Neue Pläne ohne umstrittenes BTS-Viadukt bei Weinfelden

ka, sda

4.1.2022 - 11:33

Die seit langem geplante Bodensee-Thurtalstrasse (BTS) kommt nun ohne ein umstrittenes Viadukt aus. Wann das Projekt realisiert wird, entscheidet der Bund. (Symbolbild)
Keystone

Für einen Abschnitt der Bodensee-Thurtalstrasse (BTS) gibt es eine neue Variante. Sie kommt ohne ein umstrittenes Viadukt aus, das vor dem Ortseingang von Weinfelden über die Bahnstrecke geführt hätte. Neu sollen die Gleise unterquert werden.

ka, sda

4.1.2022 - 11:33

Das Projekt für die Bodensee-Thurtalstrasse (BTS), das der Kanton 2019 beim Bund einreichte, enthielt beim Anschluss Weinfelden ein Viadukt, das über die Bahnlinie und über die Frauenfelderstrasse führte.

Die Stadt Frauenfeld oder die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission hätten sich allerdings «eine Lösung in Tieflage» gewünscht, heisst es in der Mitteilung des Kantons vom Dienstag. Weil aber bei dieser Strassenführung die Gefahr besteht, dass das Grundwasser beeinträchtigt werden könnte, fiel der Entscheid für ein Viadukt.

Seither hätten detaillierte Untersuchungen des Grundwassers stattgefunden. Dabei habe nachgewiesen werden können, dass «eine Unterquerung des SBB-Gleises» ausreiche, die weniger tief liege als ursprünglich vorgesehen. Bei der Querung könne zudem die Bahnstrecke um zwei Meter angehoben werden.

Damit sei eine «grundwasserschutzkonforme Umsetzung» möglich, heisst es in der Mitteilung. Ein Viadukt brauche es nicht. Das Tiefbauamt werde nun diesen Projektteil beim Bund austauschen lassen.

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