UmweltBerner Schulareal Steigerhubel soll von Schadstoffen befreit werden
zc, sda
3.4.2024 - 11:38
Auf dem Schulareal Steigerhubel werden Böden saniert. (Archivbild)
Keystone
Die Stadt Bern will Böden auf dem Areal der Volksschule Steigerhubel sanieren, weil diese eine erhöhte Konzentration an Schadstoffen aufweisen. Das teilte der Gemeinderat am Mittwoch mit.
Keystone-SDA, zc, sda
03.04.2024, 11:38
SDA
Die zurzeit geltenden Grenzwerte werden laut Communiqué zwar nicht erreicht. Trotzdem sollen die Böden voraussichtlich im kommenden Sommer saniert werden.
Die Stadt reagiert damit auf die Resultate von Bodenuntersuchungen, die der Kanton im Umfeld von Kehrichtverbrennungsanlagen und Krematorien durchgeführt hat. Eine Probe auf dem Areal der Steigerhubel-Schule zeigte einen erhöhten Gehalt an Dioxinen und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen.
Darauf wurden neun weitere Bodenproben auf dem Schulareal entnommen. Keine der untersuchten Stoffe liegt laut Stadt in einer Konzentration vor, die eine Bodensanierung gesetzlich nötig macht. Allerdings wird das Umweltschutzgesetz zurzeit revidiert, und die Grenzwerte werden voraussichtlich verschärft.
Schadstoffe wie Dioxin werden hauptsächlich über die Nahrung aufgenommen und im Körper angereichert. Eine zusätzliche Aufnahme von belasteten Bodenpartikeln in grösseren Mengen über den Mund sollte vermieden werden. Das gilt insbesondere für Kleinkinder unter drei Jahren.
Bis zur Sanierung werden die betroffenen Flächen gärtnerisch so umgestaltet, dass die Nutzung durch einen rasch entstehenden Wildwuchs eingeschränkt wird. Weitergehende Sofortmassnahmen sind laut Stadt nicht angezeigt.
Untersuchungen in fünf Städten
Der Kanton hatte 2021 Dioxinuntersuchungen bei den Berner Kehrichtverbrennungsanlagen durchgeführt. 2022 nahm er die Belastung im Umfeld der fünf Krematorien in Bern, Burgdorf, Biel, Langenthal und Thun unter die Lupe.
In den Böden seien keine hohen Gehalte an Dioxinen, polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen sowie Schwermetallen gemessen worden, welche Menschen und Tiere gefährden könnten, teilte der Kanton am Mittwoch mit. Die Sanierung im Steigerhubel erfolge «im Sinne der Vorsorge».
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