Thuner Sportvereine können Armeesporthallen nicht mehr benützen

SDA

27.10.2020 - 09:29

Die Unihockeyaner von Thun sind auf der Suche nach Trainingsmöglichkeiten.
Source: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Verschiedene Thuner Sportvereine verlieren aufgrund der Corona-Pandemie ihre Trainingslokalitäten. Grund dafür ist die Armee, die Mehrzweckhallen auf dem Waffenplatz selber braucht.

Die Armee hat daher den befristeten Mietvertrag mit der Stadt Thun nicht verlängert, wie der Gemeinderat am Dienstag mitteilte. Namentlich der Unihockeyclub Thun trainiert seit dem Bau der neuen Doppelsporthalle im Jahr 2018 jeden Abend und am Samstag in dieser Halle.

Seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühling nutzt die Armee die alte Mehrzweckhalle wie auch die neue Doppelsporthalle als Truppenunterkunft. Die alte Mehrzweckhalle wird bis im nächsten Sommer abgerissen. Dann werden die Truppen die Doppelsporthalle durchgehend selbst belegen.

Bis zu sechs Vereinen nutzten bisher die Armeesporthallen. Am stärksten betroffen vom Entscheid ist der Unihockeyclub, der über 20 Trainingseinheiten pro Woche verliert. Die Stadt Thun sucht gemeinsam mit dem Verein nach Ersatzlösungen.

Doch das dürfte nicht einfach sein, denn die städtischen und kantonalen Turnhallen in Thun sind bereits alle ausgelastet. Erst längerfristig dürfte sich die Lage entspannen.

Der Kanton Bern plant für das Gymnasium Thun eine neue Doppelturnhalle mit Schulräumen am Standort Marienstrasse. Die Stadt Thun plant eine neue Dreifachsporthalle für Schul- und Vereinssport sowie sportliche Wettkämpfe. Beide Grossprojekte könnten, je nach weiterem Planungsverlauf und abhängig von der Kreditgenehmigung, in den nächsten fünf bis acht Jahren umgesetzt werden.

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