Bündner Regierung sieht sich durch Bundesrats-Entscheide bestätigt

uj, sda

14.4.2021 - 18:48

Für den Bündner Regierungsrat Marcus Caduff (CVP) ist die doch noch erfolgte Öffnung der Restaurant-Terrassen durchaus erfreulich, auch wenn sie für Skigebieite zu spät kommt. (Archivbild)
Keystone

Die Bündner Regierung reagierte am Mittwochabend erfreut auf die vom Bundesrat beschlossenen Lockerungen der Corona-Massnahmen. Die Exekutive des Bergkantons sieht sich von den Entscheiden in ihrem bisherigen Corona-Kurs bestätigt.

uj, sda

14.4.2021 - 18:48

«Wir sind zufrieden mit den Entscheiden des Bundesrates», sagte Gesundheitsdirektor Peter Peyer (SP) vor den Medien. Die beschlossenen Lockerungen seien in etwa das, was die Kantonsregierung erwartet habe.

Die ab Montag nun doch noch erlaubte Öffnung der Restaurant-Terrassen sei für den Kanton durchaus von Interesse, auch wenn die Skisaison vorbei sei, erklärte Regierungsrat Marcus Caduff (CVP). «Wir haben nicht nur Skigebiete in Graubünden, sondern auch Städte und Dörfer», so der Volkswirtschaftsdirektor.

Für die Restaurants bleibe die Situation dennoch herausfordernd. Es stelle sich die Frage der Rentabilität einer geöffneten Terrasse. Immerhin könnten Restaurants weiterhin auf Härtefallgelder zählen und die Möglichkeit von Kurzarbeit.

«Kontrolliert ein Bier trinken»

Die Öffnung der Terrassen trage zudem dazu bei, «dass die Leute kontrolliert ein Bier trinken», anstatt sich mit Bechern in der Hand in den Gassen zu drängen, ergänzte Gesundheitsdirektor Peyer. Auch von daher sei die Öffnung ein guter Schritt.

Der Bund argumentiere nun bei den Terrassen gleich, wie der Kanton es bereits im Februar getan habe, erinnerte Caduff. Damals zog Graubünden in der Auseinandersetzung um die Offenhaltung der Terrassen in Skigebieten den Kürzeren. Die jetzige Argumentation des Bundesrat bringe nun doch eine gewisse Genugtuung.

Bestätigt sieht sich der Kanton laut dem Volkswirtschaftsminister auch in seiner Strategie des breiten Testens, etwa in Betrieben. Der Bundesrat lockert jetzt für Unternehmen, die regelmässig testen, die Quarantäne-Vorgaben erheblich. Der Kanton Graubünden kennt eine solche Praxis bereits seit einigen Wochen.