Zentralschweiz

Nachwuchsproblem beim Zentralschweizer Gesundheitspersonal hält an

we, sda

4.4.2022 - 09:53

Gesundheitspersonal ist gefragt, auch in der Zentralschweiz. (Archivbild)
Keystone

Zwar haben in den Zentralschweizer Kantonen in den vergangenen Jahren deutlich mehr Personen eine Ausbildung in den Pflege- und Betreuungsberufen absolviert. Das Nachwuchsproblem bleibt aber bestehen – voraussichtlich auch bis 2029.

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4.4.2022 - 09:53

Die Zentralschweizer Kantone verzeichneten von 2012 bis 2020 70 Prozent mehr Ausbildungsabschlüsse, teilte die Zentralschweizer Gesundheitsdirektorinnen -und direktorenkonferenz am Montag mit. Die Zahl der Abschlüsse auf der Tertiärstufe bei den diplomierten Pflegefachpersonen stieg von 174 auf 297 pro Jahr, auf der Sekundarstufe II bei den Fachpersonen Gesundheit und Assistenzpersonen Gesundheit und Soziales von 406 auf 692.

2019 arbeiteten in allen Zentralschweizer Gesundheitsbetrieben knapp 15'000 Pflege- und Betreuungspersonen, was seit 2012 einen generellen Anstieg um 18 Prozent bedeutet. Bis 2029 soll gemäss Berechnungen des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan) die prognostizierte Zahl der beschäftigten Pflege- und Betreuungspersonen in der Zentralschweiz um nahezu einen Viertel bis auf knapp 18'500 anwachsen.

Für den Zeitraum 2019 bis 2029 bestehe ein Nachwuchsbedarf von rund 3600 Personen beim Pflegefachpersonal auf Tertiärstufe und von nahezu 2600 Personen beim Pflege- und Betreuungspersonal der Sekundarstufe II, heisst es weiter.

Gemäss der Modellberechnung des Obsan liessen sich bis 2029 – unter der Bedingung, dass der generelle Anstieg anhält – mit dem verfügbaren Nachwuchs 78 Prozent des Bedarfs der Tertiärstufe und 86 Prozent der Sekundarstufe II decken.

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