Berner Stadtratskommission will Massnahmen beim Bahnhof optimieren

zc, sda

10.11.2020 - 10:59

So sah der Bahnhofplatz in Bern 1951 aus. Die Regulierung des Personen- und Autoverkehrs ist ein Dauerbrenner – auch im Jahr 2020. (Archiv)
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Bei den flankierenden Massnahmen der Stadt Bern zum Ausbau des Bahnhofs gibt es Verbesserungspotenzial. Zu diesem Schluss kommt die vorberatende Kommission des Stadtrats.

Sie hat die Vorlage des Gemeinderats eingehend geprüft und mit zahlreichen Anträgen ergänzt, wie sie am Dienstag mitteilte. Nun ist der Stadtrat am Zug. Das Volk entscheidet voraussichtlich am 7. März 2021.

Die Stadt Bern will ihren Anteil an die laufende Modernisierung des Bahnhofs leisten, indem sie den Verkehr rund um den Bahnhof neu organisiert. Dazu gehört etwa der Bau einer unterirdischen Personenpasssage vom neuen Zugang Bubenberg zum Hirschengraben.

Die Mehrheit der Kommission für Planung, Verkehr und Stadtgrün (PVS) fordert unter anderem, dass Bepflanzung und Bodenbelag beim Hirschengraben optimiert werden. Hinzu kommen Verbesserungen für den Velo- und Fussverkehr, darunter die Einführung von Tempo 30 im ganzen Perimeter rund um den Bahnhof.

Auch soll die Option autofreier Bahnhofplatz weiterverfolgt werden – allerdings nicht innerhalb des vorliegenden Projekts, wie Kommissionsmitglied Maurice Lindgren (JGLP) auf Anfrage sagte. Vielmehr solle der Gemeinderat die Idee eines autofreien Bahnhofplatzes langfristig weiterverfolgen.

Ziel des vorliegenden Projekts ist es, den Verkehr auf der Achse vom Inselspital über den Bubenberg- und den Bahnhofplatz bis zum Bollwerk um 60 Prozent zu senken. Für die Vorlage muss die Stadt rund 112 Millionen Franken investieren. Etwa die Hälfte soll in Form von Beiträgen von Bund und Kanton in die Stadtkasse zurückfliessen.

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