Unfruchtbarkeit laut den neuen Daten mit einer Hormontherapie nachgeholfen. Neun Prozent der Befragten haben sich einer solchen Behandlung unterzogen.
Die künstliche Insemination wurde von den Befragten am zweithäufigsten angewandt. Fünf Prozent machten von dieser Möglichkeit Gebrauch. Die In-vitro-Fertilisation (IVF) wurde von vier Prozent der Befragten in Anspruch genommen. Im Gegensatz zur künstlichen Insemination, bei der Spermien kurz vor dem Eisprung in den Gebärmutterhals oder direkt in die Gebärmutter gespritzt werden, werden bei der IVF Eizellen entnommen und im Labor mit den Spermien befruchtet.
Ausserdem können sich demnach 17 Prozent aller Frauen vorstellen, selbst Eizellen einzufrieren. 22 Prozent waren unschlüssig.
Moralisch vertretbar
Fast drei von vier Befragten (72 Prozent) gaben an, die künstliche Insemination für moralisch gut oder sehr gut vertretbar zu halten. Die IVF wurde von 60 Prozent der Befragten als gut oder sehr gut vertretbar eingeschätzt. Ähnlich viel Zuspruch erhielt in der Befragung das Einfrieren von Eizellen. 57 Prozent der Befragten ordneten dies als mindestens gut moralisch vertretbar ein.
Auch gegenüber der in der Schweiz verbotenen Eizellenspende waren die Befragten offen: 73 Prozent gaben an, dass sie einer Legalisierung zustimmen würden.
Das Einfrieren von Embryonen hielt hingegen nur rund die Hälfte der Studienteilnehmenden für moralisch vertretbar. Noch weniger Zuspruch erhielten nur die Leihmutterschaft und die Embryonenspende, die jeweils von weniger als einem Drittel der Befragten als moralisch vertretbar eingeschätzt wurden.
KI, Waffen und die Auslöschung: «Wir sind noch nicht so weit»
In Kriegsspielen greift die KI in 95 Prozent der Fälle zum Atomschlag: Katrin Yuan, Gründerin des Swiss Future Institute und Vorsitzende des AI Future Council, kommentiert und ordnet beim «Future Symposium» im März 2026 in Zürich ein.
30.03.2026
KI rekonstruiert Bilder aus dem Mäusehirn: Sehen die kleinen Nager unsere Welt so?
Was sieht eigentlich eine Maus? Britische Forscher zeigten Mäusen kurze Videos und zeichneten ihre Gehirnaktivität auf. Mithilfe von KI rekonstruierten sie daraus später Bilder, die zeigen, was die Tiere gesehen haben könnten.
19.03.2026
Impfskeptiker als Gesundheitsminister: US-Regierung senkt Zahl der Impfempfehlungen für Kinder
Donald Trumps Gesundheitsminister Robert Kennedy steht Impfungen sehr skeptisch gegenüber. Das macht sich nun auch in den Impfempfehlungen für Kinder bemerkbar. Künftig sollen diese nur noch für die elf «schwerwiegendsten und gefährlichsten Krankheiten» gelten, teilt der US-Präsident auf Truth Social mit.
06.01.2026
KI, Waffen und die Auslöschung: «Wir sind noch nicht so weit»
KI rekonstruiert Bilder aus dem Mäusehirn: Sehen die kleinen Nager unsere Welt so?
Impfskeptiker als Gesundheitsminister: US-Regierung senkt Zahl der Impfempfehlungen für Kinder