Energie

Knapp 300 Gesuchsteller erhalten in Schwyz Energie-Förderbeiträge

SDA

29.11.2019 - 12:09

Der Kanton Schwyz sprach rund 600'000 Franken für den Ersatz von fossilen Heizungen oder Elektroheizungen. (Symbolbild)
Source: KEYSTONE/STR

Der Kanton Schwyz hat im laufenden Jahr rund zwei Millionen Franken Bundesgelder für die Gebäudemodernisierung und den Ersatz fossiler Heizungen an knapp 300 Gesuchsteller vergeben. Der zur Verfügung stehende Betrag ist damit ausgeschöpft.

Knapp 1,4 Millionen Franken flossen in die energetische Sanierung von Gebäudehüllen, mit den restlichen Geldern wurde der Ersatz von fossilen Heizungen oder Elektroheizungen durch Wärmeerzeugung mit erneuerbaren Energien gefördert, wie das Schwyzer Baudepartement am Freitag mitteilte. Das Förderprogramm wird aus Mitteln der Teilzweckbindung der CO2-Abgabe auf fossilen Brennstoff finanziert.

Die Förderbeiträge bleiben in Schwyz im nächsten Jahr unverändert. Gesuche für Fördergelder könnten weiterhin eingereicht werden, diese werden mit Mitteln für das Jahr 2020 abgedeckt. Neue Beiträge gibt es erst im neuen Jahr.

Seit die einst im Kanton Schwyz für Energieprojekte eingestellten fünf Millionen Franken aufgebraucht sind, beschränkt sich der Kanton auf die Bundesgelder. Ein neues Energieförderprogramm lehnten Regierungs- und Kantonsrat 2017 ab.

Initiative hängig

Der Bund würde zusätzliche Kantonsbeiträge an die Energieförderung verdoppeln. Weil diese in Schwyz fehlen, haben die Grünliberalen im vergangenen Dezember eine «Geld zurück»-Initiative eingereicht. Diese liegt derzeit beim zuständigen Departement zur Bearbeitung und muss innert 18 Monaten seit Zustande-Kommen vom Kantonsrat behandelt werden.

Die Initiative will mit einem Energiefonds die Finanzierung eines kantonalen Förderprogramms sicherstellen. Der Fonds soll jährlich mit einem Sechstel der Nationalbank-Ausschüttung an den Kanton Schwyz alimentiert werden. Die Partei rechnet mit einem Beitrag von rund zwei Millionen Franken. Damit könnte der Kanton vier Millionen Franken jährlich an Bundesgeldern für Energieprojekte zurückholen.

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