Umwelt

Lawinenverbauung Frauentobel in Davos wird ausgebaut

ka, sda

25.5.2022 - 09:27

Im Gebiet Frauentobel in Davos GR soll der Schutz vor Lawinen ausgebaut werden. Neben dem Siedlungsgebiet werden dadurch auch die Kantonsstrasse und die Bahnlinie geschützt.
Keystone

Die Bündner Regierung hat Gelder für den Schutz vor Lawinen und Steinschlag bewilligt: Mit knapp 2,5 Millionen Franken soll die Lawinenverbauung im Gebiet Frauentobel in Davos erweitert werden. Einen weiteren Beitrag gibt es für das Projekt «Steinschlagschutz Robbia» in Poschiavo.

ka, sda

25.5.2022 - 09:27

Oberhalb der Siedlung Davos Frauenkirch hätten sich zwischen 1951 und 2019 insgesamt 18 Lawinenniedergänge ereignet, bei denen es zu 13 Todesfällen gekommen sei, heisst es in der Mitteilung der Standeskanzlei vom Mittwoch.

Seit 1951 werden dort Lawinen künstlich ausgelöst. Zuerst mit Minenwerfern, später mit Sprengladungen aus dem Helikopter. Seit 2011 gibt es im hinteren Frauentobel vier ortsfeste Sprenganlagen. Diese hätten sich bewährt, deshalb werde nun das gleiche System im vorderen Frauentobel installiert, heisst es in der Mitteilung.

Geplant sind zudem 13 Reihen mit permanente Lawinenverbauungen auf einer Gesamtlänge von 770 Metern. Im Gebiet Staflermeder Süd wird es zusätzlich zwei Reihen mit temporären Lawinenverbauungen sowie Aufforstungen geben. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei 3,2 Millionen Franken.

Weiter hat die Regierung 742'500 Franken an das Projekt «Steinschlagschutz Robbia» der Repower AG und der Swissgrid AG bewilligt. Mit vier Steinschlagschutznetzen mit Längen zwischen 20 bis 66 Metern soll das Kraftwerkareal Robbia sowie die Druckleitung geschützt werden. Die Gesamtkosten liegen bei 990'000 Franken.

ka, sda