Deutlich weniger Verkehrsunfälle in Nidwalden im Pandemiejahr 2020

rl, sda

10.3.2021 - 12:13

Die A2 bei Beckenried NW: Die Zahl der Unfälle auf den Nidwaldner Strassen hat 2020 abgenommen.
Keystone

Im Kanton Nidwalden ist 2020 die Zahl der Verkehrsunfälle von 240 auf 210 zurückgegangen. Sie liegt damit auch unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 236,5 Unfällen pro Jahr, wie die Kantonspolizei Nidwalden am Mittwoch mitteilte.

rl, sda

10.3.2021 - 12:13

Marco Niederberger, Leiter der Nidwaldner Verkehrs- und Sicherheitspolizei, sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, eine Erklärung für die tiefe Unfallzahl sei die Coronapandemie. So seien die Monate mit den wenigsten Unfällen der März und April gewesen, als das Verkehrsaufkommen wegen des Lockdowns stark reduziert gewesen sei.

Die Kantonspolizei Nidwalden registrierte so im März 8 und im April 10 Unfälle. In den unfallträchtigsten Monaten Juli und August waren es dagegen 29 respektive 28 gewesen.

Der Rückgang der Unfallzahl widerspiegelt sich auch bei der Zahl der verletzten Personen, die von 108 auf 101 zurückging. Wie 2019, so starb auch 2020 eine Person. Es handelte sich um eine 72-jährige Beifahrerin eines Autos, das in eine Mauer gefahren war.

Weniger Unfälle auf der Autobahn

2019 hatte es im Kanton Nidwalden je 120 Unfälle innerorts und ausserorts gegeben. 2020 waren es innerorts noch 98, ausserorts 112. Vor allem auf der Autobahn gab es deutlich weniger Unfälle, nämlich noch 39 gegenüber 64 im Jahr zuvor.

Eine Rolle gespielt haben könnte bei den Autobahnunfällen, dass die Grossbaustelle bei Hergiswil nur mit maximal 60 km/h befahren werden konnte. Dieses Temporegime habe sich bewährt, sagte Niederberger.

Auch Fussgänger waren 2020 deutlich weniger in Unfälle verwickelt als 2019, nämlich noch 2 gegenüber 11. Beide wurden leicht verletzt.

Anders verlief die Entwicklung bei den Velounfällen. Bei den herkömmlichen Fahrrädern stieg die Zahl der Unfälle von 21 auf 23, bei den E-Bikes von 10 auf 19. Das Aufkommen von E-Bikes gerade während der Coronapandemie habe stark zugenommen, erklärte Niederberger.

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