Abgesetzter Generalvikar Martin Kopp ist «Urner des Jahres»

sda/toko

19.2.2021 - 20:01

Martin Kopp, (Mitte), der vor knapp einem Jahr als Generalvikar für die Urschweiz abgesetzt worden war, ist «Urner des Jahres».
Keystone

Der abgesetzte Generalvikar für die Urschweiz, Martin Kopp, ist «Urner des Jahres». Er sei ein begnadeter Seelsorger, ein mutiger Kirchenmann, der trotz öffentlicher Demütigungen nie den Kopf hängen lasse, begründen Leserinnen und Leser des «Urner Wochenblatts» seine Wahl.

Der Churer Übergangsbischof Peter Bürcher hatte ihn vor einem Jahr nach 17 Jahren «wegen illoyalen Verhaltens» als bischöflichen Delegierten für die Urschweiz abgesetzt, was gesamtschweizerisch für Schlagzeilen gesorgt hatte. Der heute 74-jährige Seelsorger äusserte sich in der Vergangenheit immer wieder kritisch gegenüber der Bistumsleitung.

Martin Kopp machte sich in Uri nicht nur als Generalvikar einen Namen, sondern auch durch sein soziales Engagement, heisst es in einer Medienmitteilung des «Urner Wochenblatts» vom Freitag.



In dem von ihm gegründeten und geführten «Clubhüüs» in Erstfeld erhalten junge Menschen in Notlagen Unterkunft und Halt. Dazu gehören auch junge Flüchtlinge. Martin Kopp sei ein begnadeter Seelsorger, ein mutiger Kirchenmann, der trotz öffentlicher Demütigungen nie den Kopf hängen lasse.

Der Preis wird vom «Urner Wochenblatt» alle zwei Jahre verliehen. Er geht an eine Person, die in den vergangenen zwei Jahren in Uri oder für Uri Ausserordentliches geleistet hat. In einer ersten Phase konnten die Leserinnen und Leser Vorschläge einreichen, wer nominiert werden soll. Unter den 33 eingereichten Vorschlägen nominierte die Jury acht Personen, die schliesslich zur Wahl standen. Über 1500 Wahltalons wurden eingesandt.

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