Coronavirus – Bern

Kanton Bern schliesst Restaurants bereits um 21 Uhr

hn, sda

27.11.2020 - 17:13

Verkündete eine weitere Verschärfung der Corona-Massnahmen: Der Berner Regierungspräsident und Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg.
SDA

Weil die Corona-Fallzahlen nicht wie erhofft weiter zurückgegangen sind, müssen im Kanton Bern Restaurants ab Montag bereits um 21 Uhr schliessen. Die Idee dahinter: die Bernerinnen und Berner sollen ihre sozialen Kontakte so stark wie möglich reduzieren.

Die grösste Ansteckungsgefahr besteht für den Regierungsrat dann, wenn sich Menschen irgendwo ansammeln und durchmischen. Gesundheitsdirektor Pierre-Alain Schnegg rief die Bevölkerung erneut eindringlich auf, die sozialen Kontakte soweit wie nur möglich zu reduzieren. «Bleiben Sie zu Hause, verzichten Sie auf Treffen mit Freunden», sagte Schnegg.

Die weiter verschärften Massnahmen für die Gastronomie hat der Kanton mit dem Branchenverband Gastrobern besprochen, wie Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann am Freitag an einem Point de Presse sagte.

Andere Kantone haben die Restaurants gleich ganz geschlossen. Für den Kanton Bern war dies aber keine Notwendigkeit, wie Schnegg erklärte. Er sei zuversichtlich, dass mit den nun verhängten Massnahmen die epidemiologische Lage im Kanton Bern verbessert werden könne.

Maximal 50 Gäste

Dass die frühe Sperrstunde ein «Auswärtsessen mit Freunden oder Familie» faktisch verunmögliche, stellte Schnegg nicht in Abrede. Er rief sogar dazu auf, wenn immer möglich darauf zu verzichten. Mit der Schliessung der Restaurants um 21 Uhr sei vor allem für jene Personen gesorgt, die auswärts essen müssten.

Nebst der Sperrstunde hat die Regierung auch die Maximalzahl der Gäste, die sich zur selben Zeit im Innern eines Restaurants aufhalten dürfen, auf 50 gesenkt. Bisher galt eine Limite von 100 Personen.

Zusätzliche finanzielle Unterstützung über die Härtefallregelung des Bundes hinaus plant der Kanton Bern für die Gastronomie nicht, wie Ammann ausführte.

Von den verschärften Regelungen ausgenommen sind unter anderem Take-Aways. Sie müssen aber mit ihren Schutzkonzepten dafür sorgen, dass es zu keinen Menschenansammlungen bei ihren Lokalen kommt, wie Schnegg erklärte.

Weniger Tests

Ein weiteres Phänomen bereitet Schnegg Sorgen: die Zahl der Corona-Tests ist rückläufig. Den Grund für diese Baisse kennt die Regierung nicht. «Bernerinnen und Berner müssen sich mehr testen lassen», ermahnte Schnegg mit Blick auf die kalte Jahreszeit mit Schnupfen und Grippe. Auch wer nur leichte Symptome habe, solle sich unbedingt testen lassen.

Nach wie vor sind die bernischen Spitäler wegen der Pandemie stark ausgelastet. «Wir müssen unbedingt verhindern, dass die Gesundheitseinrichtungen überlastet werden», sagte Schnegg.

Zurück zur Startseite

hn, sda