ORS erhält Zuschlag für Betrieb Rückkehrzentren des Kantons Bern

3.12.2019 - 15:57, SDA

Die ORS Service AG soll ab 2020 die kantonalen Rückkehrzentren betreiben. Die Firma habe den Zuschlag aufgrund der öffentlichen Ausschreibung erhalten, teilte der Kanton Bern am Dienstag mit.

ORS verfüge über umfangreiche Erfahrungen im Asylbereich, heisst es in der Mitteilung weiter. Das kantonale Amt für Migration und Personenstand (MIP) habe jene Anbieterin ausgewählt, die hinsichtlich Preis und Qualität das beste Angebot eingereicht habe.

Das Mandat war im August ausgeschrieben worden. Der Zuschlag kann noch angefochten werden. Nebst dem Preis seien auch Konzepte zur Tagesstruktur und Hausordnung, Sicherheit und Personaleinsatzplanung in die Bewertung einbezogen worden.

Die Firma ORS hat bereits vom Bund den Zuschlag für Betreuungsdienstleistungen in den Bundesasylzentren in mehreren Regionen erhalten, darunter in Bern.

Voraussichtlich in Biel, Aarwangen und Gampelen

Im Kanton Bern werden Flüchtlinge mit rechtskräftigem Wegweisungsentscheid künftig getrennt von anerkannten Flüchtlingen, vorläufig Aufgenommen und Asylsuchenden untergebracht. Als Rückkehrzentren für die Abgewiesenen kommen mehrere Standorte in Frage, wie die Kantonsbehörden Ende November mitteilten.

Geeignete Standorte sind demnach Aarwangen, Biel-Bözingen und Gampelen. Dort bestehen bereits Zentren für Asylsuchende und Weggewiesene. Jede dieser drei Gemeinden verfüge bereits heute über eine Kollektivunterkunft, die zur Unterbringung von Asylsuchenden und auch von rückkehrpflichtigen Personen genutzt werde.

Nächstes Jahr, spätestens im Sommer, sollen diese gemischten Zentren in reine Rückkehrzentren umgewandelt werden. Als Standort war zunächst das ehemalige Jugendheim Prêles im Berner Jura vorgesehen. Doch das lehnte das Kantonsparlament im März ab.

Abgewiesene Asylsuchende, die ausreisen müssen, können bei Bedürftigkeit bis zu ihrer Ausreise Nothilfe beantragen. Diese umfasst die Unterbringung in einer Kollektivunterkunft, Nahrung und Hygieneartikel, die Leistungen aus der obligatorischen Krankenversicherung sowie Kleidungsstücke und andere Sachmittel bei Bedarf.

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